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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#121 von Onkel-Assy † , 07.05.2020 07:39

Quelle: https://www.polizei-praevention.de/aktuelles/aktuelle-corona-info-angebliche-mails-der-nbank-im-umlauf.html
https://www.polizei-praevention.de/aktue...-im-umlauf.html

Angebliche Mails der NBank im Umlauf

Cyberkriminelle fordern über die Mail corona-zuschuss@nbank.de.com zur Kontaktaufnahme und Rückzahlung auf.

Zitat
Soforthilfeanträge in Corona-Zeiten sind keine Seltenheit. Diesen Umstand nutzen auch Cyberkriminelle massiv aus und versenden im Namen der jeweiligen Förderbanken Mails an potentielle Fördergeldempfänger.
Aktuell ist auch die NBank in Niedersachsen betroffen. Unsere Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) im LKA hat uns auf folgende Vorgehensweise hingewiesen.
Seit dem 04.05.2020 werden im Namen der NBank E-Mails versendet, in den aufgefordert wird eine Rückzahlung von zu viel erhaltenen Fördergeldern vorzunehmen.
Die Absenderadresse der Mails lautet in Niedersachsen corona-zuschuss@nbank.de.com.
Auch in anderen Bundesländern werden derartige Mails versendet, u.a. mit diesen Absendern:
corona-zuschuss@nrw.de.com
corona-zuschuss@ib-sachsen-anhalt.de.com
corona-zuschuss@ifbhh.de.com
corona-zuschuss@l-bank.de.com
corona-zuschuss@stmwi-bayern.de.com
corona-zuschuss@aufbaubank.de.com
corona-zuschuss@hessen.de.com
corona-zuschuss@rlp.de.com

Weitere Mailvarianten sind denkbar (auch zukünftig).

Mit der Mail und den beigefügten PDF-Anhängen wird eine Drohkulisse hinsichtlich eines Straftatbestandes aufgebaut und zur Kontaktaufnahme aufgefordert.
So wird in der Mail u.a. folgendes geschrieben:
"...die NBank hat Ihnen im Auftrag des Landes Niedersachsen und der Bundesrepublik Deutschland, Corona Soforthilfen in Form eines Zuschusses zur Überwindung der existenzbedrohlichen Lage und eines Liquiditätsengpasses im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 ausgezahlt. Mit diesem Schreiben möchten wir Ihnen folgendes übermitteln: Eine Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt Unabhängig von Kontrollmitteilungen an die Finanzämter von Amts wegen sind Sie verpflichtet, Ihrem Finanzamt die Soforthilfe als zu versteuerndes Einkommen anzugeben. Hierzu dient die anliegende Bescheinigung "Bescheinigung_Finanzamt"..."

Eine Beispielmail als Ganzes:


Auch wenn Rückzahlungen tatsächlich erforderlich sein sollten: Diese Mails stammen nicht von den vorgegebenen Stellen! Nehmen Sie keinen Kontakt mit den Tätern unter der o.g. E-Mailadresse auf und füllen Sie nicht die angehängten PDF-Formulare aus!

In einem PDF-Dokument führen die Täter auf, welche angeblichen strafrechtlichen Folgen es geben könnte, wenn eine entsprechende Rückzahlung und Nichtbeachtung nicht erfolgen würde.



Wer als Empfänger die Domain-Adresse aus der Mail durch Eingabe im Browser prüft, landet jedoch nicht auf einer gefälschten Webseite, sondern wird durch die Täter auf die echte Seite der NBank umgeleitet.
Dies ähnelt der Vorgehensweise aus unserer Warnmeldung https://www.polizei-praevention.de/aktuelles/aktuelle-corona-info-phishingmail-der-angeblichen-arbeitsagentur-bietet-hilfe-bzgl-kurzarbeitergeld.html

Die NBank selbst warnt bereits selbst vor der Gefahr. www.nbank.de/Service/News/Phishing-Mails-im-Umlauf.jsp

Unternehmen, die bereits auf die Masche hereingefallen sind, sollten sich unverzüglich mit Ihrer eigenen Bank in Verbindung setzen, wenn bereits Gelder überwiesen wurden.
Zudem raten wir zur Anzeigenerstattung bei Ihrer örtlichen Polizei.


Permanenter Link zu diesem Artikel auf zac-niedersachsen.de: https://zac-niedersachsen.de/artikel/43


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Onkel-Assy †
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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#122 von Onkel-Assy † , 08.05.2020 17:40

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/4592422
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/4592422

64.000 Euro an Liebesbetrüger verloren

Zitat
Eine 71 Jahre alte deutsche Frau hat durch "Romance Scamming", also Liebesbetrug, mehr als 64.000 Euro an den oder die unbekannten Betrüger verloren.

Wie in Fällen des Romance Scamming (auch Love Scamming) üblich hat die Frau den vermeintlich Liebe suchenden Mann über das Internet kennengelernt.
Zunächst gab es über einen längeren Zeitraum schriftlichen Kontakt, bei dem ihr ein ernstes Interesse an ihr als Person suggeriert wurde. Mit seiner Lebensgeschichte wollte er augenscheinlich Mitleid erregen.
Dann plötzlich - wie in solchen Fällen gängige Praxis- teilte er Schwierigkeiten mit, er sei ins Gefängnis gekommen, er habe Schulden, er brauche dringend Hilfe - und die könne er natürlich nur von ihr bekommen.
Über einen aufwendigen Transaktionsbetrug hatte sie zunächst geglaubt, nur sein Geld hin und her zuschieben - letztlich verlor sie aber in mehreren Schritten ihr eigenes Geld - insgesamt mehr als 64.000 Euro.
Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen aufgenommen.


Zitat
"Love Scamming" ist wie eine Art Heiratsschwindler-Betrug in der digitalen Welt.
Wir gehen von einem hohen Dunkelfeld an Opfern aus, die aus Scham keine Anzeige bei der Polizei erstatten. Diese Form von Trickbetrug ist nach wie vor ein gesellschaftliches Tabuthema.
Oft offenbart sich das Opfer nicht mal dem sozialen Umfeld.
Beim "love scamming" oder auch "romance scamming" wird dem Opfer durch regen Nachrichtenverkehr (SMS, Whatsapp, E-Mail) das Entstehen oder Vorhandensein einer Liebesbeziehung vorgetäuscht. Das Opfer gerät zum Teil in emotionale Abhängigkeit zum Täter, obwohl es nie zum direkten Kontakt kommt.
Der Täter gibt sich wie beispielsweise in dem aktuellen Sachverhalt als Soldat im Auslandseinsatz aus.
Es werden dann in der Regel Treffen mit dem Opfer verabredet. Doch kurz vorher wird plötzliche eine finanzielle Not vorgetäuscht oder auch der Verlust des Passes, um so Geld vom Opfer zu erhalten.
Durch die zu diesem Zeitpunkt meist schon aufgebaute emotionale Abhängigkeit gerät das Opfer in einen Konflikt. Der Täter suggeriert: ,Du liebst mich doch und willst mich doch sehen, also musst du mir aus meiner Not helfen'.
Oft überweist das Opfer dem Täter über einen längeren Zeitraum mehrere Geldbeträge.
So wie in einem früheren Fall, bei dem eine ältere Frau im Laufe von zwei Jahren über 100.000 Euro verloren hat.
Anders als bei "Enkeltrick-Betrügen" sind die Opfer von "love scamming" nicht unbedingt ältere Menschen. Auch jüngere - vor allem - Frauen fallen auf die Betrüger herein.


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#123 von Onkel-Assy † , 14.05.2020 14:03

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65847/4597042
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65847/4597042

Betrüger machen auch in diesen schweren Zeiten nicht Halt und bringen die Opfer um ihr Erspartes

Zitat
Einer 82-jährigen Frau aus Brilon wurde ein Gewinn von über 100.000 Euro versprochen. Vorher müsse sie jedoch mehrere Tausend Euro auf Konten in Kenia und China überweisen.
Immer mit dem Versprechen, das Geld selbstverständlich zurück zu bekommen. Mit diesem Trick konnten die Betrüger einen mittleren vierstelligen Betrag erbeuten.
Kurz vor der zweiten Überweisung machte eine aufmerksame Bankmitarbeiterin die Seniorin auf den Betrug aufmerksam.



Zitat
Einen hohen dreistelligen Betrag überwies eine 49-jährige Frau aus Sundern an eine Internetbekanntschaft.
Das Geld sollte sie auch später wieder zurück gezahlt bekommen. Die knapp 1.000 Euro hat die Frau nie wieder gesehen.
Der Mann spielte ihr vor ein Arzt der U.S. Armee zu sein.



Machen Sie sich selbst und Ihren Liebsten bewusst:
Betrüger sind raffiniert und spielen ihre Rollen oft sehr professionell.
Bewahren Sie sich eine gewisse Skepsis bei Fremden und vertrauen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand.
Sprechen Sie mit Verwandten und Freunden über Telefonate, die Ihnen komisch vorkommen und lassen Sie sich eine Einschätzung von Ihren Angehörigen geben.
Seien Sie wachsam und scheuen Sie sich nicht die Polizei zu informieren!


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#124 von Onkel-Assy † , 14.05.2020 14:08

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110973/4597029
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110973/4597029

Zwei Fälle der Betrugsmasche "Love Scamming"

Am Anfang des Jahres 2020 wurden dem Polizeipräsidium Konstanz zwei Fälle der Betrugsmasche "Romance Scamming" oder auch "Love Scamming" bekannt.

Zitat
Die erste Kontaktaufnahme geschieht dabei oft über Dating-Portale im Internet, kann aber, wie nun in gleich zwei Fällen im Landkreis Konstanz, auch durch persönliche Begegnung begonnen werden.
Grundlage dieser Betrugsmasche ist zunächst das Erschleichen des Vertrauens des Opfers durch Aufmerksamkeit und Liebesbekundungen, bei persönlichen Kontakten sogar über eine Liebesbeziehung.
In allen Fällen gibt der Täter schließlich vor, durch eine unvorhergesehene Situation in Geldnot geraten zu sein (wichtige Operation eines Kindes, eigene Krankheit, unrechtmäßig in einem Staat eingesperrt worden, etc.) und momentan nicht an sein eigenes Geld zu kommen.
Die dann bereits emotional abhängigen Geschädigten überweisen daraufhin dem Täter Geld auf ein Konto im Ausland. Meist bleibt es nicht bei einer Forderung nach Geld: Das Opfer wird unter immer neuen falschen Behauptungen von den Tätern rücksichtslos so lange wie möglich finanziell ausgenommen. Manche Opfer machen sogar immense Schulden.
Neben den finanziellen Folgen sind die emotionalen Folgen für die Geschädigten oft noch größer. Manche sind kaum davon zu überzeugen, dass ihre "neue Liebe" nur an ihr Geld wollte.
Einige zahlen selbst trotz polizeilicher Aufklärung weiter. Wenn die Geschädigten dann irgendwann nichts mehr zahlen können oder aufmerksame Angehörige oder Bankmitarbeiter die Polizei einschalten, ergeben Nachforschungen und Anzeigen einen gefälschten Namen, Ausweis oder Dokumente des Täters. Das bis dahin gezahlte Geld ist dann längst über dunkle Kanäle bei den Betrügern im Hintergrund - meist in den Händen der sogenannten "Nigeria-Connection" - gelandet.



Informationen zu dem Betrugsphänomen "Love Scamming" sowie zu weiteren Betrugsmaschen und Tipps, wie man sich schützen kann, finden sich auf den Internetseiten der Polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de.


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#125 von Onkel-Assy † , 28.05.2020 19:54

Quelle: https://www.polizei-praevention.de/aktuelles/epressermails-an-firmen-im-umlauf.html
https://www.polizei-praevention.de/aktue...-im-umlauf.html

Epressermails an Firmen im Umlauf

Angeblich sei die Webseite gehackt

Erpresserschreiben per Mail, die behaupten, man hätte den Computer des Mailempfängers gehackt, die Webcam übernommen, intimes oder sensibles Material gesichert oder den Empfänger beim Besuch erotischer Webseiten erwischt, sind seit mehreren Jahren ständig in den verschiedensten Versionen im Umlauf.

Nun wollen es die Täter offensichtlich mit einer ähnlichen Masche, jedoch mit Firmen als Opfer, versuchen.
Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime des LKA Niedersachsen
https://zac-niedersachsen.de/ hat nun zahlreiche Mails dieser Art feststellen können.
Hier jedoch behaupten die Versender in einem sehr unkonkret gehaltenem Schreiben, dass man eine Schwachstelle gefunden und darüber die Webseite der Firma gehackt hätte.


Zitat
Mit dem Betreff "PLEASE FORWARD THIS EMAIL TO SOMEONE IN YOUR COMPANY WHO IS ALLOWED TO MAKE IMPORTANT DECISIONS!" wollen sie Aufmerksamkeit erregen.
Die Täter nennen in der Mail die Webseite der angeschriebenen Person (Mailadresse). Sensible Daten würden in Kürze dann z.B. an den Höchstbietenden verkauft werden. Dies könne jedoch gegen eine geringe Gebühr von 2000$ in Bitcoins verhindert werden.


Beispielmail:

Die ZAC geht derzeit davon aus, dass es sich hierbei um eine massenhaft verschickte Mail handelt und die Behauptungen daraus frei erfunden seien, da es bisher keine Anzeichen für einen solchen Hack geben würde und auch keine konkreten Informationen in den Mails zu finden seien.
Unabhängig davon, ob hier eine technische Kompromittierung vorliegt, sollten Sie natürlich niemals einer solchen Forderung durch eine Zahlung nachkommen!

Sofern im Zusammenhang mit diesem Schreiben keine weiteren Hinweise auf ein Abfluss von Daten bei Ihnen vorliegen, können Sie diese Nachricht problemlos löschen, oder natürlich wie alle anderen Betrugsmails auch, gerne an unsere Trojaner E-Mail (trojaner@polizeilabor.de) weiterleiten.


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zuletzt bearbeitet 28.05.2020 | Top

RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#126 von Onkel-Assy † , 28.05.2020 20:07

Quelle: https://www.polizei-praevention.de/aktuelles/phishing-nach-zugangs-und-zahlungsdaten-in-amazon-optik.html
https://www.polizei-praevention.de/aktue...azon-optik.html

Phishing nach Zugangs- und Zahlungsdaten in Amazon-Optik

Täter versenden aktuell wieder mehr Phishing im Aussehen von Amazon

© H.J. Henschel, LKA NI
In der Corona-Zeit hat man das Gefühl, es gäbe keine anderen Themen mehr. Cyberkriminelle machen aber auch vor Corona nicht halt und nutzen offensichtlich ihr "Homeoffice" und die Umstände, dass viele Menschen nun auch von zu Hause aus bestellen, aus.
So konnten wir in den letzten Tagen vermehrt Phishingmails feststellen, die den Anschein erwecken sollen, von Amazon zu stammen. Wer nicht genau hinschaut, kann da schnell in die Falle tappen.


Zitat
Mit Betreffs wie "Wichtig - Wir haben Ihr Amazon-Konto überprüft und haben Probleme mit Ihrem Konto. Bitte bestätigen Sie Ihr Konto sofort." oder "[Erinnerung] Erneuerung Ihres Prime-Mitgliedskontos erforderlich - Aktualisieren Sie Ihre Zahlung innerhalb von 24 Stunden...."
werden die Mailempfänger angeschrieben.
Im weiteren Verlauf wird z.B. ein Zugriff auf das Konto aus einem anderen Land behauptet oder geschrieben, dass die Zahlung für die Prime-Mitgliedschaft abgelehnt worden sei.
Im letzteren Fall müsse man schnell handeln, da sonst die Prime-Vorteile nicht mehr bestehen würden.
Für Personen, die entsprechend Kunde bei Amazon Prime sind, und u.a. während der Corona-Zeit vielleicht vermehrt auf das Streaming-Angebot zugreifen, könnte dies zu einem unüberlegten Handeln führen.


Beispielmails:

Oder:

Zitat
Die Mails sind optisch einfach, aber auch im Aussehen von Amazon gehalten. Ein Button führt entsprechend auf die weiteren Seiten der Täter. Wer dem Link folgt landet somit auf einer Phishingseite im Amazon-Aussehen, wo zunächst die Zugangsdaten und im weiteren Verlauf die Zahlungsdaten abgegriffen werden.
Wer sich die URL anschaut, wird jedoch erkennen, dass das Linkziel nicht amazon ist. Auf Smartphones oder Tablets ist dieses ggf. nicht so gut aufgrund der Bildschirmgrößer erkennbar.



Zitat
Nach dem "erfolgreichem" Einloggen gibt es noch einige Abfragen und Bestätigungen. Neben den persönlichen Adressdaten sollen dann auch noch die Zahlungsdaten eingetragen werden.




Zitat
Sollten Sie auf diese Masche hereingefallen sein, so wenden Sie sich unverzüglich zunächst an den Amazon Kundenservice. Dieser ist in der Regel rechts unten auf der Webseite von Amazon oder über die Kundendienstoption in der App, unter dem Button mit den drei horizontalen Strichen, zu finden.
Ändern Sie Ihre Zugangsdaten und, wenn noch nicht geschehen, richten Sie die 2-Faktor-Authentifizierung ein!
Als nächstes sollten Sie die Bank informieren, deren Zahlungsdaten Sie auf der Phishingseite eingegeben haben. Die Karte sollte gesperrt werden.


Im Anschluss raten wir zur Anzeigenerstattung bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder über die jeweilige Onlinewache aus Ihrem Bundesland (wenn verfügbar).

Zukünftig müssen Sie auch mit personalisiertem Spam rechnen.
Klicken Sie also bei solchen Mails nicht voreilig auf Links aus diesen Mails, wenn z.B. ein Kauf bei Amazon behauptet wird, den Sie nicht selber durchgeführt haben.
Prüfen Sie diese Behauptung, indem Sie selber die Webseiten-Adresse eingeben oder Ihre App aufrufen.


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#127 von Onkel-Assy † , 01.06.2020 20:06

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30835/4606503
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30835/4606503

Betrugsopfer hat € 250.000.- überwiesen

Zitat
Im Sommer 2019 lernte ein Hagener über das Internet eine angebliche Ärztin aus den USA kennen.
Die Frau gab an, sich im Auslandseinsatz im Irak zu befinden und spielte dem Mann vor, er sei ihre große Liebe.
Zudem bat sie ihn mehrfach aus unterschiedlichsten Gründen um Geld.
Unter anderem gab sie an, ein Flugzeug von ihrem Vater geerbt zu haben.
Um dieses verkaufen zu können, müssten vorab verschiedene Gebühren bezahlt werden.
Insgesamt überwies ihr der Geschädigte 250.000 Euro.





Die Polizei Hagen ermittelt wegen Betruges und sucht Zeugen, die Angaben zu der Tatverdächtigen machen können.
Hinweise werden unter der Rufnummer 02331 - 986 2066 entgegengenommen.


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#128 von Onkel-Assy † , 19.06.2020 17:07

Quelle: https://www.polizei.bayern.de/news/presse/aktuell/index.html/315078
https://www.polizei.bayern.de/news/press...dex.html/315078

Kriminalpolizei warnt vor der Betrugsmasche „Cybertrading“

Aufgrund einer Reihe von Betrugsfällen im Zusammenhang mit angeblichen Geldanlagen in Binären Optionen, Kryptowährungen und ähnlichen Finanzprodukten mit einem Gesamtschaden im sechsstelligen Euro-Bereich, warnt die Kriminalpolizei vor Angeboten dieser Anlageformen, wenn diese im Internet offeriert werden.

Zitat
Ein 63-jähriger Mann aus dem Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm fiel den Betrügern ebenfalls zum Opfer. Nachdem er zunächst einen dreistelligen Betrag über eine Online-Trading-Plattform auf ein ausländisches Konto überwiesen hatte, wurde ihm bereits am nächsten Tag ein Zugewinn von rund 150 Euro suggeriert. In der Folge überwies der arglose Mann einen fünfstelligen Betrag, der sich binnen Monaten verdoppelte. Als er sich den Betrag auszahlen lassen wollte, war plötzlich keine Kontaktaufnahme mehr mit den „Brokern“ möglich.

Die Täter gehen bei der Betrugsmasche immer gleich vor. Sie stellen dabei Internetseiten online, die häufig auch durch teure und professionelle Werbeanzeigen auf Online-Seiten und in den Sozialen Medien beworben werden und so den Eindruck von seriösen Handelsplattformen vermitteln. Den Anlegern suggerieren sie, dass bei den Transaktionen kaum Risiko bestehe und eine hohe Rendite bereits nach kurzer Zeit eintreten werde. Durch die offerierten hohen Gewinnspannen, lassen sich viele Opfer zunächst zu kleineren Geldüberweisungen und nach suggerierten virtuell hohen Gewinnen oft auch zu höheren Beträgen verleiten. Tatsächlich werden die überwiesenen Geldbeträge aber nicht für eine derartige Anlage verwendet und sind für die „Anleger“ vollumfänglich verloren. Auf den betrügerischen Internetplattformen werden von den Tätern unter anderem Anlageprodukte wie Aktien, Binäre Optionen, Devisen und Kryptowährungen zum Handel angeboten, welche alle keinen realen Hintergrund haben. Die Vorgehensweise der Betrüger ist damit vergleichbar mit sogenannten Fakeshops, in denen nicht existente Waren angeboten werden.



Die Kriminalpolizeiinspektionen Ingolstadt, Fürstenfeldbruck und Erding haben in ihren Zuständigkeitsbereichen allein im Mai 2020 7 Fälle von Cybertrading registriert.
Dabei entstand ein Gesamtschaden in Höhe von mehr als 500.000 Euro. Die Ermittler der Fachkommissariate schließen nicht aus, dass es weitere Fälle gibt, die von den Geschädigten gar nicht angezeigt wurden.


Tipps der Kriminalpolizei:
Seien Sie misstrauisch bei Angeboten im Internet, die hohe Gewinne mit Geldanlage versprechen!
Bevor Sie Geld über Internetplattformen anlegen, informieren Sie sich über unabhängige Quellen, vor allem im Hinblick auf die Seriosität der Anbieter und das angebotene Produkt!
Informationsquellen hierfür können z. B. die Verbraucherzentralen www.verbraucherzentrale.de oder die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht www.bafin.de sein.

Weitere Tipps bekommen Sie zudem hier: Polizeiliche Kriminalprävention - Kredit- und Anlagebetrug


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#129 von Onkel-Assy † , 26.06.2020 18:20

Quelle: https://www.polizei.bayern.de/news/presse/aktuell/index.html/315374
https://www.polizei.bayern.de/news/press...dex.html/315374

Teure Schnäppchen – Polizei warnt erneut vor sog. „Fake-Shops“ im Netz

Zitat
Einkaufen im Internet ist beliebt, statistisch betrachtet kaufen weiter über 70 Prozent der Internetnutzer in Deutschland online ein. Immer wieder locken Onlinehändler mit lukrativen Preisangeboten und Schnäppchen. Doch so manch billiges Angebot entpuppt sich schnell als unseriös oder schlichtweg als Betrug.

Sog. Fakeshops, also gefälschte oder tatsächlich nicht existierende Verkaufsplattformen, sind auf den ersten Blick erst gar nicht oder nur äußerst schwer von seriösen Anbietern zu unterscheiden. Oft werden tatsächlich existierenden Internetseiten von den Betrügern kopiert, um so den Verkäufer in die Irre zu führen. Die auf den gefälschten Seiten angebotenen Waren werden dann trotz geleisteter Vorauszahlungen, bzw. der Eingabe von Kreditkarten- oder Kontodaten nicht geliefert und die Ware oder die Internetseite ist nach dem Bezahlvorgang plötzlich nicht mehr abrufbar.

Niederbayernweit sind seit Jahresbeginn rund 150 Fälle im Zusammenhang mit Warenbestellung auf gefälschten Internetseiten gemeldet worden.

LANDAU A.D.ISAR:
Erst gestern wollte sich ein 53-jähriger Mann aus Landau a. d. Isar im Internet einen Pool für rund 650 Euro kaufen. Eine Lieferung erfolgte trotz Vorabüberweisung des Kaufpreises nicht. Die Ermittlungen der Landauer Polizei haben ergeben, dass es sich um einen Fakeshop in Spanien handelte.

ARNSTORF:
Ähnlich erging es einer Frau aus dem Bereich Arnstorf. Über www.dein-versandhaus24.com (Link siehe unten) wurde sie Mitte Juni 2020 auf ein E-Bike für ca. 1.000 Euro aufmerksam. Trotz Bezahlung kam das E-Bike bei der Frau nie an. Im Internet wird bereits vor der Webseite gewarnt. Das Konto des vermeintlichen Anbieters befindet sich in Spanien.

MAINBURG:
Vergangene Woche erstattete ein 50-jähriger Siegenburger Strafanzeige, da er im Internet einen Sessel für 809 Euro bestellte. Unmittelbar nach der Bezahlung brach der Kontakt zum Anbieter ab. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass es sich um einen Fakeshop handelte.

PASSAU:
Ein Passauer bestellte sich für rund 880 Euro im Internet einen Kühlschrank. Nachdem der Kühlschrank bezahlt wurde, war die in Spanien registrierte Webseite des angeblich in Hamburg ansässigen Onlinehändler nicht mehr aufrufbar – auch hier handelte es sich um einen Fakeshop.


Das Polizeipräsidium Niederbayern empfiehlt in diesem Zusammenhang erneut, sich vor einer Bestellung über den Verkäufer/Anbieter der Waren genauestes zu informieren: Wirkt der Anbieter seriös, passt die Domain der Seite zum entsprechenden Warenangebot und ist ein Impressum auf der Internetseite vorhanden?
Hier noch einige hilfreiche Tipps für ein sicheres Onlineshopping:
Internetseite: Bemerken Sie bei einer eigentlich bekannten Internetseite Ungereimtheiten, kann dies bereits ein Indiz für einen „Fake-Shop“ sein. Suchen Sie den Namen des Anbieters in einer Suchmaschine, dadurch können Sie negative Erfahrungen anderer Kunden schnell herausfinden und müssen sich nicht auf die Versprechungen der Shop-Betreiber verlassen.
Prüfsiegel/Gütesiegel: Gütesiegel als Wegweiser im Onlinehandel. Zwar gibt es keine einheitlichen Gütesiegel für Online-Geschäfte, sie können aber eine gewisse Orientierung beim Online-Kauf geben, ersetzen aber keines Falls eine gesunde Portion Misstrauen. Verwendet der Onlineshop ein Prüf-/Gütesiegel? Klicken Sie auf das, falls vorhandene Emblem, in der Browserzeile, um das Prüfzertifikat angezeigt zu bekommen. Anschließend sollte ein Hinweis erfolgen, seit wann der Shop zertifiziert ist.
Zahlungsmethode: Wählen Sie sichere Zahlungswege. Der Einkauf auf Rechnung kann Sie vor Betrug durch einen „Fake-Shop“ schützen. Überweisungen können jedoch nur kurzfristig rückgängig gemacht werden. Auch beim Lastschriftverfahren können vorgenommene Abbuchungen noch nach einigen Tagen storniert werden. Nicht selten werden dem Kunden bis zum letzten Bestellschritt eine Auswahl an unterschiedlichen Zahlungsmethoden angeboten. Beim Abschluss des Bestellvorgangs ist dann die Zahlung nur noch auf Vorkasse oder durch Eingabe der Kreditkartendaten möglich.
Passwörter/Zugangsdaten: Ändern Sie umgehend Ihr Passwort, wenn Sie in dem Shop ein Passwort verwendet haben, dass Sie auch bei anderen Seiten (bspw. Onlinebanking) nutzen.



Wenn Sie dennoch Opfer eines „Fake-Shops“ geworden sind und bereits eine Zahlung geleistet haben, informieren Sie umgehend Ihre Bank, die Zahlung rückgängig zu machen. Bewahren Sie alle Belege Ihrer Bestellung auf und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

Weitere Infos zum Thema „E-Commerce“ und sicherer Onlinekauf/Gütesiegel finden Sie unter u. a. Link: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/e-commerce/ http://www.polizei-beratung.de/themen-un...net/e-commerce/


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#130 von Onkel-Assy † , 30.06.2020 16:31

Quelle: https://www.polizei-praevention.de/aktuelles/kleinanzeigenverkaeufer-aufgepasst-vorsicht-vor-angeblichen-paypal-zahlungen.html
https://www.polizei-praevention.de/aktue...-zahlungen.html


Kleinanzeigenverkäufer aufgepasst. Vorsicht vor angeblichen Paypal-Zahlungen

Täter behaupten Paypal-Zahlung und fordern zur Bezahlung an Reederei/Spediteure auf.

© H.J. Henschel, LKA NI

Zitat
Die Masche ist zwar nicht neu, kommt jedoch in den vergangenen Monaten immer wieder vor, so dass wir hier erneut davor warnen wollten.

Sie haben als Verkäufer in einem Kleinanzeigenportal etwas zum Verkauf angeboten und hoffen nun darauf, dass sich ein seriöser Käufer meldet.

Leider bekommen Sie als Verkäufer immer wieder Anfragen von Cyberkriminellen, die es lediglich auf Ihr Geld abgesehen und keinerlei Interesse an Ihrem Produkt haben.

Wie funktioniert die Masche?
Der Käufer bekundet reges Interesse an der Ware. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, um was es sich dabei handelt. Die kann eine Gitarre, eine Couch, eine Uhr, ein Auto usw. sein.
Der Käufer fragt freundlich per Mail an und antwortet auch recht zügig auf die erste Antwort des Verkäufers mit
"Hallo Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich interessiere mich wirklich für den sofortigen Erwerb des Produktes. Ich werde gerne wissen, wie lange Sie es besessen haben. Können Sie mir versichern, es ist in ausgezeichnetem Zustand? Und kann ich mehr Bilder dafür bekommen? Was ist der Endpreis? Ich werde diese Informationen gerne bald erhalten, damit wir diese Transaktion so bald wie möglich abschließen können. Grüße. Julia" [Namen und Versendermailadressen können variieren]

Dieser Text kann schon fast als Baustein angesehen werden, da hier nicht konkret auf ein Produkt eingegangen wird.

Antwortet der Verkäufer auf diese Mail, so meldet sich der angebliche Käufer wieder [Beachten Sie die Schreib- und Sprachweise!]:

"Hallo, Danke für Ihre schnelle Antwort. Wie geht es Ihnen? Ich bin mit dem Zustand der Ware zufrieden. Ich bin mit dem Preis einverstanden. Ich werde dich durch PayPal bezahlen, also schick mir bitte deine PayPal-Informationen, damit ich die Zahlung so schnell wie möglich machen kann. Ich möchte, dass Sie verstehen, dass ich bereit bin, diese Ware sofort zu kaufen. Ich werde nicht in der Lage zu kommen und kaufen Sie direkt, wie ich :bin derzeit vor Ort, weil ich als Archäologe arbeiten. Ich plane, das Produkt an mein Haus in Irland geschickt zu haben. Wegen der Beschaffenheit meiner Arbeit, werde ich nicht in der Lage sein, zu kommen und das Einzelteil zu sehen. Deswegen hoffe ich und vertraue dir, dass du ehrlich zu mir bist. In Bezug auf die Schifffahrt werde ich den Service einer zuverlässigen Schifffahrtsgesellschaft (EMS) einsetzen, die die Versand Anordnung für mich überall in der Welt behandelt. Die Schifffahrtsgesellschaft wird arrangieren, wie der Artikel abgeholt und zu meinem Haus in Irland transportiert wird, weil sie schnell und sehr zuverlässig sind. Die Schifffahrtsgesellschaft wird für die Abholung kommen, nachdem Sie die Zahlung erhalten haben, die über PayPal gemacht würde.
Ich brauche die folgenden Informationen, um die Zahlung an Sie über PayPal zu leisten Name: PayPal E-Mail Adresse: Handy-Nr .: Gesamtkosten des Produktes: Sobald ich die Informationen bekomme, werde ich die Zahlung leisten. Ich werde dann die Schifffahrtsgesellschaft benachrichtigen. Ich erwarte, dass Sie mir Ihre Hausadresse geben, wo die Reederei das Produkt abholen kann. Mit freundlichen Grüßen. "

Worte wie Reederei und Schifffartsgesellschaft sind typisch für diese mittels Übersetzer generierten Schreiben. Zudem ist auch hier wieder ein universeller Text verwendet worden, der sich nicht konkret auf ein Produkt bezieht.

Sobald der Verkäufer die benötigten Daten verschickt kommt die nächste Mail der Täter, in der eine Bezahlung des Transportdienstes durch den Verkäufer als erforderlich dargestellt wird. Aus diesem Grund hat der Käufer auch mehr Geld mittels Paypal überwiesen. Dieses Geld ist jedoch nicht auf dem Paypal-Konto des Verkäufers eingegangen. Dieser bekommt lediglich eine gefälschte Paypal-Nachricht, in der behauptet wird, dass die Zahlung erfolgt sei und man nun auf eine Bestätigung des Transportdienstes warte, damit die Überweisung an den Käufer vollzogen werden kann.

"Hallo, Ich habe die Zahlung über PayPal geleistet. Mir wurde gesagt, dass sie Ihnen eine Nachricht senden werden, um Sie über die Zahlung in Ihrer registrierten Paypal-E-Mail-Adresse zu informieren. Ich denke, Sie sollten inzwischen die Zahlungsbestätigung an Ihre E-Mail-Adresse erhalten haben (entweder im Posteingang oder im Spam-Ordner Ihrer E-Mail). Sobald Sie es sehen, werden Sie feststellen, dass ich eine zusätzliche Zahlung von 440 Euro an Sie geleistet habe. Sie müssen die 390 Euro an die Spediteure senden. Dies soll die Zahlung für die Frachtkosten sein. Sie müssen den zusätzlichen Betrag so schnell wie möglich per Überweisung an die Reederei senden. Dies soll sicherstellen, dass sie die Abholung der Waren planen können.
PayPal versicherte mir, dass das Geld sofort auf Ihr Konto überwiesen wird. Es wird bestätigt, dass Sie die Transportkosten an den Spediteur gesendet haben. Es tut mir leid, dass ich Sie nicht vorher über diesen Prozess informiert habe. Heute habe ich gerade erfahren, dass die Reederei ihre Zahlungsrichtlinien auf reine Bankzahlungen geändert hat. Und das Problem ist, dass ich jetzt keinen Zugriff darauf habe. Deshalb brauche ich Ihre Hilfe bei der Zahlung an die Reederei. Ich möchte, dass Sie die Transportkosten per Banküberweisung an den Hauptsitz meines Transportunternehmens senden. Hier sind die Daten, die benötigt werden, um das Geld per Banküberweisung zu senden. Name: XXXX Wagner
IBAN: BE61 9740 XXXXXXXX
BIC: PESOBEB1
Bank address: Boulevard du Souverain 165, Auderghem, 1160 Belgium
Sie sollten das Geld bald senden, damit die Abholung geplant ist und Sie wissen, wann die Abholung beginnen würde. Stellen Sie daher sicher, dass Sie den zusätzlichen Betrag so schnell wie möglich an die Reederei senden, damit Sie Ihr Geld sofort erhalten können. Mit freundlichen Grüßen."

Hier die gefälschte Mail, die dann in Paypal-Optik den Empfänger zu einer Zahlung veranlassen soll:



Sollte ein Verkäufer nun auf diese Masche hereingefallen sein, so hat dieser in diesem Fallbeispiel 390 Euro an die Täter überwiesen. Geld für das verkaufte Produkt hat und wird er nie erhalten.



Zitat
Was kann ich tun, wenn ich auf die Masche hereingefallen bin?
Leider sind die Chancen, das Geld wiederzubekommen, gering. Ist das Geld einmal überwiesen, so werden die Täter dieses relativ zügig auch weiterverwenden. Den Auftrag in heutigen Zeiten zu stornieren, ist sehr schwer. Dennoch sollte versucht werden, die eigene Bank so schnell wie möglich zu kontaktieren.
Weiterhin sollten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei erstatten. Bringen Sie dazu sämtliche Unterlagen (Mailverkehr, Überweisungsbeleg usw.) mit zur Anzeigenerstattung.

Wie kann ich die Masche erkennen?
Die Täter nutzen in der Regel Textbausteine, wie oben gezeigt. Diese sind universell verwendbar und beziehen sich selten konkret auf ein Produkt.
Die Täter behaupten einen Sitz/Arbeitsplatz im Ausland und/oder den Versand dorthin. Gern auch an einen Verwandten als Geschenk.
Die Täter geben vor, aus diesen Gründen das Produkt nicht selber abholen und anschauen zu können.
Die Täter sind immer mit dem Produkt zufrieden, geben aber letztendlich den angeblichen Versandweg mittels Schifffahrt oder Reederei (gern EMS) vor.
Die Sprache/Wortwahl klingt nach Übersetzungsprogramm, auch wenn der Name deutsch klingt.
Angeblich wurde (mehr) Geld übermittelt, damit der Verkäufer mit der Differenz den Transportdienst bezahlen soll.
Im Idealfall verkaufen Sie Ihre Ware direkt an die Person bei Ihnen vor Ort. Ziehen Sie dazu Zeugen hinzu. Achten Sie auf Barzahlung. Bei größeren Summen empfehlen wir die direkte Einzahlung vor Ort. Achten Sie auf Falschgeld. Vor Ort kann die Ware nochmals von beiden Seiten geprüft/gezeigt werden, um spätere Behauptungen (z.B. Defekt) auszuschließen.
Sollten Sie Überweisung/Paypal bevorzugen, dann bestimmen Sie die Bezahl- und Versandweise! Paypal für Freunde ist kein sicheres Mittel bei Kleinanzeigenverkäufen mit unbekannten Personen. Achten Sie auf Versandbelege und verfolgbare Lieferungen.


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#131 von Onkel-Assy † , 03.07.2020 06:15

Quelle: https://www.polizei.bayern.de/unterfranken/news/presse/aktuell/index.html/315633
https://www.polizei.bayern.de/unterfrank...dex.html/315633

Erneut Fälle von Cybertrading

Zitat
Abermals kam es in der Region zu mehreren Fällen von sogenanntem „Cybertrading“. Die Betrüger bringen ihre ahnungslosen Opfer dazu in Binäre Optionen, Kryptowährungen und ähnliche Finanzprodukten zu investieren und greifen so Gelder im sechsstelligen Bereich ab.

In einem aktuellen Betrugsfall wurde ein 70-jähriger Mann aus Karlskron zunächst mit einem Anlagevertrag in Kryptowährungen geködert. Die anfänglichen kleineren Investitionen steigerte der Geschädigte nach einer telefonischen Beratung auf einen fünfstelligen Betrag. Als er sich von seiner Betreuerin einen Teil des Kapitals auszahlen lassen wollte, stürzte sein über Monate erwirtschafteter Gewinn binnen Minuten extrem ab.

Ein 51-jähriger Burgheimer zahlte seit November 2019 mehrere Tranchen auf ausländische Konten um sein Konto bei einer angeblichen Handelsplattform aufzuladen. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten generierte er angeblich mehrere hunderttausend Euro Gewinn. Als es zur Auszahlung kommen sollte, wurde ihm diese verweigert.

Einen hohen fünfstelligen Bargeldbetrag überwies auch ein 60-jähriger Mann aus Wolnzach an einen vermeintlichen Broker. Per Telefon ließ er sich mehrmals von ihm über angeblich rentable Geldanlagen beraten und tätigte daraufhin regelmäßig Überweisungen auf ausländische Konten. Auch hier konnte der eingezahlte Betrag schließlich nicht mehr ausgezahlt werden.



Tipps der Kriminalpolizei Ingolstadt:

Seien Sie misstrauisch bei Angeboten im Internet, die hohe Gewinne mit Geldanlage versprechen!
Bevor Sie Geld über Internetplattformen anlegen, informieren Sie sich über unabhängige Quellen, vor allem im Hinblick auf die Seriosität der Anbieter und das angebotene Produkt!
Informationsquellen hierfür können z. B. die Verbraucherzentralen www.verbraucherzentrale.de oder die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht www.bafin.de sein.

Weitere Informationen finden Sie zudem auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes:
http://https//www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#132 von Onkel-Assy † , 08.07.2020 16:50

Quelle: https://www.polizei-praevention.de/aktuelles/epressermail-an-webseitenbetreiber.html
https://www.polizei-praevention.de/aktue...nbetreiber.html


Epressermail an Webseitenbetreiber vom 08.07.2020

Täter melden "Ihre Site wurde gehackt" und fordern Bitcoins

© H.J. Henschel, LKA NI

Zitat
Erpressungen per Mail sind in den letzten Jahren keine Seltenheit mehr. Immer wieder verschicken Cyberkriminelle diese Mails massenhaft an die verschiedensten Empfänger und behaupten einen Zugriff auf den Computer, das Mailkonto, die Webcam usw.. Man hätte den Computernutzer beispielsweise beim Besuch erotischer Webseiten festgestellt und dabei per Webcam gefilmt. Gegen eine Zahlung einer bestimmten Summe in Bitcoins würde man dieses belastende Material nicht an Freunde und die Öffentlichkeit übertragen.
Eine Übersicht mit einigen Beispielen finden Sie hier: https://www.polizei-praevention.de/themen-und-tipps/weitere-hacking-gefahren.html#c1184 https://www.polizei-praevention.de/theme...hren.html#c1184


Zitat
Nun gibt es eine neue Variante dieser Erpressungsmasche.
Hier werden offensichtlich Webseitenbetreiber von den Tätern angeschrieben. Es wird behauptet, man hätte die Webseite der angeschriebenen Person gehackt, nachdem eine Sicherheitslücke gefunden worden sei. Im Anschluss, so die Täter, hätte man u.a. Datenbanken extrahiert und auf einen "Offshore-Server" verschoben. Weiterhin werden man nun den Ruf der angeschriebenen Firma systematisch zerstören, wenn nicht ein gewisser Betrag (z.B. 3000 USD) in Bitcoins überwiesen werde.

Beispielmail (Anonymisiert)

Betreff: Ihre Site wurde gehackt

Nachrichtentext: Bitte leiten Sie diese E-Mail an jemanden in Ihrem Unternehmen weiter, der wichtige Entscheidungen treffen darf!
Wir haben Ihre Website http:// www ......de gehackt und Ihre Datenbanken extrahiert.

Wie ist es passiert?
Unser Team hat auf Ihrer Website eine Sicherheitslücke gefunden, die wir ausnutzen konnten. Nachdem wir die Sicherheitsanfälligkeit festgestellt hatten, konnten wir Ihre Datenbankanmeldeinformationen abrufen, Ihre gesamte Datenbank extrahieren und die Informationen auf einen Offshore-Server verschieben.

Was bedeutet das?
Wir werden systematisch eine Reihe von Schritten durchlaufen, um Ihren Ruf vollständig zu schädigen. Zuerst wird Ihre Datenbank durchgesickert oder an den Höchstbietenden verkauft, den er mit seinen Absichten verwendet. Wenn E-Mails gefunden werden, werden sie per E-Mail darüber informiert, dass ihre Informationen verkauft oder durchgesickert sind und Ihre Website http: //www ......de einen Fehler begangen hat, wodurch Ihr Ruf geschädigt und verärgerte Kunden / Mitarbeiter mit allen verärgerten Personen konfrontiert wurden Kunden / Mitarbeiter tun. Schließlich werden alle Links, die Sie in den Suchmaschinen indiziert haben, basierend auf Blackhat-Techniken, die wir in der Vergangenheit verwendet haben, um unsere Ziele zu deindizieren, deindiziert.

Wie höre ich damit auf?
Wir sind bereit, den Ruf Ihrer Website gegen eine geringe Gebühr nicht zu zerstören. Die aktuelle Gebühr beträgt .322 BTC in Bitcoins (3000 USD). Senden Sie das Bitcoin an die folgende Bitcoin-Adresse (Kopieren und Einfügen, da zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird): 1FjMYuEXXRSPbey42fRkHwLgH1yohE2PZF Sobald Sie bezahlt haben, werden wir automatisch darüber informiert, dass es Ihre Zahlung war. Bitte beachten Sie, dass Sie die Zahlung innerhalb von 5 Tagen nach Erhalt dieser Mitteilung leisten müssen, da sonst das Datenbankleck, die versendeten E-Mails und die De-Indexierung Ihrer Website beginnen!

Wie bekomme ich Bitcoins?
Sie können Bitcoins ganz einfach über mehrere Websites oder sogar offline an einem Bitcoin-Geldautomaten kaufen. Wir empfehlen Ihnen https:// cex. io/ für den Kauf von Bitcoins.

Was ist, wenn ich nicht bezahle?
Wenn Sie sich entscheiden, nicht zu zahlen, starten wir den Angriff zum angegebenen Datum und halten ihn aufrecht, bis Sie dies tun. Es gibt keine Gegenmaßnahme dazu. Sie werden am Ende nur mehr Geld verschwenden, um eine Lösung zu finden. Wir werden Ihren Ruf bei Google und Ihren Kunden vollständig zerstören.
Dies ist kein Scherz. Antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Versuchen Sie nicht, zu argumentieren oder zu verhandeln. Wir werden keine Antworten lesen.
Sobald Sie bezahlt haben, werden wir aufhören, was wir getan haben und Sie werden nie wieder von uns hören! Bitte beachten Sie, dass Bitcoin anonym ist und niemand herausfinden wird, dass Sie die Anforderungen erfüllt haben."



Zitat
Die uns bisher zugeschickten Beispiele lassen vermuten, dass die Täter diese Mails über die Kontaktformulare der jeweiligen Webseiten abgeschickt haben. Ein Zusenden an Mailadressen, die auf den Webseiten zu finden sind, ist ebenfalls denkbar.
Bisher sind uns keine tatsächlichen Fremdzugriffe auf die Webseiten bekannt. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Täter wieder massenhaft diese gefälchten Behauptungen, lediglich in leicht veränderter Form versenden.

Wichtig ist, dass die Empfänger nicht die geforderte Summe zahlen und keinen Kontakt zu den Versendern aufnehmen.
Sollten Sie bereits gezahlt haben, dann raten wir zu einer Anzeigenerstattung bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

In diesem Zusammenhang machte es jedoch Sinn, einen Blick auf das verwendete CMS für die jeweilige Webseite zu werfen. Ggf. ist ein Update (z.B. in Wordpress) erforderlich, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#133 von Onkel-Assy † , 11.07.2020 18:17

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/4649087
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/4649087

Der perfide Betrug mit der "Liebe" im Netz

Zitat
Eine hübsche junge Russin hat sich in das Herz eines Mannes geschrieben. Sie schmeichelt ihm, sie schickt Fotos "von sich" auf seinen Rechner - und sie braucht nach längerer Zeit plötzlich Geld. Viel Geld. Sie sei um die 30 Jahre alt - und in Not. Er ist 90 Jahre alt - und reingefallen.

"Love scamming" ist der digitale Liebesbetrug. Ihm ist kürzlich ein 90 Jahre alter Deutscher aus dem Raum Neubrandenburg zum Opfer gefallen. Mehr als 70.000 Euro hat er überwiesen. Dass etwas nicht stimmte, bemerkte er erst, als wegen Geldwäsche gegen ihn ermittelt wurde.

Dass (ältere) Männer auserkoren werden, ist seltener. Meist sind es Frauen, die im Internet von vermeintlich gut aussehenden, jungen Männern umgarnt werden und letztlich teilweise Unmengen an Geld an eine völlig unbekannte, aber "vertraute" Person überweisen. So wie eine 88-jährige Deutsche aus der Müritz-Region, die ebenfalls mehrere zehntausend Euro in Etappen an einen angeblichen Soldaten der US-Army überwies - und bis zum Schluss den Ermittlern nicht glauben wollte, dass es sich um Betrug handelt.

Das "military love scamming" ist bei den Betrügern äußerst beliebt. Fotos von wahrscheinlich echten US-Soldaten in Uniform werden von den Tätern aus dem Netz gezogen und illegal als Profilbild für Fake-Accounts verwendet. Mit dem jeweiligen Account nehmen sie zu meist alleinstehenden Frauen in Deutschland Kontakt auf und bauen Vertrauen und eine augenscheinlich persönliche Beziehung auf. Dann benötigt der Chat-Partner dringend Geld für einen Krankenhausaufenthalt im Einsatz im Nahen Osten oder weil er in ein Gefängnis in Afghanistan oder im Irak gekommen sei und Geld brauche, um wieder rauszukommen. Die Geldforderungen kommen meist nicht von der mittlerweile vertrauten Person selbst, sondern etwa von einem Notar oder einer sonstigen dritten Person. Das wirkt authentischer. Die Opfer glauben die Geschichte, haben Mitleid - und überweisen hohe Summen. Manchmal das ganze Ersparte, manchmal nehmen Opfer sogar Kredite auf, um weiter überweisen zu können. Oft in der Hoffnung, der charmante "soldier" kommt eines Tages zu Besuch nach Deutschland und beendet so die Einsamkeit.

In Stralsund war es jüngst eine 76 Jahre alte Deutsche, die bereits fast 4.000 Euro überwiesen hatte. Vor weiteren Verlusten wurde sie schließlich durch eine Bankmitarbeiterin bewahrt.

Aber auch Jüngere werden zu Opfern: So zum Beispiel eine Anfang 30-jährige Deutsche aus Neustrelitz oder ganz aktuell eine 56 Jahre alte Deutsche aus dem Raum Neubrandenburg, die mehr als 30.000 Euro los wurde, weil sie über viele Monate einem angeblichen Franzosen Geld überwies, der sich erst angeblich in Afrika befand und nicht an sein Geld kam und dann noch eine todkranke Tochter hatte, für deren Operation er Geld brauchte.



Weitere Polizeimeldungen zum Thema Vorschussbetrug gibt es hier:
Link in die Befehlszeile des Browsers kopieren https://www.presseportal.de/blaulicht/st/Vorschussbetrug oder https://www.presseportal.de/blaulicht/st/Vorschussbetrug

Wer in sozialen Netzwerken, via WhatsApp oder auch klassisch per Mail von vermeintlich Liebe oder Vertrauen suchenden Männern (oder Frauen) angeschrieben wird, dem raten wir, unbedingt die Fotos genauer anzusehen. Oft sind diese so unprofessionell bearbeitet und gefälscht, dass es beim genaueren Hinsehen auffällt. Manchmal entdeckt man wiederum bei längerer Suche im Internet auch auf Seiten von Agenturen die Bilder wieder.

Außerdem gibt es mittlerweile Foren und Selbsthilfegruppen im Internet, die sich über diese Betrugsart austauschen. Manche Betrüger verwenden immer wieder den gleichen Fake-Namen. Wer diesen mit dem Zusatz "Scammer" in eine Suchmaschine eingibt, kann in vielen Fällen Treffer finden und so vor einem Betrug bewahrt werden. Nicht nur die Masche, sondern auch Namen und Fotos "funktionieren" also immer wieder, um zu betrügen.

Durch "love scamming" werden oft sogar höhere Summen erbeutet als durch Enkeltricks. Doch das Dunkelfeld wird viel höher vermutet. Die Scham, auf so etwas reingefallen zu sein, ist bei den Opfern extrem hoch. Wer den Verdacht hat, auf einen "love scammer" gestoßen zu sein, sollte sofort jeglichen Kontakt abbrechen, keine Zahlungen veranlassen und die Polizei informieren.


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zuletzt bearbeitet 11.07.2020 | Top

RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#134 von Onkel-Assy † , 15.07.2020 08:50

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/4651192
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/4651192


Erneut Liebesbetrug geglückt

Zitat
Über Facebook täuschte ein angeblicher Marokkaner eine Liebesbeziehung zu einer 48-jährige Deutschen vor.
Er habe für ein anstehendes hohes Erbe erhebliche Kosten zu tragen, um dieses zu erhalten. Er versprach ihr, das Geld nach Deutschland zu schicken. Die Frau vertraute ihm und überwies 22.000 EUR ins Ausland.

Auch in Malchin ist ein derartiger Fall angezeigt worden.
Seit Ende Juni hatte eine 68-jährige Deutsche über Facebook und WhatsApp Kontakt zu einem Deutsch-Amerikaner, welcher in Syrien stationiert sei. Er habe 1,8 Millionen Dollar als Auszeichnung erhalten, die er zu ihr nach Deutschland schicken würde, da das Geld in Syrien nicht sicher sei. Kurze Zeit später erhielt die Geschädigte vom angeblichen Roten Kreuz die Aufforderung, über 5000 EUR zu zahlen, damit das Paket zugestellt werden kann. Die Geschädigte fiel glücklicherweise nicht darauf rein.



Zitat
Romance Scamming oder auch Love Scamming ist eine Art Heiratsschwindler-Betrug in der digitalen Welt und gehört zur Nigeria Connection - dem Synonym für Vorauszahlungsbetrug. Die Nigeria Connection ist seit den 80er-Jahren weltweit aktiv. Was mit Briefen und Faxen begann hat mithilfe des Internets ungeahnte Ausmaße angenommen. Der Liebesbetrug ist hierbei eine der perfidesten dieser unzähligen Maschen. Die Täter haben es hier nicht auf den Bereicherungswillen der Opfer abgesehen, sondern bringen die Geschädigten in eine emotionale Abhängigkeit und täuschen das Entstehen oder Vorhandensein einer Liebesbeziehung vor. Zum einen dauert es so länger, bis das Opfer den Betrug durchschaut, zum anderen ist die Scham der Geschädigten größer. Oft offenbart sich das Opfer nicht mal dem eigenen sozialen Umfeld, geschweige denn der Polizei. Das Dunkelfeld ist kaum abschätzbar.

Wie gehen die Täter vor?
Zunächst schaffen sich die -meist westafrikanischen- Täter auf diversen Onlineplattformen seriöse Profile. Mittels gestohlener Fotos (oft Models) geben sich die Herren als Ärzte, Ingenieure oder Soldaten und die Damen als Krankenschwestern, Stewardessen oder Lehrerinnen aus. Unter Bedienung sämtlicher Klischees werden phantastische Lebensläufe geschaffen.
In sozialen Netzwerken oder Online-Partnerbörsen begeben sich die Täter mit ihren Fake-Identitäten auf die Suche nach potentiellen Opfern. Dabei sprechen sie perfekt Englisch, teilweise Deutsch, wenn auch oft unter Zuhilfenahme teurer Übersetzungstools.
Wie im eingangs beschriebenen Fall wird über einen längeren Zeitraum eine Beziehung zum Opfer aufgebaut, es emotional abhängig gemacht und unter Druck gesetzt. Schon nach kurzem Kontakt folgen ellenlange Liebesschwüre. Der eigentlich gut situierte Scammer gerät schließlich unschuldig in eine Notsituation und benötigt dabei die Hilfe seiner großen Liebe. Oft sollen auch Flugtickets erworben werden, um endlich die persönliche Begegnung möglich zu machen.

Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht auf einen Liebesbetrug habe?
Da die Betrüger oft dieselben wohlklingenden Namen verwenden, können Sie diesen mit dem Zusatz "Scammer" in eine Suchmaschine eingeben. In vielen Fällen können dortige Treffer Sie vor einem Betrug bewahren. Falls Sie über ein Bild verfügen, starten Sie die umgekehrte Bildersuche. Eventuell landen Sie bei Agenturfotos von Models oder erhalten Hinweise, dass diese Person bereits als Betrüger auffällig geworden ist.

Was muss ich tun, wenn ich tatsächlich Opfer des Betruges geworden bin?
Brechen Sie sofort jeglichen Kontakt ab. Blockieren Sie den Täter auf allen Kanälen. Ignorieren Sie sämtliche Forderungen des Scammers, versuchen Sie bereits geleistete Zahlungen über Ihre Bank rückgängig zu machen. Sichern Sie sämtliche Chatverläufe und Mails, speichern Sie diese ab. Heben Sie Überweisungsbelege auf. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei! Überwinden Sie Ihre mögliche Scham und gehen Sie zur Polizei. Hier sind derartige Fälle bestens bekannt und Ihnen kann Hilfe angeboten werden. Die Strafverfolgung ist schwierig, da die Betrüger im Ausland sitzen, dennoch sollten Sie die Tat melden.


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#135 von Onkel-Assy † , 15.07.2020 16:56

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117687/4651929
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117687/4651929


Erpressung mit Schadsoftware - falscher Microsoft-Mitarbeiter

Zitat
Eine Anzeige bei der Polizeiinspektion Haßloch ergab folgenden Sachverhalt:

In den letzten Tagen wollte sich der Anzeiger aus dem Internet eine Wanderkarte kostenlos herunterladen. Nach Klick auf den Downloadbutton sperrte sich sein PC. In einem Fenster bekam er angezeigt, dass er mit dem Anruf bei einer Service-Nummer den PC bei Microsoft entsperren könne. Beim tatsächlich erfolgten Anruf meldete sich dann ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter mit indischem Akzent, der dem Geschädigten eine Unterstützung - auch für die kommenden Jahre - bei Zahlung einer Summe von 795 Euro auf ein Konto mit britischer IBAN zusicherte.
Dies tat der Geschädigte auch sofort mittels Online-Banking. Der PC wurde daraufhin auch tatsächlich entsperrt. Glücklicherweise und vermutlich wegen einer Verzögerung bei einer Auslandsüberweisung konnte der Geschädigte die Überweisung bei der Bank noch stoppen.

Bei dem Vorgehen der Täter handelt es sich um sog. Ransomware, auch Erpressungstrojaner oder Verschlüsselungstrojaner genannt. Die Ransomware wird häufig über Anhänge in Spam-E-Mails verbreitet. Verschlüsselt werden zumeist für das Opfer wichtige oder unwiederbringliche Daten. Die Täter fordern zur Entschlüsselung ein Lösegeld (engl. "ransom"), andernfalls würden die Daten nicht nur verschlüsselt belassen, sondern gelöscht.

Betroffene sollten auf keinen Fall auf Geldforderungen der Täter eingehen, zumal nicht sicher ist, ob tatsächlich eine Entsperrung erfolgt oder zu einem späteren Zeitpunkt die Erpressung mit neuen Forderungen wiederholt wird. Zudem sollte man keine Anhänge von unverlangten E-Mails öffnen oder gar herunterladen. Aktuelle Anti-Viren-Software sollte verwendet werden, weiterhin sollte man regelmäßig Updates der Betriebssysteme und verwendeten Programme durchführen.

Weitere Infos findet man unter anderem unter www.polizei-beratung.de unter dem Thema "Gefahren im Internet".
Darüber hinaus findet man kostenfreie Entschlüsselungstools auf www.NoMoreRansom.org

Ob im vorliegenden Fall ein Schaden für den Erpressten endgültig vermieden werden konnte, steht noch nicht abschließend fest.
Zwar konnte die Überweisung gestoppt werden, jedoch ist zu prüfen, mit welchem technischen und finanziellen Aufwand die Ransomware vom PC entfernt werden kann.


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zuletzt bearbeitet 15.07.2020 | Top

RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#136 von Onkel-Assy † , 16.07.2020 17:06

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/24843/4652704
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/24843/4652704


Scheinfreundin ergaunert Geld

Zitat
Zum Opfer einer perfiden Betrugsmasche ist ein Vredener geworden: Eine vermeintliche Freundin brachte den Mann im Rentenalter dazu, ihr mehrfach Geld zu überweisen - angeblich, um sie aus einer Notlage zu befreien.

Die seit mehr als einem Jahr andauernde Beziehung zu der angeblichen Afrikanerin existierte lediglich virtuell - einen Kontakt im wirklichen Leben hatte es nie gegeben, sondern nur den Online-Austausch über ein soziales Netzwerk. Die Betrüger tischten ihrem Opfer eine Geschichte auf, nach der die Frau bei der Einreise in ein anderes Land vom Zoll bei der illegalen Einfuhr von Goldbarren erwischt worden sei - nun drohe ihr Haft.
Daraufhin überwies der Vredener insgesamt eine mittlere vierstellige Summe.
Im Nachhinein schöpfte der Mann nun Verdacht und wandte sich an die Polizei.

Die Vorgehensweise der Betrüger in diesem Fall ist typisch für die entsprechende Masche. Die Polizei erneuert in diesem Zusammenhang ihre Warnung vor dieser Form von Internet-Kriminalität. Die Betrüger gehen psychologisch versiert und in genau aufeinander abgestimmten Schritten vor. So gelingt es ihnen, eine vermeintliche Beziehung zum Opfer aufzubauen.
Experten sprechen dabei vom Love- oder auch Romance-Scamming. Die Betrüger suchen in Online-Partnerbörsen und sozialen Netzwerk online nach möglichen Opfern. Auf den ersten Kontakt folgt eine Phase intensiver Liebesbekundungen. Die Täter legen damit psychologisch die Grundlage, um im nächsten Schritt erfolgreich um Geld bitten zu können. Die Betrüger zeigen sich erfinderisch, wenn es darum geht, vermeintliche Notlagen zu schildern.
Die Opfer schöpfen zu diesem Zeitpunkt leider nicht so schnell Verdacht. Denn die Täter haben sie bewusst in eine emotionale Abhängigkeit gebracht. Oft ziehen sich derartige Fälle über einen längeren Zeitraum.


Die Polizei warnt nachdrücklich vor dieser Betrugsmasche. Wie die Täter im Detail vorgehen, wie sie sich erkennen lassen und was Betroffene tun sollten schildert die polizeiliche Internetseite https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#137 von Onkel-Assy † , 16.07.2020 19:20

Quelle: https://www.polizei.bayern.de/news/presse/aktuell/index.html/316235
https://www.polizei.bayern.de/news/press...dex.html/316235


Falsche Liebe im Internet – Polizei nimmt Betrüger fest – zwei Tatverdächtige in Haft
Gemeinsame Presserklärung des PP Unterfranken und der StA Aschaffenburg vom 16.07.2020

Zitat
ASCHAFFENBURG. Eine 58-Jährige hatte sich nicht von einem Betrüger täuschen lassen.
Als der Mann, zu dem sie über das Internet eine Beziehung aufgebaut hatte, einen hohen Geldbetrag von ihr forderte, verständigte sie die Kripo. Die nahm nicht nur den Geldabholer, sondern auch einen Hintermann fest. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden beide vorgeführt und befinden sich in Untersuchungshaft.

Über eine Online-Plattform hatte der Betrüger im April Kontakt zu der 58 Jahre alten Frau aus dem Aschaffenburger Raum aufgenommen. Etwa zwei Monate später, als sich eine vermeintliche Beziehung zwischen den beiden entwickelt hatte, bat der Mann die Geschädigte um Geld. Der angebliche amerikanische Soldat im Auslandseinsatz bat zunächst um kleinere Beträge, Mitte Juli wollte er rund 50.000 Euro von einem Boten in Aschaffenburg bei der Dame abholen lassen.
Die 58-Jährige durchschaute zum Glück die Masche des Betrügers und nahm heimlich Kontakt mit der Aschaffenburger Polizei auf.

Der Kriminalpolizei Aschaffenburg gelang dann bei der Geldübergabe die Festnahme eines 39 Jahre alten Mannes, der als Bote fungierte. Durch geschickte Ermittlungen kamen die Kriminalbeamten auch einem Hintermann auf die Spur, der wenig später in Hamburg festgenommen werden konnte. Beide Männer wurden am Mittwoch auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg beim Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Der Ermittlungsrichter erließ gegen das Duo Untersuchungshaftbefehle wegen banden mäßigem sowie gewerbsmäßigem Betruges.
Während die beiden Betrüger in Haft sitzen geht die Ermittlungsarbeit der Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft weiter. Ziel ist es, noch weitere Informationen und Hintergrundwissen über die Herangehensweise der Täter zu erlangen.


Die unterfränkische Polizei nimmt die Tat zum Anlass, erneut vor dem Phänomen „Love Scamming“ zu warnen, bei der Damen über das Internet gezielt angeschrieben und später um Geldsummen betrogen werden.
Die Täter geben meist vor, sich im Ausland aufzuhalten und dort beispielsweise als Soldaten oder Ärzte tätig zu sein. Sobald Sie aufgefordert werden, Geld zu überweisen oder zu übergeben, sollten Sie hellhörig werden und keinesfalls Geldzahlungen leisten.
Sobald Ihnen der Verdacht kommt, der angebliche Partner könnte es nicht nur auf die Liebe, sondern auf Ihre Ersparnisse abgesehen haben, nehmen Sie unbedingt Kontakt zu Ihrer Polizei auf.


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#138 von Onkel-Assy † , 17.07.2020 17:40

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117683/4655197
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117683/4655197


Von Internet-Bekanntschaft erpresst

Zitat
Leider auf eine Betrügerin hereingefallen ist ein junger Mann aus dem Stadtgebiet - jetzt wird er von ihr erpresst. Wie der 24-Jährige am Donnerstag bei der Polizei anzeigte, hatte er die Frau im April über ein soziales Netzwerk "kennengelernt" und angefangen mit ihr zu chatten. Über die Wochen hinweg wurde eine Vertrauensbasis aufgebaut. Diesen Monat forderte die Frau den 24-Jährigen auf, Nacktbilder und -videos von sich zu fertigen und ihr zu schicken - was der junge Mann in der Hoffnung auf eine Liebesbeziehung auch tat.

Allerdings wurde er bitter enttäuschte: Nachdem er die Bilder und Videos übermittelt hatte, versuchte die Frau, ihn zu erpressen. Sie forderte mehrere hundert Euro - andernfalls würde sie das Bild- und Videomaterial über das Internet verbreiten.

Der 24-Jährige entschloss sich dazu, nicht auf die Forderung einzugehen - stattdessen schaltete er die Polizei ein. Die Ermittlungen laufen.



Das Phänomen des sogenannten "Love-Scammings", also des Betrugs mit vorgetäuschter Liebe, ist leider kein Einzelfall und den polizeilichen Ermittlern seit Jahren bekannt.

Wir können immer wieder nur davor warnen, seine persönlichen Daten, Geld, oder eben Intimvideos an Menschen zu verschicken, die man nicht kennt und nicht weiß, ob man ihnen vertrauen kann. Auch wenn angeblich herzzerreißende Geschichten dahinterstecken, die große Liebe oder der Traumjob versprochen wird: Bitte bleiben Sie misstrauisch oder zumindest vorsichtig!

Die Experten des Programms Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) informieren auf ihren Internetseiten ausführlich über dieses Thema und die verschiedenen Maschen der Betrüger - und geben Tipps, wie man sich schützen kann: https://s.rlp.de/TjPh0


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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#139 von Onkel-Assy † , 17.07.2020 20:01

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110973/4655502
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110973/4655502

Neuerlicher Fall von Love-Scamming

Zitat
Opfer eines weiteren Falles von sogenanntem "Love- oder Romance-Scamming" wurde im Zeitraum der letzten drei Monate eine 68 Jahre alte Frau aus einer Kreisgemeinde im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Spaichingen.

Über ein Internet-Dating-Portal lernte die Geschädigte virtuell einen ihr tatsächlich unbekannten Mann kennen, der seinem Opfer Liebe und Goldbarren versprach. Die Geschädigte ließ sich täuschen und überwies mehrere tausend Euro an eine angebliche im europäischen Ausland ansässige Spedition zur Gewährleistung des künftigen Empfangs der Goldbarren.

Die 68-Jährige erhielt dann zwar ein Paket, dazu jedoch die Anweisung, es ungeöffnet an eine Adresse in Afrika weiterzuleiten. Der Anweisung kam sie nach.

Sie erstattete beim Polizeirevier Tuttlingen eine Strafanzeige, nachdem sie die Hoffnung aufgegeben hatte, den vermeintlichen Liebhaber doch einmal persönlich zu treffen. Bei der Anzeigen-Aufnahme gab das Opfer zu Protokoll, dem Tatverdächtigen auch Nacktfotos von sich übermittelt zu haben.
Ein Erpressungsversuch des Tatverdächtigen erfolgte bislang nicht.

Die Versendung des Paketes nach Afrika mit Angabe der Postadresse der Geschädigten als Absender könnte das Opfer in zusätzliche Schwierigkeiten bringen.



Informationen zum Schutz vor solchen Betrugsmaschen werden im Internet durch die Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder unter der Fundstelle:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/


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Onkel-Assy †
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RE: Internet-Abzocke - Presseberichte

#140 von Onkel-Assy † , 18.07.2020 15:29

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117683/4653349
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117683/4653349

Statt Ferien: Geld futsch


Zitat
Anstatt in die Ferien zu fahren, ist eine Frau aus dem Landkreis ihr Urlaubsgeld an Betrüger losgeworden. Die 37-Jährige erstattete Anzeige über die Online-Wache der Polizei Rheinland-Pfalz.
Ihren Angaben zufolge hatte die Frau über ein Internet-Portal ein Ferienhaus in Holland gebucht. Den fälligen Geldbetrag in Höhe von mehreren hundert Euro transferierte sie Anfang des Monats per Echtzeit-Überweisung auf das Firmenkonto der Vermittlerin. Es wurde vereinbart, dass sie den Mietvertrag per E-Mail erhält und die Schlüsselübergabe bei Ankunft am Ferienort stattfindet.

Nachdem die 37-Jährige das Geld überwiesen hatte, brach der Kontakt ab. Sie erhielt weder eine Rückmeldung, noch den Mietvertrag. Die Ermittlungen wegen Betrugs sind eingeleitet.

Ähnliches passierte einem Paar aus dem Stadtgebiet. Auch sie hatten über das gleiche Internet-Portal nach einer Ferienwohnung gesucht, das Wunschdomizil gebucht und mehrere hundert Euro im Voraus überwiesen. Danach meldete sich der angebliche "Vermieter" nicht mehr. Vermutlich ist das Geld futsch. Die Ermittlungen laufen.


Unter dem Stichwort "Genug Betrug" haben das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bereits im Juni über Betrügereien im Zusammenhang mit Ferienimmobilien informiert.
Tipps und Empfehlungen, woran man die betrügerischen Angebote erkennt, worauf man bei den Buchungen achten sollte, und wie man sich vor Betrügern schützen kann, finden Sie hier: https://s.rlp.de/D8FrP


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Anrufe auf Handy, vermute Betrug
Jahresbericht des Europol EC3 "Internet Organised Crime Threat Assessment (IOCTA)"

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