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RE: Presseberichte über Vorschussbetrug u.a.

#21 von Scambaiter , 08.02.2015 02:34

Zitat
Schlag gegen Betrügerbande
Schlag gegen international agierende Betrügerbande

3. Februar 2015 | 15:29

Rastatt (pol/yb) Der Kriminalpolizei Offenburg ist ein Erfolg gegen eine auf Singlebörsen im Internet operierende Betrügerbande gelungen. Nach langwierigen Ermittlungen wurden im Oktober 2014 zwei mutmaßliche Mitglieder der internationalen Bande festgenommen und große Vermögenswerte sichergestellt. Zwischenzeitlich wurden von der Staatsanwaltschaft Baden-Baden Rechtshilfeersuchen nach Großbritannien und die Vereinigten Staaten gestellt bzw. sind in Vorbereitung, um weitere Erkenntnisse zu involvierten Personen und Strukturen zu gewinnen.

Auf die Spur der Beschuldigten kamen die Ermittler der Kriminalpolizei durch die Geldwäscheverdachtsanzeige eines Bankinstituts. Erste Ermittlungen führten zu einem Rastatter Geschäftsmann, der zum Opfer der Kriminellen geworden war. Vor über vier Jahren hatte er auf einer Singlebörse im Internet Bekanntschaft mit einer Frau gemacht, die sich als Fotomodel ausgab. Die Frau gaukelte ihm nach dem Kennenlernen vor, verliebt zu sein und ihn heiraten zu wollen. So gelang es ihr, das Vertrauen des Geschäftsmannes zu gewinnen und ihn nach und nach dazu zu bewegen, ihr unter verschiedenen Vorwänden Geld zu überweisen. So hatte die kriminelle Internetbekanntschaft ihn unter anderem im Glauben gelassen, sie sei Eigentümerin von Fondsanteilen in Millionenhöhe.

Die vom Geschädigten überwiesenen Geldsummen sollten dazu benutzt werden, die Fondsanteile auf ihn zu überschreiben. Um das Lügengebilde aufrecht zu erhalten, wurden von den Tätern angebliche Rechtsanwälte eingeschaltet, welche die Glaubhaftigkeit untermauern sollten. Der Rastatter Geschäftsmann wurde auf diese Art um über

200.000 Euro erleichtert. Als der Mann eines Tages signalisierte, kein Geld mehr zu besitzen, wurde er in die nächste Betrugsmasche involviert. Die Täter nutzten ihn nunmehr als sogenannten Finanzagenten. Von der angeblichen Anwältin wurde Geld auf sein Konto überwiesen, das er anschließend unter weiteren vorgeschobenen Gründen auf andere Konten weiterleitete. Es besteht der Verdacht, dass diese Gelder, insgesamt weitere rund 200.000 Euro, aus ähnlichen Betrugstaten stammen, welche in Deutschland, Kanada, USA, Australien und weiteren Ländern verübt wurden. Anfang Oktober erfolgte schließlich der Zugriff der Polizei. Bei einer fingierten Geldübergabe wurde erst die angebliche Rechtsanwältin, eine 21-jährige deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in Norddeutschland festgenommen, dann in einem Rastatter Hotel ein weiterer Beschuldigter. Der 33-jährige britische Staatsbürger, der wie die weibliche Tatverdächtige nigerianische Wurzeln hat, war am Vortag aus London eingereist. Im Zuge von Finanzermittlungen konnten insgesamt knapp 70.000 Euro sichergestellt werden. Gegen beide Tatverdächtigen wurde vom Amtsgericht Baden-Baden Haftbefehl wegen Geldwäsche erlassen. Internetbetrüger, die insbesondere Single-Börsen nutzen, sind nicht neu. In Fachkreisen und Internetforen werden für die hier vorliegende Masche die Begriffe “Romance- und Love-Scamming” benutzt.

Polizeiliche Ermittlungen in dem Bereich gestalten sich häufig kompliziert. Die Täter operieren aus dem Ausland, verwischen im Internet ihre Spuren und nutzen anonyme Bezahlungssysteme. Die Polizei warnt eindringlich vor männlichen und weiblichen Tätern, die in Single-Portalen im Internet gezielt nach Opfern suchen.

Infobox: Anhaltspunkte für Romance-/Love-Scamming: Als Lockmittel dient eine kurze Einladung zum Chat. Die Betrüger kommunizieren oft in gutem Englisch, teilweise aber auch in perfektem Deutsch, auch wenn die Damen oder Herren angeblich im Ausland wohnen. Die Bilder der Profile sind teilweise unscharfer Qualität. Frauen locken mit besonders attraktiven Bilder, teils leicht bekleidet. Ab dem ersten Kontakt wird von der großen Liebe und Heiraten gesprochen. Die Betrüger kennen Persönliches vom Opfer. Meist haben sie die Informationen aus Facebook-Profilen. Irgendwann kommt es zur Bitte Geld zu überweisen. Häufig im Zusammenhang mit einem plötzlichen Unglücksfall oder einem geplanten Besuch. Teilweise werden auch Überweisungen im Zusammenhang von Überschreibungen oder Auszahlungen von angeblichen Vermögenswerten gefordert.

Tipps: Blockieren sie bei Verdacht den Kontakt zu der Person. Überweisen sie auf keinen Fall Geld, Gehen sie zur Polizei und holen sich Rat. Informieren sie sich im Internet. Es existieren zahlreiche Foren zu dem Thema. Einen kurzen Überblick bietet unter anderem: http://www.polizei-beratung.de/themen%20...e-scamming.html

Quelle: 2015 © Baden TV GmbH
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zuletzt bearbeitet 08.02.2015 | Top

RE: Presseberichte über Vorschussbetrug u.a.

#22 von Scambaiter , 22.10.2015 21:46

Zitat
Hamm

4500 Euro sind weg

Hammerin (49) wird Opfer von "Liebesbetrug" auf Facebook
20.10.15

Symbolbild. © AFP

Hamm - Versprochen wurde die große Liebe, genommen wurde das Geld:
Eine 49-jährige Hammerin wurde auf Facebook Opfer eines Betrügers.


Besonders perfide und für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden ist das so genannte Love- oder Romance-Scamming. Dabei sind Betrüger in Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft - und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

So erlebte es laut der Polizei auch eine 49-jährige Hammerin. Per Facebook wurde sie Anfang August von einem Unbekannten angeschrieben. Nach längerem Schriftverkehr entwickelte sich eine immer persönlichere Beziehung zwischen der Frau und dem Mann. Es gelang dem Betrüger, die 49-Jährige emotional so stark an sich zu binden, dass sie bereit war, ihre Bindungen in Hamm für ihn aufzugeben.

Genau in diesem emotionalen Moment gab der Betrüger vor, ein Paket mit Geld zusenden zu wollen. Er sei als Soldat in Kabul ausgezahlt worden und für die gemeinsame Zukunft wolle er den Sold nun an die 49-Jährige weitergeben. Weil das Paket aber angeblich vom Zoll zurückgehalten worden sei, sollte die Frau den Unbekannten letztlich finanziell unterstützen. Sie tat das, indem sie 4500 Euro an ein Konto in Toronto überwies.

Kaum war das Geld weg, wurde es noch kurioser: Es folgte eine Nachforderung: Für die Versteuerung des Pakets mit barem Inhalt würden nun 80.000 Euro fällig werden. Glücklicherweise schrieb der Betrüger auf Facebook aber eine Freundin der 49-Jährigen an. Sie wurde stutzig und klärte die Frau über diese Betrugsmasche auf.

Die Polizei rät: Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Bei außergewöhnlichen Angeboten, ob bei der Wohnungs- oder der Partnersuche, sollte man immer misstrauisch bleiben. - eB
Quelle: Hammerin (49) wird Opfer von "Liebesbetrug" auf Facebook

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RE: Presseberichte über Vorschussbetrug u.a.

#23 von Scambaiter , 09.02.2016 03:40

Zitat


Warum gibt es in letzter Zeit immer mehr Spam-Mails?

Keine Frage - Spam ist nervig. Und er nimmt zu.
Ein Interview mit Sebastian Koye von Web.de und GMX über die stark angestiegene Zahl unerwünschter Nachrichten.


Foto: Montage: zel
Eine wahre Flut von Spam-Mails trifft bei den Deutschen ein.

FREIBURG. Wie die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de am Montag berichteten, hat sich die Zahl der unerwünschten und meist kriminellen E-Mails 2015 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Warum das so ist, erklärt Sebastian Koye, Leiter der Internet-Sicherheit des Konzerns 1&1, dem Mutterkonzern von GMX und Web.de, im Gespräch mit Michael Saurer.

[Auszug]
BZ: Welche Arten von Spam sind denn derzeit im Trend?

Koye: Das verändert sich ständig, aber es gibt schon einige Maschen, die immer wieder auftauchen. Dazu gehört etwa der sogenannte Vorschussbetrug, bei dem einem die Aussicht auf einen größeren Geldbetrag suggeriert wird, man dazu aber erst einmal einen Geldbetrag vorab überweisen müsse. Auch andere Betrügereien wie etwa unseriöse Online-Casinos oder angebliche Potenzmittel sind uns seit Jahren bekannt und machen einen hohen Prozentsatz des Spam-Aufkommens aus.

BZ: Wie groß ist die Gefahr, dass ich mir einen Virus einfange?

Koye: Sehr groß. Man darf deshalb niemals auf einen Link klicken, wenn man den Absender nicht kennt oder er einem irgendwie dubios vorkommt. Im schlimmsten Fall bekommt ein Hacker dann Zugriff auf den Rechner und kann von dort dann Daten stehlen, ihn fernsteuern oder zum Versand von weiteren Spam-Mails nutzen.
[Auszug]

Der ganze Artikel, zum nachlesen: Warum gibt es in letzter Zeit immer mehr Spam-Mails?
© Badische Zeitung 2016


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RE: Presseberichte über Vorschussbetrug u.a.

#24 von Motzgurke , 16.02.2016 16:09

Sogar die BILD hat unser Sujet entdeckt: http://www.bild.de/news/ausland/spam-mai...65908.bild.html

(Das Thema kommt mir irgendwoher bekannt vor... )


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Polizei Pirmasens: Nigeria Connection – Neue Abzock-Masche, 13. Januar 2017

#25 von if6was9 , 26.01.2017 20:15

Quelle: http://www.focus.de/regional/rheinland-p...id_6490993.html

Zitat
Polizei Pirmasens: Nigeria Connection – Neue Abzock-Masche
Freitag, 13.01.2017, 11:15

In der letzten Zeit häufen sich wieder Fälle von Internetbetrug die bei der Polizei, auch in Pirmasens, angezeigt werden.

Im konkreten Fall überwies ein Pirmasenser Ende Dezember einen vierstelligen Betrag nach Nigeria. Zuvor kam es bereits im Oktober über das soziale Netzwerk „Facebook“ zur Kontaktanfrage bei dem Pirmasenser. Im Verlaufe mehrerer Chats gab sich sein virtuelles Gegenüber als Amerikanerin mit einem 5-jährigen Sohn aus, die in Nigeria in Not geraten sei. Ihr Mann wäre im Krieg gefallen und man bräuchte finanzielle Hilfe, so die Geschichte. Nach weiteren Chat-Kontakten überredete die Frau den Pirmasenser einen mittleren vierstelligen Betrag nach Nigeria auf ein Konto zu überweisen. Damit war aber nicht Schluss, denn weitere Forderungen nach Überweisungen folgten. Als die Sache der Polizei bekannt wurde, war eine Stornierung der Überweisung nicht mehr möglich. Der Mann aus Pirmasens steht nicht alleine mit seiner Geschichte da. Mit mitleidserregenden Storys bitten die Betrüger zur Kasse. Schon seit vielen Jahren zocken die afrikanischen Kriminellen leichtgläubige Menschen ab, nun mit einer neuen Variante.




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Göttingen Prozesse: Internet-Schwindler der Nigeria Connection vor Gericht, 27.05.2015

#26 von if6was9 , 26.01.2017 20:20

Quelle: http://www.focus.de/regional/goettingen/...id_4710825.html

Zitat
Prozesse: Internet-Schwindler der Nigeria Connection vor Gericht
Mittwoch, 27.05.2015, 18:44

Wegen Betruges stehen ab heute drei mutmaßliche Mitglieder der sogenannten Nigeria Connection in Göttingen vor Gericht.

Die Männer aus Nigeria und Sierra Leone sollen dem bandenmäßig organisierten Netzwerk geholfen haben, Kontakte zu deutschen Internet-Nutzern anzubahnen, um angeblich Geld für humanitäre Zwecke zu sammeln. Laut Anklage haben sie sich als hochrangige Persönlichkeiten wie Diplomaten oder Generäle ausgegeben und zahlreiche Opfer zur Zahlung erheblicher Geldbeträge veranlasst. Alleine eine Frau aus Göttingen sollen sie um 230 000 Euro betrogen haben.



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RE: Göttingen Prozesse: Internet-Schwindler der Nigeria Connection vor Gericht, 27.05.2015

#27 von Motzgurke , 26.01.2017 21:45

Zitat
Schon seit vielen Jahren zocken die afrikanischen Kriminellen leichtgläubige Menschen ab, nun mit einer neuen Variante.



"Neu"? Naja...


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az-online: Romance-Scam-Opfer zahlt mehrere tausend Euro nach Ghana

#28 von if6was9 , 07.07.2018 10:21

Sandra Hackenberg berichtet auf az-online am 21.02.18 über einen Romance-Scam an einer Frau aus dem Landkreis Uelzen: Sie überwies mehrere tausend Euro nach Ghana:

https://www.az-online.de/uelzen/stadt-ue...be-9632215.html

Zitat
Täter erschleichen sich Vertrauen über das Internet und fordern Geld – auch im Landkreis Uelzen
Der Betrug mit der Liebe

21.02.18

Uelzen/Landkreis. Harmlos fängt es an. Eine Frau im Norden Lüneburgs wird Anfang des Jahres von einem unbekannten Mann über das Internet kontaktiert. Schnell freunden sie sich an, der Mann beginnt, um die Frau zu werben, sie verliebt sich.

Innerhalb weniger Wochen hat sich der Mann ihr Vertrauen erschlichen. Die Frau überweist ihm mehrere tausend Euro nach Ghana. Sie glaubt, dass sich ihr Liebster in einer Notlage befindet. Zu spät merkt sie, dass sie Opfer eines Betrugs geworden ist.

Die Frau erstattet Anzeige, doch ob sie ihr Geld jemals wiedersieht, ist fraglich. Denn es handelt sich um die sogenannte Love- oder Romance-Scamming-Masche, bei der die Täter besonders perfide vorgehen. Eine SMS oder E-Mail am Morgen, ein Telefonat am Mittag, ein Videochat am Abend – innerhalb kurzer Zeit schaffen es die Täter, sich im Leben ihrer Opfer unverzichtbar zu machen und sich ihr Vertrauen zu erschleichen. Doch abgesehen haben sie es nicht auf Liebe, sondern auf Geld.

„Einzelne Vorfälle gibt es auch im Landkreis Uelzen immer wieder“, bestätigt Kai Richter, Pressesprecher der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Zwei solche Fälle seien im vergangenen Jahr angezeigt worden – bei einem überredete der Täter das Opfer, ihm mehr als ein dutzendmal Geld zu überweisen.

Obwohl sie sich oft als weißer Mann oder Frau ausgeben, sitzen die Täter meist in Westafrika und sind geübt darin, ihren Opfern eine frei erfundene Identität vorzugaukeln, und eine perfekt inszenierte, ungewöhnliche Lebensgeschichte zu präsentieren. „Die Täter suchen sich ihre Opfer über Partnerbörsen, Netzwerke wie Myspace und Facebook oder über E-Mailadresslisten aus“, berichtet Richter. „In 99 Prozent der Fälle haben sie keinen Erfolg, doch sie merken sehr schnell, wenn jemand empfänglich für ihre Masche ist.“

Treffen kann es sowohl Männer als auch Frauen, doch besonders häufig würden Frauen im reifen Alter kontaktiert, die vielleicht einen zweiten Frühling erleben wollen. Was für Außenstehende absurd klingt, dafür hat Richter Verständnis: „Die Täter fallen nicht mit der Tür ins Haus und betreiben enormen Aufwand. Wenn das Herz höherschlägt, ist es schwer, die rosarote Brille abzusetzen.“

Egal, welche kuriose Geschichte die Täter ihren Opfern auftischen – am Ende läuft es immer ähnlich: „Sie berichten von einem Schicksalsschlag und dass sie plötzlich Geld brauchen.“ Das soll ihnen dann meist per Bargeldtransfer überwiesen werden. Auch habe es Fälle gegeben, bei denen die Opfer afrikanische Schecks auf das eigene Bankkonto einzahlen und dann per Geldtransfer nach Afrika überweisen sollen. Manchmal fordern die Täter auch eine Ausweiskopie ihrer Opfer unter dem Vorwand, ein gemeinsames Bankkonto eröffnen zu wollen. Die Tricks seien vielseitig, gibt Richter zu bedenken.

Darum rät die Polizei, bei Internetbekanntschaften wachsam zu sein, wenn Fotos des oder der vermeintlich Liebsten zu perfekt wirken. Hellhörig sollte man werden, wenn ein plötzlicher Schicksalsschlag eintritt und immer, wenn Geld gefordert wird. „Dann ist es höchste Zeit, sich Freunden oder der Familie anzuvertrauen – oder zur Polizei zu gehen“, rät Richter.

Von Sandra Hackenberg


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RE: az-online: 40jähriger in Lüneburg wegen Romance-Scam vorläufig festgenommen

#29 von if6was9 , 07.07.2018 10:26

az-online berichtet am 06.07.2018 über die vorläufige Festnahme eines 40-jährigen, der in Lüneburg ettliche tausend Euro aus einem Romance-Scam an einer 69-jährigen in Empfang nehmen wollte:


https://www.az-online.de/uelzen/bienenbu...#idAnchComments

Zitat
Erst Liebe vortäuschen, dann abkassieren: 40-Jähriger in Lüneburg verhaftet
"Love Scam"-Opfer (69) sollte über eine Million Euro bezahlen

06.07.18

pm/mih Lüneburg. Mehr als eine Million Euro wollte ein 40-Jähriger von einer Dame (69) aus dem Landkreis Lüneburg haben. Dafür täuschte er ihr nach Angaben der Polizei zunächst Liebe im Internet vor.

Am späten Dienstagvormittag, 3. Juli, hat die Polizei in Lüneburg einen 40-Jährigen vorläufig festgenommen, der im dringenden Verdacht steht, an einem sogenannten Love bzw. Romance Scamming (Betrug mit vorgetäuschter Liebe) zum Nachteil einer 69-Jährigen beteiligt zu sein.

Die 69-Jährige hatte im Februar über eine Partnerbörse im Internet einen Mann kennengelernt, der ihr nach einiger Zeit über seine finanziellen Schwierigkeiten im Ausland berichtete. Als er um finanzielle Hilfe in Höhe von mehr als einer Million Euro bat, suchte die 69-Jährige Hilfe auf einer Webseite. In Folge konnte in einer Gaststätte in der Lüneburger Innenstadt der 40-Jährige vorläufig festgenommen werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Tatverdächtige aus dem europäischen Ausland angereist, um etliche tausend Euro entgegenzunehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg wurde der Tatverdächtige am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt, der Hauptverhandlungshaft anordnete.


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zuletzt bearbeitet 07.07.2018 | Top

RE: az-online: 40jähriger in Lüneburg wegen Romance-Scam vorläufig festgenommen

#30 von Motzgurke , 10.07.2018 09:28

Zitat von if6was9 im Beitrag #29
Als er um finanzielle Hilfe in Höhe von mehr als einer Million Euro bat, suchte die 69-Jährige Hilfe auf einer Webseite.


Das war aber nicht zufällig bei uns oder unserem Schwesterforum?


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zuletzt bearbeitet 10.07.2018 | Top

   

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