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Allgemein

Wie überall im Leben, gibt es bestimmte Regeln, die man beachten sollte.
So auch bei uns im Forum. Und generell im Umgang mit Betrügern jeder Art.
Nachfolgend haben wir das Wichtigste zusammengefasst:

Also der dringende Rat Rat an alle Mitglieder, diese Regeln und Hinweise einzuhalten.
Um die eigene Sicherheit zu erhöhen. Ebenso um die Forenregeln - Neudeutsch Netiquette - einzuhalten.
Es ist im Interesse des ganzen Forums, die Lesbarkeit der Beiträge und Threads zu erhöhen.

1. Was es zu beachten gilt

Wenn Du dich entschlossen hast selbst als Baiter aktiv zu werden, dann bitten wir Dich nicht einfach drauflos zu baiten.
Sondern lass Dir eine Geschichte einfallen, quasi ein Drehbuch nach welchem Du die Geschehnisse selbst in die Hand nimmst.
Überlasse nicht dem Scammer die Regie, sondern versuche von Anfang an den Ablauf der Geschehnisse selbst zu bestimmen.
Tritt selbstbewusst auf, lass Dich nicht auf das Spiel des Mugus ein.
Dies gelingt umso besser, je ausgefeilter das imaginäre Drehbuch erdacht ist.
Gleichzeitig verunsichert dieses Verhalten den Scammer.
dadurch muss er von seinem eigenen Script abweichen. Was wiederum dazu führt, dass er schwerwiegende Fehler begeht.

2. Vor der Veröffentlichung

Letztendlich, wenn Du Deine Geschichte veröffentlichst, straffe die Geschehnisse zu einer kurzweiligen, prägnanten Abhandlung.
Und lasse langatmige und wenig aussagekräftige Details einfach weg.
Wenn du etwas veröffentlichst, dann frage dich vorher, ob Du diesen Post interessant finden und lesen würdest,
wenn ihn ein anderer veröffentlicht hätte. Lies bitte den Thread "Bevor ihr postet" durch.
Am besten wenden sich neue Mitglieder zunächst an einen unserer Mentoren, sie unterstützen gern bei allen auftretenden Fragen.

3. Bait Safe

Gebt niemals und unter keinen Umständen Informationen heraus, die Rückschlüsse auf eure echte Identität zulassen.
Wer Scambaiting betreibt pflegt Kontakt mit Kriminellen, entsprechend sollte man sich verhalten.
Ein Mindestmaß an technischem Verständnis gehört dazu, zur eigenen Sicherheit.

Generell sollte der Scammer mehr Arbeit als ihr haben und darf gerne auch eigene Ressourcen (Geld für Anrufe, Reisen, Ausdrucke, etc.) verbrauchen.

4. Romance Scam

Mit einem Scammer zu chatten, ist nicht besonders effektiv - es werden zu viele zeitraubende Smalltalk-Floskeln ausgetauscht.
Der Mugu hat immer wieder die Möglichkeit, den Wünschen, die ihr an ihn habt (Fotos machen, Formulare ausfüllen, Dokumente beibringen)
auszuweichen und vom Thema abzulenken. Wenn man die Chat-Protokolle hier anschaut, stellt man fest,
dass das den Betrügern (sie sind zum Teil ja echte Charmeure) auch ganz gut gelingt: Sie kommen ständig zurück zu ihren Geldsorgen.
Und damit bestimmen sie den Verlauf des Chats - nicht ihr.

Außerdem besteht die Gefahr, dass diese "Beziehung" zu persönlich wird,
auch wenn allen Beteiligten der Rollenspiel-Charakter des Chats bewusst ist.
Denkt daran: Eure Lebenszeit ist viel zu kostbar, um sie in stundenlangen Chats mit Mugus zu verplempern.
Eine Stunde Chat ist eine Stunde für den Mugu - und eine Stunde für Euch.
Das steht in keinem Verhältnis. Eine E-Mail hat man in wenigen Minuten geschrieben.
Und der Mugu ist vielleicht trotzdem eine Stunde damit beschäftigt.


5. Wie beschäftigt man einen Scammer

Verschwendet nicht eure Zeit, sondern die des Mugus und lasst ihn die Arbeit machen.
Das Ziel muss es immer sein, den Scammer von seinem Script herunter zu bekommen.
Spielt nicht das Spiel des Scammers, lasst ihn euer Spiel spielen.

Beschäftigt ihn stattdessen mit anderen Dingen. Lasst ihn Bilder schicken, nicht nur von sich, sondern auch vom Hotel,
vom Arbeitsplatz, seiner Wohnung, von der Stadt, etc.
Selbst wenn er sie aus dem Internet klaut, so ist er doch damit beschäftigt, diese Bilder zu suchen.
Fordert Dokumente an, denn ihr wollt erst überzeugt werden:
Pass, Kontoauszug, Mitarbeiterausweis - wenn der Mugu sie nicht hat, muss er sie erst erstellen, auch das kostet ihn Zeit.
Lasst ihn Formulare ausfüllen, es gibt komplizierte Gesetze in Deutschland und Europa, die alle beachtet werden wollen.

Stellt euch dumm, fragt alles dreimal nach, nichts verstehen und nochmal nachfragen, gebt euch unsicher in Geldgeschäften,
fragt nochmal nach, schließlich wollt ihr doch alles richtig machen. Schlechte Englischkenntnisse können dabei sehr hilfreich sein.

Tut genau das Gegenteil von dem, was der Scammer sagt, das ihr tun sollt.
Wenn man z.B. den "Rechtsanwalt" oder "Bankmanager" nicht darüber informieren soll,
dass man vom "Mädel aus dem Flüchtlingslager" geschickt wurde, dann macht genau das:
Anwalt oder Manager bekommt die komplette Story aufgetischt,
leitet ihm einfach die Mail mit einem Kommentar weiter (wozu sich Arbeit machen?).

6. Geldtransfer

Meist kann man den (angeblichen) Geldtransfer nicht ewig hinauszögern, da der Mugu ansonsten abspringt,
aber auch hier kann man etliche Hürden für den Scammer aufbauen.
Versucht immer ein Bankkonto zu erhalten, Western Union und Moneygram kennt ihr nicht, habt ihr nie gehört.

Denkt euch Gründe aus, warum ihr WU und MG nicht benutzen könnt, Möglichkeiten gibt es zahlreiche:
ihr seid auf einem Schiff, ihr lebt auf einer Insel, aus religiösen Gründen dürft ihr kein Bargeld anfassen,
ihr habt Lokalverbot bei WU, weil ihr so oft schon auf Scammer reingefallen seid, etc.
Fragt den Mugu ob es einen Grund gibt, warum er euch kein Bankkonto nennen will,
gerade wenn er als Anwalt oder Bankmanager auftritt (schon mal einen Banker ohne Bankkonto gesehen?).

Lasst ihn Formulare ausfüllen, es gibt Gesetze gegen Geldwäsche und Korruption in Deutschland.
Wenn es dann doch ein Bargeldtransfer wird: schickt dem Mugu eine MTCN die eine Stelle zu viel oder zu wenig hat.
Schickt ihm eine MTCN, die schon einmal benutzt wurde und behauptet, er hätte das Geld schon abgeholt und wolle euch nun betrügen.

Sendet ihm einen Beleg, auf dem die MTCN nicht lesbar ist oder gleich eine schwarze Seite (ist wohl beim scannen schief gegangen).
Sagt ihm, dass ihr ihm den Beleg mit der Post geschickt und keine Kopie davon habt.
WU und MG können ebenfalls Einfluss nehmen, den Geldtransfer stoppen und die MTCN löschen,
sei es wegen einer Datenpanne, oder weil der Empfänger auf der Fahndungsliste steht. Hier muss dann aufwändig nachgeforscht werden.


Teil II.

2.1. Der Scammer will telefonieren

Wenn ihr wirklich mit ihm telefonieren wollt, lest die Mugufon-FAQ.

Ihr wollt nicht telefonieren? Auch recht, Ausreden und Möglichkeiten gibt es viele:
    Ihr könnt zwar Englisch schreiben, aber nicht gut sprechen.
    Ihr seid taub.
    Gebt ihm die Nummer von "Frank geht ran" oder die einer der Damen des Gewerbes aus den Kleinanzeigen in der Zeitung (eure Sekretärin).
    Besorgt euch eine kostenlose Rufnummer z.B. bei Arcor.

Prinzipiell sollte der Scammer euch anrufen, nicht umgekehrt. Schließlich soll es ihn Geld kosten, nicht euch.

2.2. Versand von Dokumenten an den Mugu

Verwendet möglichst exotische Bildformate, die ein Browser nicht darstellen kann.
Zum Öffnen ist dann ein anderes Programm erforderlich.
Auch unkomprimierte TIFF-Dateien mit 32 oder 64 Bit Farbtiefe sorgen immer wieder für Freude.
Diese Dateien können durchaus 40 bis 50 Megabytes an Speicherplatz beanspruchen.
Werden sie in ein Archiv (z.B. ZIP, SQX oder RAR) gepackt, gehen sie trotzdem flott durch die Telefonleitung.
Aber mit dem Auspacken und Anzeigen ist der Mugu-Rechner erstmal beschäftigt.

2.3. Mugu-Fehler

Macht der Scammer Fehler, sage ihm das nicht.
Egal wie schlecht der gefakte Ausweis oder Kontoauszug auch ist.
Je schlechter er seinen Job macht, umso höher ist die Chance dass ein echtes Opfer merkt, dass etwas faul ist.
Besonders schlechte Fakes gehören gelobt, damit der Betrüger mit diesen schlechten Ressourcen weiter "brotlose" Kunst betreibt.

Der Bildungsstand der afrikanischen Mugus ist i.d.R. gering.
Und das Wissen über die westliche Welt ist kaum ausgeprägt.
Man kann den Mugus alles erzählen (auch den größten Unsinn).

Sie werden es nicht - oder selten - merken, gleichzeitig aber auch Fehler machen.
Behauptet der Mugu z.B. in London zu leben, frage ihn, ob er schon im Louvre oder Guggenheim Museum war.
I.d.R. wird er dies eifrig bestätigen und evtl. dieses neue erworbene "Wissen" beim nächsten Opfer anbringen (und damit auffliegen).

2.4. Kann man auf Deutsch baiten?

Aber ja, es ist sogar mehr Arbeit für den Mugu, denn er muss alles durch einen Übersetzer/Translator laufen lassen.
Außerdem sorgen die Tücken dieser Übersetzung dafür, dass so manches falsch verstanden werden kann und so zu zusätzlicher Verwirrung führt.
Schreibt dem Mugu einfach auf seine erste Mail, dass ihr ihn nicht versteht, und dass er doch auf Deutsch schreiben soll.
Von manchen Mugus erhält man keine Antwort, aber er gibt ja ausreichend Deppen.

Quelle - Text: Cuchulainn © & Moderatoren Team Scambaiter - Deutschland 13.05.2009 All rights reserved
[Version vom: 31.10.2012 Scambaiter http://scambaiter.info/forum]


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