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Gefälschte Hilferufe vorgeblich gestrandeter Freunde Engl. Stranded Friend Scam

Bereits seit einigen Jahren wird eine perfide Betrugsmasche praktiziert, über deren Erfolgsquote jedoch wenig bekannt ist. Die Täter verschaffen sich zunächst Zugang zu einem Mail-Konto einer Person, um dann in deren Namen Hilferufe an die Adressen in ihrer Kontaktliste zu schicken. Darin heißt es (geschrieben in Ich-Form), die Person sei bei einer Auslandsreise beraubt worden. Es wird um Geld gebeten, damit die vorgeblich im Ausland gestrandete Person ihre Hotelrechnung und das Ticket nach Hause bezahlen kann. Das Geld soll per Bargeldtransfer (Western Union®, Moneygram®,...) geschickt werden. Die derzeit beliebtesten (vorgeblichen) Reiseziele scheinen derzeit Schottland (Edinburgh, Aberdeen) und Spanien (Madrid) zu sein.

Diese Betrugsmasche basiert darauf, dass die Täter die Kontrolle über das (oder ein) Mail-Konto der vorgeblich gestrandeten Person haben. Sie können echt erscheinende Mails senden und auch auf eingehende Antworten reagieren. Erhält der rechtmäßige Inhaber mit Hilfe des Mail-Anbieters die Kontrolle über sein Mail-Konto zurück, findet er oft Posteingang und Adressbuch gelöscht vor. Die gleiche Masche wird analog auch mit Hilfe "gehackter" Benutzerkonten in sozialen Netzwerken (wie Facebook) benutzt. Meist ist es allzu leichtfertiger Umgang mit den Passwörtern, der den Tätern den Zugriff auf die Online-Konten erst ermöglicht.

Wer einen solchen Hilferuf eines vermeintlich gestrandeten Freunds oder Bekannten erhält, sollte mit der Person über einen anderen (!) Weg als in der Mail angegeben Kontakt aufnehmen, um den Sachverhalt zu überprüfen und die Person über den Missbrauch ihres Mail-Kontos zu informieren. Senden Sie niemals Geld, bevor Sie ganz sicher sind, dass der Hilferuf echt ist. Hinweise darauf, dass der Hilferuf nicht echt ist, können etwa die verwendete Sprache sowie für die Person untypische Formulierungen oder Schreibfehler sein.




Quelle: TU Berlin Scam


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