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Bundeskriminalamt BKA

Zitat
Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche im Zusammenhang mit angeblichen Lotteriegewinnen in der Türkei.
Insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger in Deutschland erhalten derzeit betrügerische Anrufe,
in denen ihnen zu angeblichen Lotteriegewinnen gratuliert wird.

Die Anrufer teilen ihren Opfern mit, dass sie hohe Bargeldbeträge oder Autos bei einer Lotterie gewonnen hätten.
Dann werden die vermeintlichen Gewinner aufgefordert, Beträge von teilweise mehreren tausend Euro in die Türkei zu überweisen. Dies sei die Bedingung,
um ihren Gewinn zu erhalten.

Die Geldforderungen werden den Opfern damit erklärt, dass in der Türkei Kosten für Autotransport, Vollkasko, Versicherung oder Zoll angefallen seien.

Hinter den vermeintlich deutschen Telefonanschlüssen, von denen die professionell auftretenden Täter
mit ihren Opfern in Kontakt treten, verbergen sich eigens eingerichtete Call-Center in der Türkei.

Am Telefon treffen die arglosen Opfer auf Täter, die sich als Rechtsanwälte und Notare mit Kanzleien in Deutschland vorstellen und ihnen vorgaukeln,
ihnen zu ihrem Gewinn verhelfen zu wollen. Zuletzt gaben sich die Betrüger auch als Polizeibeamte
oder als Angehörige der deutschen Auslandsvertretungen in Ankara und Istanbul aus.

Den Tätern kommt es lediglich darauf an, die geforderten Gebühren zu ergaunern. Der angebliche Gewinn wird nicht ausgehändigt!


Weitere Hinweise: Bundeskriminalamt BKA

© Bundeskriminalamt - 2012

Zitat von Nigerianische Angebote
Nigerianische Betrüger nutzen Internet

Die seit ca. 15 Jahren bekannten Angebotsschreiben werden heutzutage überwiegend per E-Mail versandt. Tausendfach erhalten deutsche Firmen, Behörden und Privatpersonen Schreiben mit der Aufforderung, bei dem Transfer von Millionenbeträgen ins Ausland behilflich zu sein. Als Belohnung für die Mithilfe werden bis zu 30% der Summe (in der Regel zwischen 20 und 45 Millionen US-Dollar) in Aussicht gestellt.

Neben Nigeria sind in den letzten Jahren weitere afrikanische Staaten wie Togo, Ghana, Sierra Leone, Elfenbeinküste und Südafrika als Absendeländer bekannt geworden. Neuerdings kommen die Mails auch aus Kanada, Singapur, Thailand, Mauritius, den Philippinen, Korea oder dem benachbarten Ausland. Die angebliche Herkunft der Gelder reicht von unterschlagenem Firmenvermögen über unverhofft aufgetauchte Familienschätze, Kriegsbeute, Lotterie- oder Gewinnspiele bis hin zu angeblichen Erbschaften nach plötzlichen Todesfällen. Tatsächliche politische und gesellschaftliche Veränderungen sowie Naturkatastrophen und Flugzeugabstürze werden geschickt in die Legenden eingeflochten. Hat sich eine "Geschichte" zu weit herumgesprochen, wird eine neue erfunden.

Bekundet jemand sein Interesse an dem angebotenen "Geschäft", erhält er per Telefax zahlreiche offiziell aussehende Schreiben z.B. der Central Bank of Nigeria CBN, der Nigerian National Petroleum Corporation NNPC, oder sonstigen, meist fiktiven Behörden, in denen er als Empfänger der Millionensumme eingetragen ist. Die angebliche Freigabe der Gelder wird anschließend durch unterschiedliche Phantasiebehörden wie The Presidency - Debt Reconciliation Committee, The Foreign Payment Office, Debt Management Department, Office of the Accountant General, Federal Inland Revenue Service, Central Bank of Nigeria - Department of Foreign Operation, Fund Release Authority, International Fund Remittance u.ä. bestätigt.

Vor der Auszahlung werden jedoch in allen Fällen Provisions-, Verwaltungs- oder Versicherungsgebühren fällig, die von dem deutschen "Geschäftspartner" gefordert werden. Hat dieser dann Zahlungen geleistet, verzögert sich die Auszahlung des Millionenbetrages immer wieder wegen unterschiedlichster "Schwierigkeiten", die nur durch Zahlung weiterer Beträge beseitigt werden können. Nicht selten werden zur Übergabe des Geldes persönliche Treffen im europäischen Ausland (bevorzugt London, Amsterdam und Madrid) arrangiert. Seriös gekleidete Herren präsentieren dann einen Koffer mit schwarz eingefärbten "Dollarnoten", die nur mit einer teuren Chemikalie wieder entfärbt werden können. Keine Frage, dass man angesichts des greifbar nahen Millionenbetrages leicht bereit ist, auch diese Kosten zu übernehmen.

In keinem bisher bekannten Fall kam es tatsächlich zu einer Übergabe oder Überweisung der Millionen. Alle vorab gezahlten Beträge sind verloren.

Für den Umgang mit derartigen Angeboten gilt deshalb:

Nie antworten! Wegwerfen!

Sollten Sie bereits auf Grund eines solchen "Geschäftes" Zahlungen geleistet haben und sich betrügerisch geschädigt fühlen,
erstatten Sie Strafanzeige bei dem Betrugskommissariat Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.


Quelle: BKA: Kriminalprävention/Warnhinweise


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