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Linux Ecke

#1 von Roadrunner , 25.09.2015 17:03

Hier entsteht ein Thread um und über Linux.
Erst mal lose und ungeordnet mit gesammelten Beiträgen.
Wenn genug zusammengetragen worden ist kann man das Ganze dann in geordnete Bahnen lenken.
Da dieses OS im Netz schon sehr gut dokumentiert ist wird das Rad hier nicht neu erfunden. Aber der eine oder andere Beitrag zu diesem Thema sollte dann schon hier einfliessen und auch wenn möglich durch eigene Beiträge und Erfahrungen ergänzt werden.
Hier im Forum tummeln sich ja schon ein paar Figuren die mehr oder weniger Fortgeschritten und erfahren mit diesem freien OS sind.
Also Leutz, haut in die Tasten

Es Lebe TUX, der Pinguin


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RE: Linux Ecke

#2 von Roadrunner , 25.09.2015 17:09

Zuerst einmal, viel Erfolg!
Ich hatte Linux während meiner Umschulung kennengelernt. Damals war es die Deutsche Distribution SuSE. Etwa mit SuSE 7.0 hatte ich meinen Einstig.
Habe später noch die eine oder andere Version ausprobiert wie Mandrake, Red Hat, etc.
Bin aber lange bei der SuSE geblieben. Etwa zu dem Zeitpunkt als Novel SuSE kaufte bin ich auf Debian umgestiegen.
Debian galt immer als die etwas anspruchsvollere, dabei umfangreichste Distribution und zugegeben war es früher sehr viel schwieriger Debian auf die Platte zu bekommen. Aber im Laufe der Jahre hat sich auch hier die Installationsroutine gewaltig gebessert.
Auf Debian bauen grundsätzlich alle Live-Versionen auf, deren Erfinder Klaus Knopper mit seiner Knoppix war. In der Anfangszeit zusammen mit Jörg Schirottke, trennten sich die Beiden später und Jörg entwickelte seine Kanotix, basierend auf der Knoppixtechnologie.
Beides sind prinzipiell Debianbasierte Systeme die sich aber in der Version unterscheiden. Kanotix ist besonders auf moderne Hardware angepasst.
Den richtigen Durchbruch bekam Debian mit UBUNTU welche durch den südafrikanischen Milliardär Mark Shuttleworth gesponsert wird.
Während das puristische Debian relativ restriktiv mit Propietärer Software umgeht (z.B. Nvidia Treiber, Firefox) ist dies bei Ubuntu etwas "lockerer" gehandhabt. Anfänglich hatte ich bei Debian das Konfigurationstool YAST von SuSE vermisst. Aber es geht auch anders.
Auch wenn Debian und Ubuntu nicht kompatibel untereinander sind, was ich schade finde, hat sich um Ubuntu eine große Fangemeinde gebildet und mittlerweile ist es auch im Internet gut Dokumentiert. Das ist ganz praktisch. Immer wieder sehe ich bei Problemen im Ubuntu Wiki nach und bekomme dort meist auch die benötigte Hilfe. Das lässt sich dann problemlos auf mein Debian übertragen.

Für alte XP-User wurde jetzt relativ neu die Linux-Mint entwickelt. Sie richtet sich im Besonderen an XP Umsteiger und basiert auch auf Debian und im anderen Strang auf Ubuntu.
Ich hoffe du hast deine persönlichen Daten von XP gesichert, so das du keinen Datenverlust hast an mp3, Fotos, Filme, Adressen, Passwörter und so weiter. Prinzipiell kannst du beide Systeme nebeneinander laufen lassen.

Ein Tip am Rande, bei einer jungfräulichen Platte erst Windows installieren und dann Linux. Ist unkomplizierter. Linux bietet den Bootloader, meistens den GRUB an, wogegen Windows diesen überschreibt. Wenn man dan neu ist bekommt man als Frischling Probleme an Linux ranzukommen. Es ist aber nicht gelöscht worden, nur der Bootloader wurde überschrieben. Natürlich gibt es einen Weg den GRUB wieder zu installieren so das man wieder beide OS laufen lassen kann.
Ach ja, wenn du Linux einfach löschst dann kommst du nicht mehr an Windows ran, weil der Grub in seiner Routine beschnitten wurde. Da hilft dann wiederum nur den MBR neu zu setzen.
So, ich hoffe dich jetzt nicht völlig abgeschreckt zu haben. Es sind nur kleinere "Hindernisse" über die ich früher auch gestolpert bin und auch heute noch ist dieses Wissen wertvoll, wenn man den Grundsatz "Never Touch a Running System" nicht beherzigt.
Ich hatte auch öfter mal Probleme mit der GUI gehabt. Da habe ich mir dann auch eine Knoppix oder Kanotix eingelegt und dort in den Tiefen des Systems nach Lösungen gesucht. Zum Beispiel habe ich mir das Konfigurationsfile vom X-Server rauskopiert und dann einfach in meine Installation einkopiert, ein bisschen was editiert und danach lief alles wie gewünscht.

So, dann mal viel Erfolg mit der Installation und denke an dein Backup!!!!


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zuletzt bearbeitet 25.09.2015 | Top

RE: Linux Ecke

#3 von Roadrunner , 25.09.2015 20:56

Zitat
RHEL, openSUSE, SLES, Ubuntu & Co.
Empfehlenswerte Linux-Distributionen für Server

25.09.2015 | 11:25 Uhr | Jürgen Donauer



Linux als Serverbetriebssystem hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Es existieren diverse ausgewiesene Serverdistributionen. Im folgenden Artikel haben wir empfehlenswerte Lösungen mit ihren jeweiligen Stärken zusammengefasst.

Linux als Serversystem ist schon lang kein Exot mehr. Die Frage ist nur, auf welche Distribution man setzen soll. So einfach lässt sich das leider nicht beantworten. Theoretisch können Sie aus jeder Linux-Installation einen Server machen. Es gibt allerdings dedizierte Systeme, mit denen das Aufsetzen eines Servers einfacher ist.

Die Auswahlkriterien für die richtige Distribution sind vielfältig. Das reicht von professioneller Unterstützung über eigenes Linux-Wissen bis hin zum Einsatzgebiet. Sie werden für einen einfachen Dateiserver für ein mittelständisches Unternehmen sicher kein Support-Paket im Wert von mehreren Tausend Euro kaufen wollen. Die Lage sieht natürlich bei hochverfügbaren Systemen aus, deren Ausfall jede Menge Geld kostet. Ebenso sollten Sie zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Linux-Distributionen abwägen.
Der Quasi-Standard: Red Hat Enterprise Linux

Der Linux-Distributor Red Hat ist im Serverbereich derzeit Marktführer. Die Firma hat zwar auch eine Desktop-Ausgabe, konzentriert sich allerdings hauptsächlich auf den Servermarkt. Die kostenpflichtige Distribution gibt es seit einigen Monaten als Version 6.3.

Die Red-Hat-Entwickler legen sehr viel Wert auf Stabilität und ausgiebiges Testen. Deswegen werden neueste Technologien sorgfältig und häufig etwas langsamer integriert als bei der Konkurrenz. Das ist aber kein Nachteil, weil das Betriebssystem als sehr zuverlässig und solide gilt. Wer sozusagen "On the Edge" experimentieren möchte, kann auf das von Red Hat gesponserte Fedora-Projekt zurückgreifen. Erst wenn sich Technologien dort bewährt haben, übernehmen die Entwickler diese in Red Hat Enterprise Linux .

Wenn eine große Version veröffentlicht wurde, gibt Red Hat in gewissen Abständen Punktversionen aus. Diese enthalten dann in der Regel Updates und unterstützen neuere Hardware. Aber auch gewisse Neuerungen fließen ein. Zum Beispiel unterstützt die neueste Ausgabe, RHEL 6.3 , 160 anstatt 64 virtuelle CPUs per Gast und das Speicherlimit wurde von 512 GByte auf zwei TByte angehoben.

Gleich am Anfang der Installation können Administratoren auswählen, ob sie das System nur mit einem Standardgrafiktreiber einspielen möchten. Somit ist maximale Kompatibilität in Sachen Grafikhardware garantiert. Ansonsten folgen Sie einfach dem Installations-Wizard. Red Hat bietet bereits eine Auswahl an möglichen Szenarien für den Einsatz des Servers. Sie können aber auch zum Beispiel das Basispaket wählen und dann das System mit der Auswahl von weiterer Software individuell anpassen. Wer eine grafische Oberfläche und entsprechende Administrations-Tools haben möchte, kann dies so bestimmen. Ansonsten installieren sich die Serverpakete ohne X-Server und bieten nach dem Neustart eine schlichte Konsole.

In Sachen Virtualisierung setzt RHEL auf KVM (Kernel-based Virtual Machine). Damit lassen sich unmodifizierte Windows- oder Linux-Abbilder betreiben. Jede virtuelle Maschine erhält private, virtualisierte Hardware.

Ein weiterer großer Vorteil von RHEL ist die Langzeitunterstützung. Während die Lebenszeit von Fedora-Ausgaben nur 13 Monate beträgt, garantiert Red Hat bis zu zehn Jahre. Red Hat Enterprise Linux Server gibt es ab 349 US-Dollar pro Jahr. Die Preise staffeln sich je nach Unterstützungsvertrag und auch nach den eingesetzten CPUs. Eine komplette Preisliste finden Sie im Online-Shop des Anbieters.

Ein besonderes Lob muss man für das vorbildliche Online-Handbuch aussprechen. Hier findet der Administrator eigentlich alles, was sein Herz begehrt. Übersichtlich und sehr umfangreich sind die Dokumente gehalten. Allerdings sollten Sie der englischen Sprache mächtig sein.

SUSE Linux Enterprise Server

25.09.2015 | 11:25 Uhr | Jürgen Donauer

Die kommerzielle Ausgabe von openSUSE geht in SLES auf. Das Betriebssystem wurde eine gewisse Zeit von Novell vertrieben. Letzteres wurde allerdings von Attachmate gekauft, die SUSE nun wieder als eigenständiges Unternehmen betreiben. Das Serverbetriebssystem ist allen Linux-Kennern ein Begriff. Wie bei SUSE gewohnt, führt YaST 2 durch die Installation. Das ist sehr angenehm. Es lassen sich während des Einspielens bereits unter anderem Netzwerk- und Firewall-Einstellungen konfigurieren.

Im Gegensatz zu Red Hat und Ubuntu ist bei der SLES-Installation eine grafische Oberfläche per Standard dabei. Dieser Umstand führt an einigen Stellen zu Kritik. Je mehr unnötige Pakete installiert sind, desto mehr potenzielle Sicherheitslücken sind im System enthalten. Auf der anderen Seite kann die Administration mit einer grafischen Oberfläche deutlich angenehmer sein.

YaST ist ganz klar eine herausragende Stärke von SUSE Linux Enterprise Server . Dieses grafische Konfigurations-Tool lässt sich einfach und verständlich bedienen und führt schnell zum Ziel. Hier ist SLES vielen anderen Linux-Distributionen voraus. Administratoren steht ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sie das komplette System im Griff haben. Für die bekanntesten Serverdienste bietet die Distribution grafische Verwaltungs-Tools an. Dazu gehören Samba, FTP, Webserver und vieles mehr.

Auch die Virtualisierung lässt sich mittels YaST verwalten. SUSE Linux Enterprise Server stellt Administratoren dabei XEN oder KVM zur Auswahl. Mit den entsprechenden Verwaltungs-Tools können Sie virtuelle Gäste einrichten und installieren. XEN setzt natürlich voraus, dass der richtige Kernel gestartet ist.

Wer einen flexiblen, einfach zu administrierenden Linux-Server sucht, fährt mit SUSE Linux Enterprise Server sicher nicht schlecht. Die Preise für SLES fangen bei 349 US-Dollar pro Jahr an. Die aktuelle Version ist SLES 11 . Unterstützung gibt es bis zu zehn Jahre.

Ubuntu Server mit Cloud-Unterstützung

25.09.2015 | 11:25 Uhr | Jürgen Donauer

Ubuntu ist in erster Linie für seine Desktop-Distribution bekannt und der Shooting-Star der vergangenen Jahre. Das von Canonical gesponserte Projekt stellt aber auch eine Servervariante zur Verfügung, die sich immmer größerer Beliebtheit erfreut. Administratoren müssen sich bei Ubuntu überlegen, wie lange der Server im Einsatz sein soll beziehungsweise welchen Wert man auf Sicherheits-Updates legt. Die April-Ausgabe von geraden Jahreszahlen enthalten Langzeitunterstützung von fünf Jahren. Alle anderen Versionen werden 18 Monate lang unterstützt. Aktuell ist Ubuntu 12.10 "Quantal Quetzal".

Die neueste Version bringt die Folsom-Version von Openstack mit sich. Unterstützte Openstack-Projekte in Quantal Quetzal sind Nova, Glance, Swift, Keystone, Horizon, Cinder und Quantum. Weiterhin ist Apache Tomcat 7 an Bord. KVM wurde auf Version 1.2.0 aktualisiert und Xen ist als 4.1.3 vorhanden.

Ubuntu 12.10 ist auch die erste Version, die UEFI Secure Boot unterstützt. Das gilt zwar nicht für alle Ubuntu-Geschmacksrichtungen, aber die Server-Variante kann mit UEFI Secure Boot umgehen.

Ubuntu Server setzt in Sachen Virtualisierung unter anderem auf KVM. Der Virtual Machine Builder soll Administratoren das Erstellen von virtuellen Instanzen vereinfachen.

Angenehm an Ubuntu Server ist, dass die Entwickler auf jeglichen Schnickschnack verzichten und somit den Ansprüchen eines reinen Servers gerecht werden. Auch die für Ubuntu unkomplizierte Firewall ufw ist vorhanden, und Administratoren können schnell Zugriffsregeln aktivieren oder einrichten. Teilweise ist der Assistent aber zu rudimentär. Eine Möglichkeit, die IP-Adresse während der Installation zu vergeben, sollte schon vorhanden sein.

Der Ubuntu Server gilt als solide und stabil. Nicht umsonst bieten Firmen wie Dell Server mit diesem Betriebssystem an. Die Firma hinter Ubuntu, Canonical, bietet für Ubuntu Server professionelle Unterstützung an. Diese beginnt bei 320 US-Dollar pro Jahr.

Mittlerweile gibt es auch ARM-Unterstützung für Ubuntu Server. ARM-SPUs werden auch in den Server-Räumen immer interessanter und als einer der ersten Server-Anbieter für ARM hat sich hier Canonical derzeit einen kleinen Vorteil verschafft. Sie finden weitere Informationen in den Veröffentlichungshinweisen .

Debian als Server

25.09.2015 | 11:25 Uhr | Jürgen Donauer

Debian ist eine der ältesten Linux-Distributionen und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, auch wenn Kritiker immer wieder bemängeln, dass die aktuelle Version bereits veraltet ist, wenn sie erscheint. Debian gilt als außerordentlich stabil und eignet sich daher gut als Serversystem.

Debian 6 "Squeeze" ist schon eine ganze Weile auf dem Markt. Am 30. Juni 2012 wurde Debian 7 "Wheezy" in den so genannten Code-Freeze gesetzt. Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis eine neue Debian-Version das Licht der Welt erblickt, aber durch den eingefrorenen Code kann man Version 7 bereits ernsthaft testen.

Das Debian-Repository ist riesig und bietet eigentlich alles, was man als Serverdienst benötigt. Allerdings gibt es keine einheitlichen Administrationswerkzeuge, und Administratoren sollten gute Linux-Kenntnisse mitbringen. Wie bei allen Linux-Distributionen können Systemverwalter natürlich zur unabhängigen und kostenlosen Systemverwaltungssoftware Webmin greifen, um sich das Leben zu erleichtern.

Wer es sich zutraut, kann auch mit dem instabilen Zweig Debians spielen. Der Name ist ein wenig irreführend, da sogar der instabile Zweig sehr stabil ist und sich wie bereits erwähnt im Code-Freeze befindet. Debian ist in drei Zweige aufgeteilt. Edge eignet sich sicher nicht für einen Server, da hier neue Pakete ausprobiert werden. Sind diese als stabil genug gekennzeichnet, wandern sie in den instabilen Zweig, der beizeiten wiederum in eine neue Ausgabe aufgeht.

Ein großer Vorteil von Debian ist, dass es die Linux-Distribution für eine Vielzahl an Architekturen gibt. Neben i386 und amd64 stehen auch Abbilder für PowerPC, Sparc, Mips, Itanium, S390 und ARM zur Verfügung.

Das komplette Set der derzeit stabilen Version enthält beeindruckende 52 CD- oder acht DVD-Abbilder. Debian 6 setzt auf Kernel 2.6.32 und beinhaltet natürlich alle populären Server-Pakete wie zum Beispiel Samba, Apache, Asterisk, MySQL und Tomcat.

Browser- statt Turnschuh-Administration: Collax Business Server

25.09.2015 | 11:25 Uhr | Jürgen Donauer

Der Collax Business Server ist ein Rundum-Sorglos-Paket, das sich für ungeübte und fortgeschrittene Administratoren sehr gut eignet. Die Installation erfolgt in wenigen Schritten und ist recht simpel gehalten. Paketauswahl gibt es keine, und somit entfällt die Qual der Wahl. Die entsprechenden Dienste werden alle installiert und dann später bei Bedarf aktiviert. Sehr angenehm ist allerdings, dass Sie während der Installation gleich eine IP-Adresse festlegen können.

Die Administration des gesamten Servers erfolgt über eine übersichtliche Webschnittstelle. Sie rufen dafür eine verschlüsselte https-Verbindung auf Port 8001 auf: https://:8001

Nach einem ersten Aufruf der Webschnittstelle legen Sie die Passwörter für root und das admin-Konto für die Webschnittstelle fest. Beim Aufrufen der Administrationsoberfläche werden Administratoren feststellen, dass der Collax Business Server kaum Wünsche offenlässt. Das Betriebssystem stellt unter anderem die Serverdienste DNS, DHCP, Webserver, Datenbankserver, SMB/CIFS, Mail und Jabber zur Verfügung. Ebenso sind eine Firewall und eine eingebaute Sicherungslösung vorhanden. Mit Nagios integriert, haben Administratoren zusätzlich einen guten Überblick, was sich auf dem Server abspielt.

Dank der vorhandenen Assistenten lassen sich die Serverdienste ohne spezielle Kenntnisse und das Editieren von Konfigurationsdateien einrichten. Bei der Administration des Datenbankservers mittels phpMyAdmin ist das Anmelden ein wenig verwirrend. Hier lauten Benutzername und Passwort admin und cx.

An dieser Stelle soll die mitgelieferte Online-Dokumentation noch erwähnt werden. Kommen Sie nicht weiter, hilft ein Klick auf das unscheinbare Fragezeichen in der oberen rechten Ecke. Als Tester muss man wirklich betonen, dass es Spaß macht, diese vorbildliche Dokumentation zu lesen; sie ist komplett in deutscher Sprache vorhanden.

Wer Collax ausprobieren möchte, kann dies nach einer Registrierung 30 Tage lang tun. Der Hersteller schickt Ihnen danach eine E-Mail mit dem Schlüssel inklusive einer Schnellstartanleitung. Mit Preisen hält sich Collax vornehm zurück. Interessierte können jedoch ein Angebot anfordern, zum Beispiel für den Collax Business Server . Sie können auch eine Testversion herunterladen und das Server-Betriebssystem zunächst evaluieren.

SME Server als Gateway und mehr

25.09.2015 | 11:25 Uhr | Jürgen Donauer

SME Server ist eine kostenlose Servervariante, die sich mittels Weboberfläche administrieren lässt. Das Projekt blickt bereits auf viele Jahre Entwicklungserfahrung zurück und ist durchaus eine günstige Alternative für kleine und mittelständische Unternehmen.

Die Installation ist schnell und einfach durchgeführt. Nach dem Neustart bietet das System sogar an, eine Sicherung einzuspielen. Sehr angenehm ist zudem, dass sich die IP-Adresse vor einem Einsatz festlegen lässt. Sollten Sie zwei Netzwerkgeräte zur Verfügung haben, können Sie aus der Distribution auch auf einfache Weise ein Gateway erzeugen.

Nach erfolgreicher Erstkonfiguration können Sie die Webschnittstelle unter http:///server-manager/ aufrufen. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich als Benutzer admin mit dem vorher festgelegten Passwort anzumelden. Ganz so mächtig wie der Collax Business Server ist SME nicht. Dafür kostet diese Serverdistribution aber auch nichts. Für E-Mail, Datei- und Druck-Server, Gateway und FTP-Server taugt das Betriebssystem aber allemal. Sie können SME Server auch als Domänenkontroller einsetzen.

Die derzeit aktuelle Version ist SME Server 8. Diese basiert auf CentOS 5.8. Sie können über die Weboberfläche unter anderem Anwender anlegen, Drucker konfigurieren, E-Mail-Server verwalten und Quotas festlegen. Weiterhin ist sehr angenehm, dass sie mit nur einem Klick ClamAV aktivieren können und das System somit anweisen, den Server zum Beispiel täglich auf Viren zu untersuchen. Was in der Webadministrations-Oberfläche allerdings fehlt, dass sie den Zeitpunkt nicht genau bestimmen können. Natürlich können Sie das via Konsole und Cronjobs realisieren.

Das Projekt ist auf jeden Fall einen näheren Blick wert. Ein Lob geht an dieser Stelle an die sehr gute Dokumentation , die auch in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt wird.

Das Fedora-Projekt und CentOS als Alternativen zu Red Hat

25.09.2015 | 11:25 Uhr | Jürgen Donauer

Fedora wird von Red Hat gesponsert und ist sozusagen Red Hats Spielwiese. Als produktives Serversystem eignet sich die kostenlose Linux-Distribution nur bedingt, da es lediglich 13 Monate Unterstützung für die einzelnen Ausgaben gibt, doch als Testsystem für künftige Technologien, die in Red Hat Enterprise Linux einfließen, ist es perfekt. Ebenso ist das Betriebssystem gut geeignet, um sich mit Red Hat vertraut zu machen, ohne gleich den Geldbeutel öffnen zu müssen.

Mit der grafischen Installationsroutine ist es nicht besonders schwer, Fedora zu installieren. Es ist übersichtlich und bringt den Anwender gezielt zum Ergebnis. Die derzeit aktuelle Version Fedora 17 "Beefy Miracle" enthält ein umfangreiches Softwarelager, das kaum Wünsche offenlässt. Sie finden alle bekannten Open-Source-Programme und entsprechende Serverdienste.

Der Vollständigkeit halber soll das kostenlose CentOS nicht verschwiegen werden. Hierbei handelt es sich um eine Linux-Distribution, die aus den quelloffenen Paketen Red Hats entsteht. Auch dies ist als kostengünstige Alternative in Erwägung zu ziehen. Hier gibt es so lange Unterstützung, wie Red Hat quelloffene Updates für die jeweilige RHEL-Ausgabe zur Verfügung stellt.


Das offene SUSE: openSUSE

openSUSE gehört zu einer der beliebtesten Linux-Distributionen für den Desktop. Sie können sich damit perfekt mit dem Prinzip von SUSE Linux Enterprise Server vertraut machen. Auch wenn sich openSUSE eigentlich an Desktop-Anwender richtet, finden Sie in der Distribution alle bekannten Server-Dienste.

Wie bei SLES sticht hier ganz klar die übersichtliche Verwaltungssoftware YaST hervor. Sollten gewisse Serverdienste nicht installiert sein, können Sie diese über die Repositories nachinstallieren. Die openSUSE-Ausgaben werden in der Regel ungefähr zwei Monate nach der Veröffentlichung der übernächsten Ausgabe mit Updates versorgt. openSUSE 12.2 wurde am 5. September 2012 ausgegeben.

Fazit

25.09.2015 | 11:25 Uhr | Jürgen Donauer

Wer einen unternehmenskritischen Server einsetzen möchte, sollte auf jeden Fall zu einer Distribution mit professioneller und auch Langzeitunterstützung greifen. Aus unserer Auswahl wären das auf jeden Fall Red Hat Enterprise Linux, Suse Linux Enterprise Server, Collax Business Server oder Ubuntu Server. Als Ausnahme könnten Entscheider andere Lösungen in Betracht ziehen, wenn es vor Ort auf Linux spezialisierte Firmen gibt, die einem bei Bedarf unter die Arme greifen.

Wer über gute Linux-Kenntnisse verfügt oder nur einen Testserver benötigt, kann Geld sparen. Auch die anderen hier vorgestellten Linux-Distributionen eignen sich als Server. Allerdings sind Sie in Sachen Unterstützung auf Foren oder sich selbst gestellt.

Ein großes Lob geht an dieser Stelle noch einmal an den Collax Business Server. Die Administrationsoberfläche ist übersichtlich, verständlich und sehr einfach bedienbar. Gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen, die mehr breites als tiefes Linux-Wissen im Haus haben, verdient Collax eine ganz klare Empfehlung.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation TecChannel . (mhr)



© http://www.pcwelt.de/ratgeber/Empfehlens...o.-9809447.html


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RE: Linux Ecke

#4 von Roadrunner , 25.09.2015 21:08

Zitat
Der Status Quo von Linux-Desktops im Jahr 2014

24.07.2014 | 11:24 Uhr | David Wolski
Die grafische Darstellung der verschiedenen Linux-Destops, macht klar, dass eine grosse Vielfalt zur Verfügung steht.

So viel Auswahl: Den richtigen Linux-Desktop zu finden, ist gerade für Ein- und Umsteiger nicht leicht. Der Desktop-Guide 2014 präsentiert die zwölf populärsten Oberflächen.

Wo steht Linux auf dem Desktop? Geht man nach den Markterhebungen verschiedener Online-Dienste, so krebst Linux seit Jahren zwischen ein und zwei Prozent Marktanteil. Eine krasse Diskrepanz zum ungebremsten Siegeszug des freien Betriebssystems auf Servern, Embedded- und Mobilgeräten. Woran liegt’s? Sicher nicht an mangelnder Auswahl. Bei Linux und dessen Distributionen geht es, von spezialisierten Plattformen wie Android abgesehen, ganz um freie Software, freie Entwicklung und freie Wahl. Für viele Einsteiger und IT-Entscheider auf Chefsesseln bringt Linux aber auch die Qual der Wahl. Denn es gibt eine große Vielfalt von Distributionen und Desktop-Umgebungen. Nicht jeder Desktop passt in jedes Umfeld, zu jedem Wissensstand und zu allen Geschmäckern.
Dieser Artikel stammt aus der LinuxWelt 4/2014

Hier geht’s lang. Nein, hier! Nein, dort!

Im Jahr 2014 ist der Linux-Desktop zersplittert wie nie zuvor. Denn das Feld teilen sich nicht mehr nur die drei großen Umgebungen wie KDE, Gnome und XFCE unter sich auf. Canonical, mit Ubuntu ein Schwergewicht, schlug mit Unity eigene Wege ein. Gnome 3 hat sich mit seiner Abenteuerlust, die eher zu kleinen Projekten passt, und unkonventioneller Bedienung zum Enfant Terrible des Linux-Desktops gemausert und sich damit aus dem Firmenumfeld fast ausgeschlossen. Dafür betraten mit Cinnamon und Mate vielversprechende Alternativen die Bühne, die jetzt in ausgereiften Versionen vorliegen und im Laufe des Jahres noch eine Menge Fans dazugewinnen werden.

Klar wäre es für die Situation und Chancen für Linux auf dem Desktop besser, wenn alle an einem Strang zögen und eine Art Standardoptik á la Microsoft Windows entwickelten, die unsichere Anwender vor vollendete Tatsachen stellt und diese zudem als das Nonplusultra verkauft. Aber so funktioniert Open Source nicht. Es gibt nicht „den“ perfekten Linux-Desktop – genauso wenig, wie plötzlich ein herausragendes Werk der Weltliteratur auf Wikipedia entsteht könnte. Was es gibt, sind herausragende Ideen, geniale Tüftler und individuelle Beiträge von Genies, die vielleicht genau die Lösung parat haben, die Sie oder Ihr Team gerade für ein Projekt braucht.

Linux-Komfort: Welcher Desktop passt zu Ihnen?

Wer verwendet was?

Nutzerzahlen von Linux-Desktops zu quantifizieren, ist beinahe unmöglich. Fragt man nur ein Dutzend Linux-Anwenderinnen und Anwender, so bekommt man ein Vielfaches dieser Zahl an Meinungen, Einwürfe und Empfehlungen zurück. Und eine Menge Kraftausdrücke, obskure Geek-Weisheiten und mit religiösem Eifer verfochtene Überzeugungen zu Usability, APIs und Desktop-Design. Auf Einsteiger wirkt das alles abschreckend bis arrogant und ist bei Anfängerproblemen selten hilfreich. Eine Orientierung zu Nutzungszahlen liefert das englischsprachige Linux-Forum linuxquestions.org in einer jährlichen Online-Umfrage, an der sich Profis und Einsteiger beteiligen. Demnach sind heute auch das brave XFCE und das schlanke LXDE gut im Rennen.

Von den Großen zu den Kleinen

Die folgende Auswahl an Desktops und Window-Managern richtet sich nach Verbreitung und nach Relevanz im Jahr 2014. So ist beispielsweise Gnome 2 nicht mehr mit dabei, obwohl die alte Version nach wie vor der Standard von Red Hat, Cent-OS, Debian 6 ist und damit weiterhin ein gewohnter Anblick im Firmen- und Forschungsumfeld. Stattdessen geht es in unserer Inventur um jene zwölf Kandidaten, die sich für den heimischen Linux-Desktop anbieten, der jetzt auch wieder eine Chance hat, ehemalige Windows-XP-Anwender abzuholen. Eine Zusammenfassung am Ende zeigt die kleineren Player bis hin zu abgefahrenen Nischenlösungen mit hohem Freak-Faktor.

Zu jedem der Desktops gibt es eine Empfehlung aus Einsteigersicht und eine empirische Messung des Ressourcenbedarfs wie RAM. Der wurde ermittelt, indem das Referenz-System (meist Ubuntu, Mint, Debian) zunächst ohne grafischen Display-Manager und Desktop, aber im gleichen Runlevel gestartet wurde. Der Unterschied des Speicherbedarfs in dieser Betriebsart mit der regulären RAM-Auslastung nach dem Start eines Desktops zeigt, wie viel Speicher eine grafische Oberfläche ohne laufende Programme verlangt. Ein Steckbrief fasst die Eckdaten und unsere Empfehlung für jeden Desktop auf einen Blick zusammen.
Die Ebenen des grafischen Desktops unter Linux: Der Display-Server (X-Windows-System) ist bei Linux-Systemen eine optionale Komponente und unterstützt verschiedene Window-Manager und Desktops.

Desktop-Umgebungen und Window-Manager

Die Unterscheidung zwischen einer Desktop-Umgebung und Window-Managern ist keinesfalls Erbsenzählerei oder ein undurchsichtiges Detail. Denn auf technischer Ebene handelt es sich um verschiedene Komponenten, die zusammen die Arbeitsfläche auf den Bildschirm bringen und die Benutzereingaben verarbeiten. Die Grundlage einer grafischen Oberfläche ist aktuell der altehrwürdige X-Window-Server. Mit diesem verbinden sich die gestarteten Programme als Clients, um über das X-Window-Protokoll Daten mit dem Betriebssystem auszutauschen.

Damit die Fenster nicht unmotiviert und unansehnlich auf einer nackten der Arbeitsfläche herumhängen, bringt sie der Window-Manager in Form und stattet sie mit Kontrollmöglichkeiten aus (Schließen, Einrollen, Verschieben, Minimieren), ferner mit Rahmen, Titelleiste und auch oft als Compositor mit grafischem Schnickschnack. KDE ist dabei der Schnickschnack-Anführer. Desktop-Umgebungen bestehen aus Window-Manager, Desktop und einer Programmsammlung, die auf diese Umgebung zugeschnitten ist. Ein Window-Manager wie Openbox ist nicht nur die Grundlage für LXDE, sondern kann auch zur Darstellung eines sparsamen Desktops dienen, da die Entwickler oder Linux-Distributionen genügend Zusatz-Tools mitliefern.
So könnte bald die Zukunft des Linux-Desktops aussehen: Wayland-Weston ersetzt das alte X-Window-System mit schnellen, entschlackten Neuentwicklungen.

Programme verschiedener Desktops lassen sich kombinieren, KDE-Anwendungen mit dem QT4-Toolkit laufen auch unter Gnome-affinen Arbeitsflächen, auf denen GTK2/3 vorherrscht, und anders herum. Der Preis ist, dass diese Anwendungen ihre benötigten Bibliotheken als Abhängigkeiten nachinstallieren und beim Aufruf mit in den Speicher laden. Abgesehen davon gibt es keine Einschränkungen, was Kombinationen angeht. In den nächsten zwei Jahren wird sich die Grundlage bei vielen Distributionen ändern: Mit Mir/Xmir (Ubuntu) und Wayland-Weston (alle anderen) stehen zwei neue X-Server in den Startlöchern, die einige neue und schnellere Herangehensweisen bringen werden.
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RE: Linux Ecke

#5 von Roadrunner , 25.09.2015 21:27

Zitat
Betriebssystem-Vergleich
Die richtige Linux-Distribution für Einsteiger


17.08.2015 | 11:09 Uhr | Hermann Apfelböck

Ubuntu ist mühelos installiert, die Oberfläche ist einfach und die enthaltene Software umfassend.

Spätestens nach dem Ableben von Windows XP begann für viele Anwender die Suche nach Ersatz. Dieser Beitrag zeigt unter Berücksichtigung jüngerer und älterer Hardware, welches Linux sich für Umsteiger eignet.

Der Linux-Kernel ist frei verfügbar, und derzeit nutzen etwa 350 mehr oder weniger eng spezialisierte Distributionen diese Basis. Neben zahllosen Debian -Systemen gibt es noch die Slackware- und die Red-Hat- sowie die kleineren Arch- und Gentoo-Zweige. Viele Spezial- und Serversysteme scheiden als Endanwendersystem von vornherein aus, viele weitere sind zwar Desktop-tauglich, aber ungeeignet für Windows-Umsteiger. Lesen Sie in diesem Artikel, was wir Linux-Einsteigern empfehlen, wenn aktuelle, ältere oder auch sehr alte Hardware vorliegt.

1. Linux-Live-Systeme zum Ausprobieren

Ein wichtiger Tipp vorab: Viele beliebte Linux-Distributionen wie Ubuntu , Kubuntu , Xubuntu , Linux Mint , Open Suse und Debian sind auch als sogenannte "Live-Systeme" verfügbar, die direkt von einer DVD laufen. Diese Live-Systeme finden Sie für gewöhnlich meist als seperaten Download auf der Webseite der Entwickler.

Sie können sich daher vor einer Linux-Installation in zweierlei Hinsicht absichern: Beim Ausprobieren über ein Live-System sehen Sie erstens, ob Ihnen das System gefällt, und zweitens – noch wichtiger –, ob es zur Hardware passt. Ein tadellos funktionierendes Live-System wird auch installiert keinerlei Hardware-Probleme bereiten. Beachten Sie, dass ein auf Festplatte installiertes System deutlich schneller laufen wird als ein Live-System von DVD.

Linux neben Windows installieren - so geht's

Vor- und Nachteile von Linux

Vorteile: Linux ist kostenlos, portabel und klonbar. Außerdem ist Linux sicherer, weil installierte Software aus den vertrauenswürdigen Paketquellen der Distribution stammt. Generell ist Linux aufgrund geringerer Verbreitung ein weniger attraktives Angriffsziel und obendrein ein schwieriges, weil sich die verschiedenen Distributionen technisch deutlicher unterscheiden als Windows-Versionen.

Nachteile: Anders als bei Windows liefern Hardware-Hersteller nicht für jedes Gerät einen optimierten Linux-Treiber. Einige exotische Geräte funktionieren daher nicht oder nicht optimal. Für Windows optimierte Stromsparmechanismen auf Notebooks bringen Akkulaufzeiten, die unter Linux nicht zu erzielen sind. Auch Software-seitig bleiben gewisse Lücken – insbesondere bei Spielen und einigen hochqualitativen Adobe- und Microsoft-Produkten.

2. Vorsortierung für Windows-Umsteiger

Etwas Linux-Familiengeschichte muss sein, denn damit können Sie schon einmal grob vorsortieren: Gentoo- und Arch-basierte Systeme sind Inseln für Linux-Kenner und daher für Windows-Umsteiger definitiv ungeeignet. Bei den Red-Hat-Systemen sind zwei Distributionen hervorzuheben, die für technisch versiertere Umsteiger in Betracht kommen:

Fedora Linux ist in nahezu jeder neuen Version ein Hingucker und Linux-Trendsetter mit innovativen Funktionen. Allerdings ist Fedora weder auf Sparsamkeit getrimmt (für den Fall, dass Sie älteres Windows durch neues Linux ersetzen möchten) noch auf Einsteigerfreundlichkeit. Bereits die Installation stellt einige Hürden auf und dürfte schon daher typische Windows-Anwender überfordern.

Mageia gehört ebenfalls zur Red-Hat-Familie. Es ist dort die einzige Variante, die eindeutig auf den Endanwender-Desktop abzielt. Der Installationsassistent gehört zum Besten, was Linux zu bieten hat. Gegen Mageia spricht aktuell lediglich, dass die junge Distribution (seit 2010) keine Tradition hat und ihre Nachhaltigkeit ungewiss ist.
KDE ist der anspruchsvollste Linux-Desktop mit unbegrenztem Anpassungspotenzial. Die Systembasis von Kubuntu ist Ubuntu.

Open Suse ist der einzige hier zu nennende Slackware-Abkömmling. Es war über ein Jahrzehnt nahezu unangefochten das einzige Linux, das mit komfortabler grafischer Bedienung und Konfigurierbarkeit auf den Endanwender-Desktop zielte. Die grundsolide, allerdings durchaus komplexe Distribution hat in den letzten Jahren zugunsten der Ubuntu-Familie etwas an Bedeutung eingebüßt. Mit Avantgarde-Funktionen wie dem jungen Dateisystem BTRFS entfernt sich Open Suse jedoch auch selbst aktiv vom Mainstream und bedient heute eher die Wünsche der Linux-Enthusiasten.

Ubuntu ist ein Debian-Abkömmling und die erste Wahl für Einsteiger und Umsteiger. Seit der ersten Version 2004 hat sich Ubuntu zur beliebtesten Distribution und zum Quasi-Standard für Endanwender-Linux entwickelt. Wer schnell ein funktionierendes und stabiles System braucht, ohne sich viel mit dem System selbst und der Administrierung befassen zu wollen, liegt hier richtig. Mit dem vorbildlichen, grafischen Installer („Ubiquity“) kommt im Unterschied zu vielen anderen Linux-Alternativen jeder Einsteiger zurecht. Außerdem bietet die Ubuntu-Familie bei identischer Basis unterschiedliche Ausstattungsvarianten für jeden Geschmack. Die Unterschiede dieser Varianten bestehen erstens in der jeweils individuellen Benutzeroberfläche (Desktop) und zweitens in der mitgelieferten Software.
Die Oberfläche von Linux Mint orientiert sich an konservativen Bediengewohnheiten und ist damit aktuell sehr erfolgreich.

3. Die besten „Ubuntus“ für Einsteiger

Von Ubuntu gibt es immer im Halbjahrestakt eine aktuelle April- oder Oktober-Version und ferner eine LTS-Variante (Long Term Support). LTS-Versionen haben zwar nicht die allerneuesten Funktionen, werden aber in Unternehmen wie auch bei vielen Privatanwendern bevorzugt, weil sie fünf Jahre durch Updates versorgt werden. Die Zwischenversionen erhalten nur neun Monate lang Support. Wenn Sie sich heute für ein LTS 14.04 entscheiden, läuft dessen Support noch bis Juli 2019. Ubuntu erlaubt aber in jedem Fall auch ein direktes Upgrade auf die jeweils nachfolgende Version. LTS-Versionen bekommen durch größere Update-Sammlungen ähnlich den Service Packs unter Windows Subversionsnummern.

Ubuntu : Die Ubuntu-Hauptversion bringt eine gute bis sehr gute Software-Ausstattung für sämtliche gängige Alltagsaufgaben mit. Als Desktop dient hier die Eigenentwicklung Unity der Ubuntu-Firma Canonical. Diese Oberfläche stellt eine systemnahe Hauptleiste oben und eine Starterleiste für Programme links bereit. Das Konzept überzeugt nicht nur ästhetisch, sondern leuchtet auch sofort ein. Die sehr einfache, aber schicke Unity-Oberfläche eignet sich ideal für Linux-Anfänger, die wenig System und viel Software sehen wollen. Systemeinstellungen und Anpassungsmöglichkeiten sind auf das Notwendigste reduziert. Ungeachtet der einfachen Oberfläche fordert Ubuntu halbwegs aktuelle Hardware mit 2 GB RAM sowie einem Dualcore-Prozessor oder besser.
Xubuntu mit XFCE-Desktop ist ein ideales System für Netbooks, wo früher ein Windows XP lief.

Xubuntu : Das „X“ in Xubuntu signalisiert Linux-Kennern den Hauptunterschied zur Hauptversion, nämlich die Benutzeroberfläche XFCE (anstatt Unity). Dieser ausgereifte Desktop mit klassischem Startmenü wirkt erst mal konservativ bis angestaubt, bietet jedoch jeden Spielraum für individuelle Gestaltung – etwas (Windows-) Erfahrung vorausgesetzt. Xubuntu bietet ein stets verfügbares Anwendungsmenü (nach Rechtsklick am Desktop) und ein Drag & Drop mit rechter Maustaste, wie Sie es sonst nur unter Windows finden. Die Software-Ausstattung ist ab Installation ziemlich vollständig, begnügt sich aber mit einfacheren Programmen. Damit und mit dem relativen Desktop-Leichtgewicht XFCE eignet sich Xubuntu auch für ältere Hardware oder schwächere Netbooks. Ein GB Speicher und eine CPU ab Pentium IV sind völlig ausreichend.

Lubuntu : Das „L“ in Lubuntu verweist auf die Benutzeroberfläche LXDE – einen spartanischen und sparsamen Desktop mit klassischem Startmenü, aber ohne Charme. Pragmatische Benutzer, denen es nur um das Ergebnis des Mausklicks geht, belohnt Lubuntu mit sehr geringen Hardware-Ansprüchen: 512 MB RAM genügen, und als CPU reicht ein Pentium III oder AMD Athlon. An Software bringt Lubuntu nur das Notwendigste mit.

Kubuntu : Das „K“ in Kubuntu steht für die anspruchsvolle KDE-Oberfläche. KDE vereint Eleganz mit Funktionalität und maximaler Konfigurierbarkeit. Die Oberfläche kann ihre Stärken jedoch nur auf relativ leistungsstarken PCs und auf großen Bildschirmen ausspielen und ist ideal für Nutzer, die Spaß am Anpassen der Arbeitsumgebung haben. Unter 2 GB RAM und Dualcore-CPU ist der Einsatz von Kubuntu allerdings nicht ratsam. Die mitgelieferte Software ist umfassend und schwergewichtig vom Office-Paket bis zum Mediaplayer.

Linux Mint : Linux Mint basiert zu großen Teilen auf Ubuntu. Das derzeit beliebteste Desktop-Linux bringt aber als wesentlichste Eigenentwicklung die Desktop-Oberfläche „Cinnamon“. Diese klassische Oberfläche ist eine Absage an Ubuntus Unity und insbesondere das Startmenü ist eine Einladung für Windows-Umsteiger. Daneben kommt Mint mit einer Vielzahl kleinerer Überarbeitungen des Ubuntu-Standards, beispielsweise mit einem verbesserten Dateimanager. Die mitgelieferte Software ist umfassend, vergleichbar Ubuntu/Kubuntu. Unter dem Strich ist Linux Mint aber aufgrund des Cinnamon-Desktops etwas anspruchsloser als Ubuntu und läuft notfalls auch mit einem GB Speicher.
Das etwas gewöhnungsbedürftige System belegt höchstens 150 MB Speicher und bietet trotzdem einen eleganten Desktop.

4. Linux für Einsteiger auf schwacher Hardware

Ab einer CPU der Pentium-III-Klasse oder AMD Athlon und einem Arbeitsspeicher ab 512 MB finden Sie in jedem Fall eine Linux-Distribution, die der Hardware angemessen ist. Linux-Anfänger fahren mit den schon genannten Ubuntu-Varianten Xubuntu und Lubuntu am besten. Noch ressourcenschonender arbeiten Bodhi, Puppy Linux und Debian Linux, wobei Bodhi erneut auf Ubuntu basiert und deshalb dessen komfortablen Installer sowie dessen Software-Repositories nutzt. Tipp: Wer sich etwas ausführlicher über sparsame Linux-Systeme informieren möchte, sollte einen Blick in unseren Beitrag zum Thema werfen.

Debian Linux : Debian ist die Ur-Mutter aller Ubuntus, sieht sich allerdings nicht als Desktop-System, sondern primär in der Serverrolle. Die Variante mit XFCE-Desktop eignet sich jedoch durchaus als Endanwendersystem, das auch die wichtigste Produktiv-Software mitbringt. Debian fordert kaum mehr Speicher als die Minimalisten Bodhi und Puppy, aber eine CPU ab Pentium IV und einem GHz aufwärts. Der informative Debian-Installer bedeutet für Windows-Umsteiger ebensowenig eine Hürde wie der klassische XFCE-Desktop.

Bodhi Linux : Bodhi, aktuell in der Version 3.0, nutzt als Oberfläche Enlightenment (Version 19). Hier wird es hardware-technisch wirklich minimalistisch, nicht aber optisch-ästhetisch: Bodhi belegt nach der Systemanmeldung nur gut 100 MB im Speicher, mehr als 150 MB sind für das System im Dauerbetrieb nie zu messen. Mit 512 MB oder einem GB RAM ist Bodhi richtig schnell und hat Reserven für Anwendungen. Dabei ist Enlightenment ein ästhetisch ansprechender Desktop, der sich verspielte Effekte leistet. Mithilfe der „Einstellungskonsole“ lässt sich jedes Detail der Oberfläche minutiös konfigurieren. Die Starterleiste „Engage“ und das Haupt-Panel „Shelf“ können Sie nach Belieben bestücken. Ein globales Startmenü ist beim Klick auf den Desktop jederzeit abrufbereit.
HDT ist die schnellste Option für eine Hardware-Inventur, wenn ein Betriebssystem fehlt oder dafür zu umständlich ist.

Bodhi hat aber auch Nachteile: So müssen Sie beispielsweise ein gemischtsprachiges System in Kauf nehmen, und die vorinstallierte Software bringt außer dem puristischen Browser Midori kaum das Mindeste mit. Neben erforderlichen Nachinstallationen aus den Ubuntu-Quellen muss sich der Bodhi-Nutzer an die extravagante Oberfläche gewöhnen und dort mit Ungereimtheiten in den unzähligen Einstellungsoptionen rechnen. Deshalb ist das ungewöhnliche System nur experimentierfreudigen Anwendern zu empfehlen.

Puppy Linux : Puppy und seine Varianten (Quirky, Slacko) spielen in der minimalistischen Öko-Liga von Bodhi Linux. Nach der Anmeldung benötigt das System circa 115 MB Speicher, als CPU genügt schon ein 400-MHz-Prozessor. Im Gegensatz zu Bodhi Linux sieht man Puppy, das für den mobilen Einsatz auf USB- und CD-Medien konzipiert ist, seinen Sparkurs allerdings deutlich an. Installation, Einrichtung und das Nachrüsten von Software setzen ein wenig Erfahrung voraus. Ungeachtet seiner spröden Bedienung hat Puppy Linux über zehn Jahre Entwicklung hinter sich und ist daher neben Bodhi Linux der reifere Minimalist.

Mit grafischer Oberfläche:
Viele unterschiedliche Linux-Oberflächen stehen bereit, aber alle stellen dem Nutzer auch die Kommandozeile zur Verfügung.

5. Linux auf sehr alter Hardware (ohne PAE)

PAE ist die Abkürzung für Physical Address Extension. Diese Prozessorerweiterung befähigt ältere 32-Bit-CPUs, mehr als vier GB Speicher zu verwenden.

Die PAE-Erweiterung wurde schon Mitte der 90er Jahre beim Pentium Pro und beim AMD Athlon eingeführt, jedoch baute Intel noch bis 2005 Mobilprozessoren ohne PAE (Pentium M, Celeron M). Ungeachtet des tatsächlich verbauten Speichers ist die Frage „PAE oder Non-PAE?“ bei der Installation von Linux-Systemen auf älteren bis alten Geräten vorab zu klären: Systeme wie Ubuntu, Mint, Open Suse und auch die schlankeren Ubuntu-Varianten Xubuntu und Lubuntu setzen nämlich eine CPU mit PAE voraus, andernfalls booten sie erst gar nicht.
Antix MX ist auf Sparsamkeit getrimmt und bietet konsequenterweise auch eine Variante für sehr alte (Non-PAE-)Rechner.

Unterstützt nun der alte Prozessor PAE oder nicht? Ohne einen empirischen Test bleibt das oft unklar. Hier hilft das Hardware Detection Tool : Wenn Sie HDT starten, wählen Sie zuerst den „Menu Mode“. HDT zeigt alle Basisinformationen zu CPU, Hauptplatine, PCI-Karten, RAM, Soundchip und Festplatten sowie das wichtige Detail der PAE-Fähigkeit. Wenn der PC die Erweiterung besitzt, erscheint unter „Processor“ das CPU-Flag „pae“.

Alternativ gibt in einem laufenden Linux-System auch dieser Befehl im Terminal die gesuchte Antwort:

grep --color pae /proc/cpuinfo

Für den Fall, dass die Ausgabe leer bleiben sollte, bietet der Rechner kein PAE.

Auf Rechnern mit PAE können Sie alle bisher genannten Systeme installieren. Wo dies nicht zutrifft, gibt es immer noch die im Folgenden genannten Spezialisten, die auch noch Altrechner ohne PAE unterstützen:

Bodhi und Puppy Linux: Von den schon genannten Minimalisten sind jeweils Varianten erhältlich, die auch ohne PAE laufen. Auf der Download-Seite von Bodhi finden Sie ein ISO-Image mit dem Namen „bodhi-3.0.0- legacy.iso“. Es ist einschlägig für Altrechner ohne PAE geeignet, wenngleich an dieser Stelle klärende Hinweise zu dieser Tatsache fehlen. Die Puppy-Systeme bieten ebenfalls Varianten für Altrechner, wenn Sie sich von der Projektseite http://puppylinux.org zu den Downloads der Einzeldistributionen führen lassen und dort ein Image mit dem Stichwort „non-pae“ oder „no-pae“ wählen.

Antix : Hier ist der Name Programm, denn Antix hat sich als System für das Recycling von Altrechnern spezialisiert und bietet unter anderem eine Non-PAE-Variante. Diesem System genügen theoretisch schon eine Pentium-IICPU und 128 MB Speicher. Dabei sieht Antix keineswegs „antik“ aus und kann mit Windows-Versionen, die auf solcher Hardware laufen (oder liefen), allemal mithalten. Die mitgebrachte Software-Ausstattung ist für alle Alltagsaufgaben gerüstet. Ein kleiner Nachteil für Linux-Anfänger ist die Paketverwaltung: Das Nachinstallieren von Software mit der Antix-Eigenentwicklung „MX-Paket-Installer“ erfordert etwas Gewöhnung.
Prozessor Jahr Mit PAE
Intel Pentium Pro 1995 ja
Intel Pentium III 1999 ja
AMD Athlon K7 1999 ja
Intel Pentium 4 2000 ja
Intel Pentium M Banias 2003 nein
Intel Celeron M Banias 2004 nein
Intel Pentium M Dothan 2004 nein
Intel Pentium M Dothan (Revision) 2005 ja
Intel Celeron M Dothan (Revision) 2005 ja



© http://www.pcwelt.de/ratgeber/Die-richti...ch-9780612.html


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RE: Linux Ecke

#6 von Roadrunner , 26.09.2015 09:08

Linux-Mint

Zitat
Ubunut erfreut sich unter den Linux Nutzern einer großen Beliebtheit, allerdings ist nicht jeder mit dem vorhandenen Unity-Desktop zufrieden. Für diese Nutzer gibt es die ebenso beliebte Alternative Linux Mint. Die Distribution Linux Mint hat nicht nur freie Software von Anfang an dabei, sondern auch nicht-freie wie den Adobe Flash Player und diverse Multimediacodecs wie MP3, DivX und H264.

Stabilität und gute Bedienung bei Linux Mint
Das Ziel von Linux Mint ist es, die Komponenten des Systems so aufeinander abzustimmen, dass das Betriebssytem stabil und schnell läuft. Deswegen beruht Linux Mint auf dem Code von Ubuntu mit Langzeitsupport beziehungsweise in der Variante LMDE auf der stabilen Codebasis von Debian. Als Desktops gibt es MATE und Cinnamon, die beide auf Gnome zurückgehen. Dabei ist MATE ein Abkömmling von Gnome 2 und wurde eingeführt, weil die Bedienung des neuen Gnome 3 nicht den Konventionen von Linux Mint entsprach. Damit aber Nutzer nicht auf Funktionen von Gnome 3 verzichten brauchen, gibt es ergänzend den Desktop Cinnamon, der entsprechende Funktionen unterstützt, aber eine eigene Oberfläche bietet. Zudem sind Versionen mit den Desktops KDE und Xfce erhältlich – allerdings nicht für LMDE. Xfce bietet sich für schwache Rechner an und geht entsprechend sparsam mit den Rechner-Ressourcen um. Zur einfachen Bedienung trägt auch das Systemmenü bei, das sich durchsuchen lässt und oft genutzte Programme hervorhebt, wobei eine Anlehnung an SUSE Linux Enterprise Desktop und Windows Vista zu erkennen ist.

Wichtige Software ist integriert
Die Softwareausstattung von Linux Mint entspricht der von Ubuntu und Debian, denn Linux Mint nutzt dieselben Paketquellen. Abweichungen gibt es lediglich bei den Eigenentwicklungen von Linux Mint wie MATE, Cinnamon und dem Systemmenü. Gleich nach der Installation sind das Office-Programm LibreOffice, der Webbrowser Firefox und die E-Mail-Software Thunderbird dabei. Fehlende Software kann über das Software-Center nachinstalliert werden.

Multimediacodecs sind bereits integriert
Wie schon erwähnt bringt Linux Mint neben freier auch nicht-freie Software mit. So muss man den Adobe Flash Player sowie diverse Multimediacodecs wie MP3, DivX und H264 nicht nachinstallieren und hat sie auch gleich dabei, wenn Linux Mint als Live-Linux eingesetzt wird.

Linux Mint herunterladen
Wer Linux Mint einsetzen will, kann zwischen verschiedenen ISO-Dateien auswählen. Erhältlich ist die Distribution für 32- und 64-Bit-Systeme und in den Varianten, die auf Ubuntu oder Debian basieren. Zudem kann man zwischen den Desktops, MATE, Cinnamon, KDE und Xfce wählen. Einige ISO-Dateien bieten wir virengeprüft in unserem Downloadbereich an. Sollte die gewünschte Variante nicht dabei sein, ist sie auf der Hersteller-Website erhältlich. Da nicht alle ISOs die Multimedia-Codecs gleich enthalten, ist darauf zu achten, wenn man sie sofort nach der Installation auf dem Rechner haben will oder beim Einsatz als Live-Linux.





© http://www.heise.de/download/linux-mint.html


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RE: Linux Ecke

#7 von mopedopa , 26.09.2015 09:28

Ich werde mich mal mit dem Tema vertraut machen. Sieht gut aus Linux mint

moped


Die Signatur befindet sich aus technischen Gründen auf der Rückseite dieses Beitrages


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RE: Linux Ecke

#8 von Roadrunner , 26.09.2015 09:49

KNOPPIX

Zitat

KNOPPIX

Basisdaten
Entwickler Klaus Knopper
Sprache(n) Deutsch, Englisch
Aktuelle Version 7.4.2[1]
(28. September 2014)
Abstammung GNU/Linux
↳ Debian GNU/Linux
↳ KNOPPIX
Architekturen IA-32, AMD64
Lizenz GPL (Freie Software)
Website www.knopper.net/knoppix

Knoppix ist eine freie GNU/Linux-Distribution, deren Hauptanwendungsbereich im Live-Betrieb liegt. Sie wird von Klaus Knopper entwickelt, von dessen Namen sich die Benennung ableitet. Knoppix basiert auf der Distribution Debian, die Auswahl an Software wird aus Debians Entwicklungszyklen stable und testing zusammengestellt.

Knoppix liegt gelegentlich Computerzeitschriften bei und wurde vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unterstützt und verteilt.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte
2 Grundprinzip von Knoppix
3 Bestandteile
4 Derivate
5 Versionen
6 Literatur
7 Weblinks
8 Einzelnachweise

Geschichte

Knoppix war die erste Live-CD-Distribution, die eine große Popularität erlangte.[2]

In der Version 5.2, die auf der CeBIT 2007 vorgestellt wurde, sind erstmals der 3D-Fenstermanager Beryl sowie verschiedene Virtualisierungslösungen integriert.[3]

Die auf der CeBIT 2008 vorgestellte Version 5.3[4] enthält erstmals Adriane Audio Desktop, ein Sprachausgabe-unterstütztes Desktop-System, das sich vor allem an blinde Anwender richtet.

Version 6.0 wurde komplett neu geschrieben, sie bekam ein neues Bootsystem und ist um einiges ressourcensparender. Auch die Softwareauswahl hat sich geändert, so kommt anstelle von KDE jetzt LXDE als voreingestellte Arbeitsumgebung zum Einsatz.[5] Im August 2011 ist Knoppix 6.7 erschienen, die auf Debian 6.0.0 alias Squeeze basiert [6] und die größte Aktualisierung des Paketbestands seit zwei Jahren darstellt. Den Sprung zur Version 7.x im Jahr 2012 begründet Klaus Knopper u. a. mit einer kompletten Umstellung des Boot-Systems und der Umstellung des Systems vom reinen 8-Bit-ISO-Encoding auf UTF-8.[7] Ab Version 7.01 kam als weitere Neuheit die „zram-RAM-Kompression“ hinzu.[8]
Grundprinzip von Knoppix

Das Grundprinzip eines Live-Systems ist zunächst der gänzliche Verzicht auf eine Installation; die benötigten Komponenten des Systems werden stattdessen in den Arbeitsspeicher geladen. So kann neben der gängigen Nutzung beispielsweise schon vorab getestet werden, ob die vorhandene Hardware zu der jeweiligen Linux-Kernel-Version kompatibel ist. Andere spezielle Anwendungsgebiete sind Notfall- sowie Diagnosearbeiten am Computer, etwa im Falle einer Virusinfektion oder eines Hardwaredefekts. Auch generelle Sicherheitsaspekte können eine Rolle spielen, da ein Betriebssystem, welches von einem nicht-beschreibbaren Medium aus gestartet wird, höchstens für die Dauer einer Sitzung kompromittiert werden kann (beim nächsten Start also wieder in den Ursprung zurückversetzt ist).

Knoppix führt eine ausführliche Hardware-Erkennung durch, die auch Braille-Geräte mit einschließt. Ein eventuell auf der Festplatte installiertes Betriebssystem bleibt standardmäßig unangetastet, Knoppix kann jedoch auch konventionell installiert werden. Auch ist es möglich, im Live-Betrieb eine Swap-Partition auf einem beschreibbaren Datenträger festzulegen. Wenn genügend Arbeitsspeicher vorhanden ist, kann das System auch komplett darin zwischengelagert werden, was besonders schnelle Reaktionszeiten ermöglicht. Ferner lässt sich Knoppix auch komplett auf einen USB-Stick kopieren, sodass dieser anstelle der CD zum Einsatz kommt. Das ab Version 3.8 unterstützte Overlay-Dateisystem UnionFS wurde mit Version 5.1.0 wegen Problemen durch das Derivat „aufs“ (Another UnionFS) ersetzt. Damit können die schreibgeschützten Inhalte der CD mit dem laufenden System gemischt und somit verändert oder ergänzt werden. So ist beispielsweise die Installation zusätzlicher Software auf dem Live-System möglich.
Bestandteile

Bestandteile sind unter anderem:

Debian-Distribution
Linux-Kernel (aktuelle, stabile Version zum Zeitpunkt der Veröffentlichung)
LXDE (Arbeitsumgebung)
Compiz (Fenstermanager)
Iceweasel
Gnome MPlayer (Audio-Player)
GIMP (Bildbearbeitungsprogramm)
LibreOffice (Office-Paket) (seit Knoppix 6.4)
Tor (Netzwerk)

Im Installationspaket sind außerdem über 200 weitere Programme verfügbar.
Derivate

Knoppix bietet sich durch seine gute Hardware-Erkennung und den in neueren Versionen modularen Aufbau zum Erzeugen weiterer Derivate und Distributionen an. Knoppix-Derivate sind in der Regel Live-CDs:

Berry Linux – eine japanische Distribution, die Knoppix mit Fedora kombiniert
Damn Small Linux – nur 50 MB groß, bootfähig von CD, USB, HDD, …; auch embedded zu erhalten
Dreamlinux – vereint Fähigkeiten von Knoppix, Morphix, Kanotix für LiveCD- und Multimediaproduktion
Grml – basierte ursprünglich auf Knoppix; enthält eine ausgewählte Sammlung an GNU/Linux-Software für Systemadministratoren und Freunde der Kommandozeile
Kanotix – enthält Knoppix-Technik, basierte zunächst aber rein auf Debian Sid, seit 2007 auf Debian stable und verbessert dadurch vor allem die Festplatteninstallation und die automatische Programm-Aktualisierung („dist-upgrade“). Neben der 32-Bit-Variante gibt es eine 64-Bit-Variante; damit kann man auch mehr als 4 GB Speicher verwenden
Desinfec’t (ehemals Knoppicillin) – findet sich regelmäßig auf der Heft-CD bzw. -DVD der c't, wurde um die Virenscan-Funktionen ergänzt und auf Textmodus reduziert. Seit Anfang 2010 basiert es allerdings nicht mehr auf Knoppix.
LAMPPIX – um auf der CD gespeicherte Webseiten zu betrachten
Morphix – erste modulare Knoppix-basierte Distribution zum Erzeugen von Live-CDs
Oralux – für Sehbehinderte
TYPO3-Live – vollständig lauffähiges CMS TYPO3
kademar – Live-CD mit KDE als Desktopumgebung mit eigenem Konfigurationstool namens CADI
LINBO – PXE-Bootloader für paedML Linux



© https://de.wikipedia.org/wiki/Knoppix

www.knopper.net/knoppix


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RE: Linux Ecke

#9 von Roadrunner , 26.09.2015 09:52

Kanotix

Zitat
Kanotix ist eine Debian-basierte Linux-Distribution mit integriertem Live-System unter Verwendung der Knoppix-Technologie. Kanotix wurde explizit für moderne Hardware angepasst und für Festplatten-Installationen ausgelegt. Als grafische Oberfläche wird standardmäßig (ab "Kanotix-2011 Hellfire") KDE Software Compilation 4 eingesetzt. Ebenfalls gibt es eine Version mit dem LXDE-Desktop

Der Name „Kanotix“ leitet sich vom Nicknamen (Kano) des Entwicklers Jörg Schirottke ab.

Geschichte

Die Distribution Kanotix ging aus Kano’s Scriptpage for Knoppix [1] im Dezember 2003 mit der Xmas-Preview als eigenständiges, auf dem unstable-Zweig Debian-Sid basierendes Knoppix-Derivat hervor.

Im Jahr 2004 wurden 10 Kanotix-Versionen mit dem Namen Bughunter 1-X veröffentlicht, 2005 erschienen 4 stabile Versionen, die nur mit Erscheinungsjahr und laufender Nummer bezeichnet wurden. Aktuelle Ereignisse gaben im Jahr 2006 einigen Versionen den Namen „CeBit“- und „Easter“-Edition. Die letzte auf Debian-Unstable basierende Version erschien am 2. Oktober 2006: Kanotix-2006-01-RC4.

Nach Unzufriedenheit mit der Stabilität wurde 2007 die Distribution auf Debian GNU/Linux 4.0 („Etch“) als Basis umgestellt, das vom 8. April 2007 bis 14. Februar 2009 der neue stable-Zweig von Debian war. Dabei blieb ein Teil der Community bei Debian Sid, woraus sidux entstand. Während der Umstellungsphase im 1. Halbjahr 2007 konnten bestehende Kanotix-Installationen ebenfalls per apt-get dist-upgrade aktualisiert werden, vorausgesetzt, die Quellen waren vor dem Debian-Etch-Release am 8. April 2007 von Sid auf Etch geändert worden.[2] Die neue Basis brachte die beabsichtigten Vorteile mit sich: So können nunmehr weitgehend risikofrei Aktualisierungen (dist-upgrades) durchgeführt und zusätzliche Pakete installiert werden.

Um weiterhin auf moderner Hardware, insbesondere auf tragbaren Computern wie Laptops oder Netbooks lauffähig zu sein, wird ein aktueller Kernel (aus Ubuntu-Sourcen) verwendet, der für Debian-„stable“ angepasst und modifiziert ist. Daneben werden die eigenen Pakete bzw. Scripte laufend aktuell gehalten.
Umfang

Bei Kanotix handelt es sich um ein Linux-Live-System mit Installationsfunktion, das von einem bootfähigen Medium wie CD, DVD oder mit den neueren Hybrid-Isos auch von bootfähigen USB-Medien wie USB-Stick gestartet werden kann[3]; eine Festplatte bzw. eine Installation ist zum Testen und ggf. zum Arbeiten nicht erforderlich. Die enthaltenen WLAN-Treiber ermöglichen z.B. den Zugang ins Internet ohne Kabelverbindung. Auf Datenträger wie Festplatten, USB-Stick, Disketten kann im Live-Modus zugegriffen werden, Dateien auf NTFS-Partitionen können gelesen und ab Thorhammer-RC7 standardmäßig geschrieben werden (NTFS-3g). Die neueren Kanotix-Versionen haben – wie vergleichbare Distributionen auch – ext4 als Standardfilesystem beim Installieren. Reiserfs, xfs, JFS sind optional. Mit Kanotix-Excalibur konnte ab Kernel-Version 2.6.28 ext4 gewählt werden, es ist seit Kanotix-Hellfire die Standardeinstellung.

Kanotix hat eine funktionierende Hardware-Erkennung, auch für neuere Hardware. Es enthält freie und quelloffene Anwendungen, die Bildbearbeitung GIMP, den Browser Firefox bzw. Iceweasel und zahlreiche KDE-Anwendungen. Als Büroanwendung ist die aktuelle Version von OpenOffice.org bzw. LibreOffice statt der älteren Versionen aus Debian-stable enthalten. Ebenso werden wine und der Multimessenger Pidgin, der IRC-Client Konversation und die VoIP Software Skype in der jeweils aktuellen Version im Kanotix-Repository vorgehalten.[4][5][6]Darin sind auch Anwendungen enthalten, die auf den Kanotix.iso aus Platzgründen fehlen. In der neuen, mit Kanotix-Dragonfire eingeführten LXDE-Version, wurde auf LibreOffice, wine und icedove verzichtet.

Bis Kanotix-Thorhammer war – ebenso wie in Knoppix – der klik-Client enthalten. Dieser ist vor allem dazu gedacht, Programme im „live“-Betrieb zu installieren und zu testen.
Livemodus

Kanotix kann im Livemodus ohne Festplatteninstallation zum Testen, aber auch zum Arbeiten benutzt werden. Durch die unionfs- bzw. aufs-Unterstützung können persönliche Einstellungen, zusätzlich „installierte“ Programme getestet werden. Auch die Speicherung von Daten und der Kanotix-Konfiguration auf der Festplatte oder einem mobilen Datenträger z. B. einem USB-Stick ist möglich. (Erstellung eines bootbaren USB-Sticks mit "persistent" Option). Das Kanotix-Image kann von Festplatte oder einem USB-Stick, wenn vom BIOS unterstützt, gebootet werden. Dadurch ergibt sich ein erheblicher Geschwindigkeitsvorteil und macht ein (fast) normales Arbeiten wie bei einer Festplatteninstallation möglich.
Festplatteninstallation

Kanotix kann mittels des mitgelieferten grafischen Installers[7] auf die Festplatte installiert werden. Dabei bietet die neue Version des acritoxinstallers einen erheblich erweiterten Funktionsumfang. Dieser wurde laufend an die neuen Versionen bzw. neue Hardware angepasst. Für die Vorbereitung einer Installation kann neben der manuellen Partitionierung mit den Programmen gparted eine ganze Reihe „automatischer“ Einstellungen gewählt werden.

Der Installationsvorgang ist innerhalb von circa 10 bis 20 Minuten abgeschlossen, wenn man von einem mobilen Datenträger (CD bzw. DVD und USB-Stick) installiert, bei Verwendung einer Kanotix.iso auf der Festplatte läuft die Installation schneller ab. Das so installierte Kanotix verhält sich wie eine reguläre Debian-Installation und kann somit auch durch Aktualisierungen aus dem Debian-Pool und dem Kanotix-Repository gepflegt werden.



© https://de.wikipedia.org/wiki/Kanotix

www.kanotix.com


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RE: Linux Ecke

#10 von Roadrunner , 26.09.2015 10:02

SuSE Linux

Zitat
Die SUSE Linux GmbH ist ein Softwareunternehmen, dessen Hauptprodukte die gleichnamigen Linuxdistributionen sowie der Kundendienst derselbigen sind. Es ist ein Tochterunternehmen der Micro Focus[4].

Unternehmensgeschichte

Im September 1992 gründeten Roland Dyroff, Burchard Steinbild, Hubert Mantel und Thomas Fehr die „Gesellschaft für Software und Systementwicklung mbH“. Der Name S.u.S.E. stand dabei als Akronym für Software- und System-Entwicklung. Als erstes eigenes Linux-Produkt wurde dabei eine Erweiterung der Linux-Distribution Slackware vertrieben, die auf 40 Disketten ausgeliefert wurde. Das Unternehmen übersetzte die Distribution in einer Kooperation mit dem Slackware-Gründer Patrick Volkerding ins Deutsche. Der Kern der Distribution blieb jedoch Slackware, bis SuSE im Mai 1996 die erste eigene Distribution, basierend auf der Jurix-Distribution von Florian La Roche veröffentlichte.[5]

1997 eröffnete S.u.S.E. ein Büro in Oakland. 1998 zog der Hauptsitz von Fürth nach Nürnberg um, im Dezember 1998 wurde der Unternehmensname (Firma) von S.u.S.E. in SuSE geändert. Im Laufe der folgenden Zeit eröffnete SuSE dann insgesamt sechs nationale und vier internationale (USA, Tschechien, Großbritannien und Italien) Niederlassungen. Am 25. November 2002 wurde Richard Seibt CEO von SuSE.

Am 4. November 2003 gab Novell die Übernahme der SuSE LINUX AG zum Preis von 210 Millionen US-Dollar bekannt.[6] Die Transaktion, durch die Novell wieder stärker auf dem Markt der Betriebssysteme Fuß fassen wollte, wurde am 13. Januar 2004 abgeschlossen und ging einher mit der Umfirmierung der SuSE LINUX AG in die Gesellschaftsform SUSE Linux GmbH und SUSE Linux Products GmbH. Die SUSE Linux Products GmbH führt alle Entwicklungsarbeiten durch und wurde von Markus Rex geleitet, der gleichzeitig auch für das gesamte Linux-Geschäft bei Novell weltweit verantwortlich war. Bei der Übernahme wurden sowohl die Partner- als auch die Vertriebsorganisationen in Novell integriert. Richard Seibt wurde EMEA-Chef von Novell. Er verließ zum 9. Mai 2005 ohne Angabe von Gründen das Unternehmen.

Im August 2005 wurde mit dem Launch des openSUSE-Community-Projekts begonnen, die Weiterentwicklung von SUSE Linux für externe Benutzer und Entwickler zu öffnen. Novell schlug damit einen ähnlichen Weg wie Red Hat mit dem Fedora-Projekt ein. Novells zukünftige Linux-Varianten werden dann mit Hilfe der openSUSE-Community entwickelt.
Übernahmen

Die SUSE Linux GmbH war ein Tochterunternehmen von Novell, das organisatorisch dem Novell-Hauptsitz in den USA zugeordnet war und nicht zur deutschen Novell GmbH. Der Grund dafür ist, dass bei SUSE Linux mit Stand Dezember 2005 in Nürnberg unter anderem 250 Entwickler beschäftigt waren, die in die weltweite Produktentwicklung eingebunden sind, die von den USA aus gesteuert wird. Die deutsche Novell GmbH ist dagegen für den Vertrieb und die Vermarktung der Novell Produkte, darunter auch SUSE Linux Produkte, in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuständig. Mit der Übernahme von Novell durch Attachmate im Mai 2011 ist SUSE von Novell getrennt und als eigene Geschäftseinheit SUSE wieder ausgegründet worden.[7][8]

Mit der Übernahme 2014 von Attachmate durch Micro Focus International, blieb die SUSE Linux GmbH unter dem neuen Eigentümer weiterhin eigenständig[9].
Produkte

Für Privatkunden und Entwickler ist die SUSE-Linux-Version des openSUSE-Projekts gedacht, die entweder von den Projektseiten frei heruntergeladen oder per torrent bezogen werden kann.[10]

Zu den Produkten für Geschäftskunden zählen die Server-Familien mit dem SUSE Linux Enterprise Server (kurz SLES). Dieser wird derzeit in drei Versionen gepflegt: Der ältere SLES 9 mit einem Linux 2.6.5 Kernel, der SLES 10 Service Pack 4 mit einem 2.6.16 Kernel und der SLES 11 Service Pack 3 mit dem 3.0 Kernel. SLES 12 soll 2014 fertiggestellt werden. Alle Varianten sind für mehrere Prozessorarchitekturen verfügbar, unter anderem Intel x86, AMD x86-64, IBM Power, IBM S/390 und zSeries, sowie Intel Itanium. Vom SUSE Linux Enterprise Server 9, 10 und 11 sind Testversionen auf der Novell-Website verfügbar.

In der Desktop-Familie ist der Nachfolger des SUSE Linux Desktop der Novell Linux Desktop (kurz NLD). Ab der im Sommer 2006 erschienenen Version 10 basieren Server und Desktop auf einer identischen Codebasis, SUSE Linux Enterprise. Das spiegelt sich auch im Namen wider. Aus dem Novell Linux Desktop wird der SUSE Linux Enterprise Desktop („SLED“).

Als Anwendung im Groupware-Segment gab es bis vor einiger Zeit den SUSE Linux Openexchange Server. Linux-Lösungen wurden durch die SUSE Framework Solutions angeboten.



© https://de.wikipedia.org/wiki/SUSE_Linux_GmbH

https://www.suse.com/de-de/


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RE: Linux Ecke

#11 von Roadrunner , 01.11.2015 22:42

Hier mal ein guter Beitrag aus der PC-Welt mit guten Tips und Tricks um Linux zum Laufen zu bringen.

Zitat

Live-System zur Rettung
Linux läuft nicht? So lösen Sie jedes Treiber-Problem
01.11.2015 | 09:55 Uhr | Thorsten Eggeling


Linux läuft auf fast allen PCs, aber nicht jede Hardware wird automatisch erkannt. Vor allem sehr neue Geräte funktionieren oft nicht. Testen Sie den PC daher vor der Installation mit einem Live-System.
Aktuelle Linux-Distributionen bieten eine breite Hardware-Unterstützung und laufen auf so gut wie jedem Rechner. Mit SATA und Ethernet-Netzwerkadapter, Grafikkarte und Monitor sowie Maus und Tastatur gibt es nur selten Probleme. Die Basisfunktionen sollten deshalb in jedem Fall gewährleistet sein. Ältere Geräte, für die es keine Treiber für Windows 7 oder 8 gibt, lassen sich oft unter Linux weiternutzen. Bei sehr neuen oder seltenen Geräten ist die Unterstützung dagegen nicht immer vorhanden. Vor dem Umstieg auf Linux sollten deshalb immer ausführliche Tests der Hardware-Kompatibilität stehen.
1. Oft mangelhafte Treiberunterstützung für aktuelle Geräte

Hardware-Treiber („Kernel-Module“) sind bei Linux-Distributionen in der Regel Bestandteil des Linux-Kernels . Ein großer Teil der Kernel-Module stammt aus Community-Projekten. Teilweise können die Programmierer auf Dokumentationen zu Geräten oder Chipsatz zurückgreifen. Manchmal sind die Entwickler auch hauptberufliche Mitarbeiter eines Hardware-Herstellers, die ihr Know-how der Linux-Community kostenlos zur Verfügung stellen. Offizielle Treiber gibt es oft nur von bekannten Herstellern wie Intel, Nvidia, HP, Dell oder Epson. Die Unterstützung ist dann besonders gut, wenn das Produkt auch in Linux-Servern zum Einsatz kommt. Bei typischen Geräten für den privaten Kunden liefern die Hersteller selbst nahezu nie Linux-Treiber. Das betrifft vor allem preisgünstige Scanner, Drucker, WLAN-Sticks oder TV-Sticks. Allerdings gibt es weltweit nur eine überschaubare Anzahl von Chipherstellern, deren Produkte in vielen unterschiedlichen Geräten stecken. Die Treiberentwicklung wird dadurch allerdings nicht einfacher. Schon kleine Modifikationen durch den Hardware-Hersteller bewirken, dass ein Modell unter Linux läuft, das andere jedoch nicht, obwohl beide identische Chips verwenden. Es ist eine mühselige Kleinarbeit, das Kernel-Modul speziell für dieses Gerät anzupassen. Daraus ergibt sich zudem, dass weitverbreitete Geräte eher unter Linux laufen als seltene Geräte.

Vor dem Kauf: Kompatible Linux-Hardware finden

Wer sich nicht selber um die passenden Linux-Treiber kümmern möchte (wie bei Punkt 8 beschrieben), sollte bereits vor dem Kauf die Kompatibilität überprüfen. Meist genügt dafür eine Google-Suche mit dem Gerätenamen in Kombination mit „Linux“. Für Linux Mint und Open Suse gibt es auch durchsuchbare Hardware-Datenbanken. Ebenfalls nützlich ist http://wiki.ubuntuusers.de/Hardware . Hier finden Sie Listen mit Hardware, die funktioniert, und Tipps zur Einrichtung. Informationen zu TV-Karten und Sticks sind bei Linux TV gesammelt.

Wer Linux auf einem Notebook installieren möchte, informiert sich vorab über http://tuxmobil.org oder Ubuntu Wiki . Es gibt auch einige Hersteller, die auf Notebooks mit vorinstalliertem Linux spezialisiert sind, beispielsweise Tuxedo Computers . Allerdings sind die Geräte meist etwas teurer als Windows-Notebooks.
2. Die richtige Linux-Distribution für den Rechner wählen

Der Linux-Kernel ist bei allen Linux-Distributionen, bis auf Versionsunterschiede und kleinere Anpassungen, in etwa der gleiche. Einige Geräte, insbesondere WLAN-Adapter und TV-Sticks, benötigen neben dem Treiber auch noch ein Firmware-Paket. Dabei handelt es sich um Software, die vom Treiber in den Speicher des Geräts geladen wird. Die Firmware unterliegt meist keiner freien Lizenz und einige Distributoren liefern diese daher nicht mit. Ähnliches gilt auch für Audio-und Video-Codecs, die für die Film-und Musikwiedergabe erforderlich sind. Linux Mint richtet bei der Installation nahezu alle wichtigen Firmware-Pakete und Codecs ein, bei Ubuntu sind es ein paar weniger. Debian enthält dagegen nur Software mit Open-Source-Lizenzen, weshalb ein großer Teil der Firmware-Pakete und Codecs fehlt. Es lässt sich zwar alles Erforderliche nachinstallieren, aber Sie müssen die Software-Quellen zuerst umständlich im Internet suchen.

Linux Mint ist deshalb für Windows-Umsteiger schon aufgrund der umfangreichen Hardware-Unterstützung die beste Wahl. Ubuntu kommt zwar mit der Hardware beinahe genauso gut zurecht, erfordert jedoch wegen der eigenwilligen Startleiste eine gewisse Einarbeitungszeit. Open Suse und Debian sind dagegen eher für Server geeignet. Bei einer Standardinstallation fehlt teilweise die Hardware-und Multimedia-Unterstützung, die Benutzer von einem Desktop-Betriebssystem erwarten.

Auf einem älteren PC, der bislang unter Windows XP lief, sollten Sie Xubuntu ausprobieren. Der Unterbau entspricht Ubuntu, als Oberfläche kommt jedoch XFCE zum Einsatz. Auf Geräten mit wenig Hauptspeicher und schwacher Grafikleistung ist die Bedienung flüssiger als bei Linux Mint oder Ubuntu.


3. Linux-System mit 32 Bit oder 64 Bit installieren

Wenn die CPU 64-Bit-fähig ist, was auf die meisten Prozessoren der letzten Jahre zutrifft – angefangen bei dem AMD Athlon 64 von 2003 und dem überarbeiteten Intel Pentium 4 „Prescott“ 630 von 2005 –, sollten Sie besser Linux in einer 64-Bit-Variante installieren. Bei Punkt 5 lesen Sie, wie Sie herausbekommen, ob der Prozessor 64 Bit unterstützt.

Die Vorteile der 64-Bit-Plattform überwiegen, selbst wenn das System nur über vergleichsweise wenig Speicher ab 2 GB verfügt. Bei noch weniger RAM macht sich der höhere Speicherbedarf von 64-Bit-Software negativ bemerkbar, und dann ist die 32-Bit-Variante die bessere Wahl. Ein 64-Bit-System für den Desktop bringt jedoch keine unmittelbaren Vorteile. Typische Büroanwendungen, Webbrowser und Mediaplayer laufen hier nicht besser, aber auch nicht schlechter, als auf einem 32-Bit-System.

Wer ein System im Uefi-Modus installieren will oder muss, hat keine Wahl: Uefi-Unterstützung gibt es derzeit lediglich in den 64-Bit-Varianten, obwohl die Uefi-Spezifikation die 32-Bit-Plattform nicht ausschließt. Hardware-Hersteller und Software-Entwickler behandeln 32 Bit hier aber bereits als Auslaufmodell.

Damit sich Systeme wie Linux Mint booten lassen, müssen Sie in Windows 8 die Option „Secure Boot“ im Bios deaktivieren.
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Damit sich Systeme wie Linux Mint booten lassen, müssen Sie in Windows 8 die Option „Secure Boot“ im Bios deaktivieren.
4. Bios-Einstellungen für USB, Uefi und Secure-Boot

Bei älteren PCs oder Notebooks, die mit Windows XP, Vista oder Windows 7 ausgeliefert wurden, müssen Sie in der Regel nichts Besonderes beachten. Die Standard-Bios-Einstellungen eignen sich sowohl für Windows als auch für Linux. Hier kann es allerdings sein, dass über eine USB-Tastatur keine Auswahl im Menü einer Linux-Live-DVD möglich ist. Rufen Sie in diesem Fall die Bios-Einstellungen auf, kurz nachdem Sie den Rechner eingeschaltet haben. Meistens müssen Sie dazu eine Taste wie Entf., Esc oder F2 drücken. Suchen Sie nach einer Option wie „Fastboot“ und setzen Sie diese, wenn vorhanden, auf „Disabled“. Wenn es Optionen wie „USB Legacy Support“ beziehungsweise „USB Emulation” oder „USB Device Legacy Support” geben sollte, aktivieren Sie diese. Nach einer erfolgreichen Linux-Installation machen Sie die Änderungen rückgängig, weil es ansonsten zu verlangsamten Zugriffen auf USB-Sticks kommen kann.

Neuere Computer mit Windows 7, 8 oder 10 sind mit dem Bios-Nachfolger Uefi ausgestattet (Unified Extensible Firmware Interface). Windows 8 und 10 sind immer im Uefi-Modus installiert, die Linux-Installation muss dann ebenfalls im Uefi-Modus erfolgen. Vor der Installation von Linux Mint müssen Sie die Option „Secure Boot“ im Bios/Firmware-Setup deaktivieren. Bei Ubuntu 14.04.2 LTS ist das nicht erforderlich.

Wenn in den Angaben hinter „flags:“ der Eintrag „lm“ enthalten ist, dann beherrscht der Prozessor die 64-Bit-Erweiterung.
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Wenn in den Angaben hinter „flags:“ der Eintrag „lm“ enthalten ist, dann beherrscht der Prozessor die 64-Bit-Erweiterung.
5. Hardware vor der Installation mit einem Live-System testen

Der einfachste Weg für einen schnellen Hardware-Test ist eine Linux-Live-DVD . Booten Sie Ihren PC beispielsweise mit Linux-Mint. Auf einem Uefi-PC müssen Sie sich eine eigene DVD aus der ISO-Datei brennen oder mit Unetbootin einen bootfähigen USB-Stick erstellen. Prüfen Sie, ob das Ethernet-oder WLAN-Netzwerk, der Grafikadapter sowie die Audioausgabe funktionieren und ob Sie über den Dateimanager auf alle Festplatten zugreifen können. Zeigen sich hier keine Fehlfunktionen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch das installierte System ohne Auffälligkeiten läuft.

Alles lässt sich in einem Live-System allerdings nicht testen. Geräte wie beispielsweise Drucker oder Scanner, die eine komplexere Konfiguration oder bestimmte Dienste erfordern, stehen hier nicht zur Verfügung.

64-Bit-Prozessor? Ein Blick in die Datei „/proc/cpuinfo“ verrät, welcher Prozessor im System arbeitet und welche Fähigkeiten dieser mitbringt. Um herauszufinden, ob Sie einen 64-Bit-Prozessor im Einsatz haben, öffnen Sie mit der Tastenkombination Strg-Alt-T ein Terminal-Fenster und führen folgende Befehlszeile aus: grep „ lm „ /proc/cpuinfo

Dieses Kommando durchsucht dann „/proc/cpuinfo“ nach der CPU-Befehlserweiterung namens „lm“. Diese unscheinbaren zwei Buchstaben stehen für „long mode“ und sind das Merkmal von 64-Bit-CPUs, egal ob sie von Intel oder AMD stammen. Findet das Kommando diese Erweiterung, gibt es im Terminal-Fenster die Zeile mit den Befehlserweiterungen aus („flags“). Bei einer 32-Bit-CPU bleibt die Ausgabe dagegen leer.

Bei Mediatek (Ralink) gibt es zwar Linux-Treiber zum Download. Diese sind jedoch eher für Software-Entwickler gedacht.
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Bei Mediatek (Ralink) gibt es zwar Linux-Treiber zum Download. Diese sind jedoch eher für Software-Entwickler gedacht.
6. Linux-Treiber suchen und manuell installieren

Für den Fall, dass ein Gerät nach der Linux-Installation nicht auf Anhieb funktionieren sollte, fehlt die Hardware-Unterstützung im Kernel oder es sind zusätzliche Software-Pakete erforderlich. Um zusätzliche Informationen zu den Geräten im Rechner und an den USB-Ports zu ermitteln, verwenden Sie in einem Terminal-Fenster folgende drei Befehlszeilen:

sudo lshw -numeric -html > lshw.html sudo lspci -nn > lspci.txt sudo lsusb -v > lsusb.txt
In der Datei „lshw.html“ finden Sie anschließend allgemeine Informationen zum PC, wie den Typ der Hauptplatine, die Bios-Version und den Prozessortyp. „lspci.txt“ zeigt Informationen zu den über PCI (Peripheral Component Interconnect) angebundenen Komponenten, wie zum Beispiel Soundchips („Audio device“), Grafikkarten („VGA compatible controller“) und Netzwerkchips („Ethernet controller“). In der Datei „lsusb.txt“ sehen Sie, welche Geräte mit den USB-Ports verbunden sind.

Hierzu ein Beispiel: An den PC ist der relativ neue WLAN-USB-Adapter TP-Link AC600 T2U angeschlossen. Bei TP-Link gibt es keine Linux-Treiber. Das Symbol des Netzwerk-Managers in der Leiste am unteren Bildschirmrand zeigt allerdings nur eine Ethernet-Verbindung, aber kein WLAN an. lsusb identifiziert den WLAN-Stick als „Bus 003 Device 002: ID 148f:761a Ralink Technology, Corp.“. Im Gerät steckt also ein Ralink-Chip. Das ist auch an der ID „148f“ erkennbar, die Ralink gehört. Der zweite Teil „761a“ ist die Produkt-ID. Über beide zusammen kann ein Treiber die zu ihm passenden Geräte ermitteln. Mit einer Google-Suche nach „148f:761a“ beginnt die Detektivarbeit. Dabei stößt man schnell auf einige englischsprachige Foren, die ausschließlich von Misserfolgen mit diesem Gerät berichten. An dieser Stelle kann man aufgeben und warten, bis der Treiber in den Linux-Kernel integriert ist. Wie lange das dauert, ist jedoch nicht abzusehen.

Wer technisch interessiert ist und sich eingehender mit Linux beschäftigen möchte, kann jedoch weitersuchen. Sachdienliche Hinweise finden sich unter https://wikidevi.com/wiki/TP-LINK_TL-WDN5200 . Hier erfährt man, dass es bei www.mediatek.com einen Treiber für den WLAN-Chip MT7610U des TP-Link-Adapters gibt, der aber nicht funktioniert. Eine weitere Suche, diesmal nach der internen Bezeichnung „TL-WDN5200 Linux“ führt zu einem chinesischen Blog http://blog.kdolph.in/1381 , in dem die Installation für den Mini-PC Raspberry Pi beschrieben wird.

Damit das auch unter Linux Mint funktioniert, müssen Sie in einem Terminal-Fenster mit folgender Zeile ein Paket nachinstallieren:

sudo apt-get install build-essential
Laden Sie von Github per Klick auf „Download Zip“ das Archiv mit dem modifizierten Treiber-quellcode herunter und entpacken Sie die Datei. Im Terminal-Fenster wechseln Sie mitcd in das Verzeichnis mit dem Quellcode. Hier führen Sie folgende drei Befehle aus:

make clean make sudo make install
Starten Sie daraufhin Linux neu. Der Kernel lädt das neue Modul mt7650u_sta.ko automatisch und die WLAN-Netze der Umgebung sind nach einem Klick auf das Symbol des Netzwerk-Managers zu sehen. Das Modul passt allerdings nur zum gerade genutzten Kernel. Nach einem Kernel-Update müssen Sie die drei make-Zeilen erneut ausführen.

Wenn im Notebook Grafikchips von Intel und Nvidia stecken, schalten Sie für mehr Leistung auf den Nvidia-Chip um.
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Wenn im Notebook Grafikchips von Intel und Nvidia stecken, schalten Sie für mehr Leistung auf den Nvidia-Chip um.
7. Optimale Leistung für Grafikkarten von Nvidia oder AMD

Linux verwendet nach der Installation immer den Open-Source-Treiber für die Grafikkarte. Für Office-Anwendungen und Webbrowser ist das in der Regel ausreichend. Wenn es jedoch bei der Videowiedergabe ruckelt oder ein Spiel nicht die volle Auflösung zeigt, sollten Sie prüfen, ob ein besserer Treiber verfügbar ist . Dazu gehen Sie unter Linux Mint im Menü auf „Systemverwaltung -> Treiberverwaltung“. Vor allem bei Grafikadaptern von Nvidia oder AMD werden Ihnen dann teilweise mehrere Treiber angeboten. Wählen Sie immer den Eintrag mit dem Zusatz „empfohlen“ und klicken Sie auf „Änderungen anwenden“. Alles andere ist als experimentell anzusehen und kann dazu führen, dass der Bildschirm schwarz bleibt.

Direkt beim Hardware-Hersteller gibt es meistens aktuellere Treiber. Die Installation ist jedoch nicht ohne Tücken und sollte daher nur von erfahrenen Nutzern durchgeführt werden.

Notebooks sind häufig mit Hybridgrafik ausgestattet. Standardmäßig sollte hier der Grafikadapter des Intel-Prozessors aktiv sein. Dadurch sinkt die Leistungsaufnahme und der Akku hält länger durch. Für höhere Geschwindigkeit können Sie auf den Nvidia-Adapter umschalten, wenn Sie den Nvidia-Treiber installiert haben. Hierzu gehen Sie auf „ Systemverwaltung -> Nvidia X Server Settings“ und danach auf „PRIME Profiles“. Aktivieren Sie die Option „NVIDIA (Performance Mode) und bestätigen Sie mit Ihrem root-Passwort. Melden Sie sich ab und wieder an, damit die Einstellung wirksam wird. Auf dem gleichen Weg können Sie die Option „Intel (Power Saving Mode)“ wieder aktivieren, wenn Sie die höhere Leistung nicht mehr benötigen.

Drucker installieren Sie über „Systemverwaltung -> Drucker“. Die meisten Geräte am USB-Port werden automatisch erkannt.
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Drucker installieren Sie über „Systemverwaltung -> Drucker“. Die meisten Geräte am USB-Port werden automatisch erkannt.
8. Drucker- und Scanner-Treiber unter Linux einrichten

Linux erkennt viele Drucker automatisch, zusätzliche Treiber sind oft nicht erforderlich. Um den Drucker einzurichten, gehen Sie im Menü auf „Systemverwaltung -> Drucker“ und klicken auf „Hinzufügen“. Der erkannte Drucker wird Ihnen in der Liste angezeigt. Klicken Sie ihn an und dann auf die Schaltfläche „Vor“. Folgen Sie den weiteren Anweisungen des Assistenten.

Taucht der Drucker nicht in der Liste auf, benötigen Sie einen Treiber vom Hersteller. Diese finden Sie mit einer Suche im Download-Bereich etwa bei Epson, Brother oder Canon. Die Installation und Anpassung sind bei jedem Treiber unterschiedlich, weshalb wir hier auch lediglich auf die ausführlichen Anleitungen unter der Adresse http://wiki.ubuntuusers.de/Drucker verweisen können.

Um einen Scanner oder ein Multifunktionsgerät in Betrieb zu nehmen, benötigen Sie in der Regel die Pakete libsane und simple-scan. Starten Sie das Programm über „Grafik -> Simple Scan“. Wenn der Scanner nicht erkannt werden sollte, finden Sie über http://wiki.ubuntuusers.de/Scanner Informationen zum Download und zur Installation der Treiber.

Hersteller Geräte Support
AMD Grafikkarten url link http://support.amd.com/de-de/download Download _blank
Brother Drucker und Scanner
Canon Drucker und Scanner url link http://de.software.canon-europe.com/ Download _blank
Epson Drucker und Multifunktionsgeräte url link https://download.epson-biz.com/modules/pos/ Download _blank
HP Drucker und Multifunktionsgeräte
Intel Grafikkarten url link https://downloadcenter.intel.com/de Download _blank
Nvidia Grafikkarten url link http://www.nvidia.de/object/unix-de.html Download _blank
Samsung Drucker und Scanner url link http://www.samsung.com/de/support/catego...printer/printer Download _blank




© http://www.pcwelt.de/ratgeber/So-bringen...=461456&pm_ln=9


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RE: Linux Ecke

#12 von schmubo , 16.02.2016 02:04

So, liebe Leute... der Umstieg ist vollzogen!

Allen, die sich von der Windows-Welt verabschieden wollen (und spätestens seit der Veröffentlichung von Windows 10 sollte man aufgrund der eingebauten Schnüffelfunktionen darüber nachdenken), will ich hier mal meine Umstiegserfahrungen posten:

Seit dem Kauf eines gebrauchten Rechners mit Pentium-4-Prozessor lief das Ding mit einem gut gepflegten XP, doch mit der Einstellung der regelmäßigen Updates im April 2015 war es in Sachen Sicherheit eher schlecht bestellt. Windows 7 und 8 kamen für mich nicht in Frage, weil Microsoft die Admin-Rechte der Benutzer von Version zu Version immer mehr eingeschränkt hat. Man kann sagen, dass XP die letzte Windows-Version war, über die der Nutzer noch die weitgehende Alleinherrschaft über das System hatte. Und selbst die gängigen Antivirenprogramme unterstützten (mit Ausnahme von Avast) XP nicht mehr.

Ein alternatives Betriebssystem musste also her. Für den PC bot und bietet sich Linux an, weshalb ich mehrere Distributionen ausprobiert habe: Nacheinander landeten Debian, Fedora, Kanotix, Opensuse und Ubuntu auf meiner Festplatte. Und alle reizten meinen altersschwachen Rechner bis an die Leistungsgrenze aus. Da mich ein auf Höchstdrehzahl laufender Prozessorkühler extrem nervt und die Wartezeit vom Mausklick bis zur Reaktion des Systems unerträglich lang war, flog Linux wieder vom Rechner und XP werkelte, von Tag zu Tag langsamer werdend, weiter vor sich hin.

Mittlerweile habe ich eine auf Ubuntu basierende Linux-Distribution gefunden, die genügend schlank ist, um auch auf mager ausgestatteten Rechnern problemlos zu funktionieren: Linux Mint. Die Installationsdatei ist auch auf deutsch verfügbar und lässt sich problemlos auf eine DVD brennen. Nach der Installation überrascht Mint mit überaus kurzen Boot-Zeiten, schnellen Reaktionen und einer weitgehend vollständigen Software-Ausstattung. Was fehlt, lässt sich schnell nachinstallieren. Die Xfce-Oberfläche ist optisch ansprechend, äußerst Ressourcen schonend und kann auch mit für Gnome und KDE geschriebenen Programmen umgehen.

XP-Nutzer werden sich sofort zurecht fnden. Win-7 und 8-Nutzer sowieso. Sofern Mint auf einer separaten Festplatte installiert ist, lassen sich die unter Windows gespeicherten Daten per Drag-and-Drop ins neue System übertragen. Oder auch nicht, denn Mint kann (aber das haben alle Linux-Distributionen gemeinsam) auch Windows-Partitionen lesen und schreiben.

Meine Meinung: Linux Mint ist die ideale Distribution für jeden, der seine Windows-Erfahrungen auch unter Linux erfolgreich nutzen will und sich keinen neuen Rechner kaufen will.


Mugu vult decipi. Ergo decipiatur!   (frei nach Titio)


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zuletzt bearbeitet 16.02.2016 | Top

Linux Ecke: Lubuntu als Windows-Ersatz (nicht nur) für ältere Rechner

#13 von if6was9 , 16.02.2016 08:41

Als würdiger Nachfolger für Windows XP für ältere Rechner ( aber auch für neue, moderne Rechner) eignet sich auch hervorragend Lubuntu, also Ubuntu mit dem Desktop LXDE: https://de.wikipedia.org/wiki/Lubuntu

Zitat
Lubuntu ist ein offizielles Derivat der Linux-Distribution Ubuntu, das LXDE als Desktop-Umgebung nutzt. Das Betriebssystem ist auf alte und schwache Hardware ausgelegt, so läuft beispielsweise die Live-CD auch auf einem Pentium II mit 350 MHz und 128 MB RAM (Stand 2011).[1] Durch die Verwendung des Openbox-Fenstermanagers braucht diese Linux-Distribution noch weniger Arbeitsspeicher als Xubuntu.

Der Name Lubuntu setzt sich aus LXDE und Ubuntu zusammen, ähnlich wie bei Kubuntu (KDE und Ubuntu) und Xubuntu (Xfce und Ubuntu). Hierbei steht LXDE für das „Lightweight X11 Desktop Environment“.



https://wiki.ubuntuusers.de/Lubuntu/

Zitat
Lubuntu {en} ist eine offizielle Variante von Ubuntu mit der Desktopumgebung LXDE und einem eigenen Lubuntu Software Center. Das Hauptaugenmerk der Entwickler richtet sich auf Schnelligkeit und Energieeffizienz, wodurch Lubuntu verhältnismäßig niedrige Anforderungen an die Hardware stellt. Damit eignet es sich insbesondere, aber nicht ausschließlich, auch für ältere oder leistungsschwächere Geräte oder solche, die auf eine lange Akkulaufzeit angewiesen sind.

Oder anders ausgedrückt: nicht nur Fortgeschrittene wissen das eher unauffällige LXDE zu schätzen, da hier die jeweils eingesetzten Anwendungen (wieder) die zentrale Rolle für den Benutzer spielen – und nicht das Bling-Bling einer Desktop-Umgebung.

Mit 14.04 besitzt Lubuntu erstmals einen LTS-Status und erhält drei Jahre Aktualisierungen ("updates") und Unterstützung durch die Entwickler.





http://lubuntu.net/

Zitat
Lubuntu is a fast and lightweight operating system. The core of the system is based on Linux and Ubuntu. Lubuntu uses the minimal desktop LXDE, and a selection of light applications. We focus on speed and energy-efficiency. Because of this, Lubuntu has very low hardware requirements.



https://wiki.ubuntu.com/Lubuntu

Zitat
System Requirements
We have done many tests and we've found out that Lubuntu can be installed on a Pentium II or Celeron system with 128 MB of RAM, but such a system would not perform well enough for daily use.

With 256MB - 384MB of RAM, the performance will be better and the system will be more usable.
With 512MB of RAM, you don't need to worry much.

The default "Desktop" installer requires 384-800 MB of RAM (depending on selected options.) If you have problems, please use the alternative installer.


Zitat
These are the minimum hardware requirements in order to run Windows 7:

1 GHz processor or faster, 32 or 64 bits;
1 GB of RAM for the 32 bits version, or at least 2 for the 64 bits version;
16 GB of hard drive (32 bits) or 20 GB (64 bits);
Graphics card that supports DirectX 9 with WDDM 1.0 controler or superior

For comparison, here are the minimum supported requirements of Lubuntu:

266 MHz processor;
128 MB;
3 GB hard drive;
no fancy graphics

A more usable system would have:

512 MHz processor or faster, 32 or 64 bits;
512 MB of RAM;
6 GB hard drive;
no fancy graphics



Ich hab inzwischen sogar mehreren älteren Semestern (= älter 80 Jahre) Lubuntu als Windows-XP-Ersatz auf diverser hardware installiert, alle kommen prima damit zurecht:
- Der über 80-jährige Meister meines Schreiner-Kumpels (der früher ein Möbelhaus hatte) hat es jetzt als XP-Ersatz auf seinem Büro-PC und macht damit seine gesamte betrieblich anfallende Arbeit (ja, er arbeitet noch).
- mein Nachbar (auch über 80) der sonst sogar mit win xp seine Probleme hatte, hat es seit über einem Jahr als Dual-Boot zusammen mit WinXP auf seinem Laptop ...die Liste liese sich fortführen.

Ich habe Lubuntu bei mir in den letzten Jahren auf verschiedenen Rechnern installiert, die durchschnittlich 6-10 Jahre alt waren. Es läuft durchgängig wesentlich flüssiger als alle Windows-Varianten die vorher auf diesen Rechnern installiert waren.

Besonders interessant ist, daß unter Lubuntu die meisten der üblichen Windows-Tastenkürzel funktionieren:
win + E öffnet den Dateiexplorer (bei Lubuntu ist das PCMANFM)
win + D macht den Desktop frei (minimiert also alle aktuell geöffneten Programme)

Es funktionieren genauso wie bisher unter Windows
strg + c kopieren
strg + v einfügen
strg + x ausschneiden
strg + p ausdrucken
strg + tab zb im browser zwischen geöffneten Tabs wechseln
etc etc

Will man Lubuntu ausprobieren kann man es erstmal auf einem USB-Stick installieren und den Windows-PC damit "fremdstarten", auch um zu sehen ob die vorhandene hardware von Lubuntu unterstützt wird: https://wiki.ubuntuusers.de/Live-USB/

Lubuntu kommt bei der Neu-Installation erstmal mit einer Minimal-Ausstattung an Programmen, es lassen sich unter Lubuntu aber alle unter Ubuntu verfügbaren Programme installieren: https://wiki.ubuntuusers.de/Software/
Besonders einfach geht das über den integrierten Lubuntu-Software-Center.

Auch viele Windows-Programme sind unter Lubuntu lauffähig mit Wine: https://wiki.ubuntuusers.de/Wine/

Zitat
Wine (Wine Is Not an Emulator) ist ein Programm, mit dem man Windows-Software unter Linux laufen lassen kann. Man benötigt keine Windows-Installation auf seinem Computer, um mit Wine Programme starten zu können, die für Windows programmiert wurden.



Lubuntu läßt sich auch zB auf einem USB-Stick (mindestens 8GB) oder einer externen Festplatte installieren. So kann man die bisherige Windows-Installation unangetastet lassen, und bei Bedarf bootet man dann bei Neustart des Systems die externe Festplatte (mit dem installieren Lubuntu) über das Boot-Auswahlmenü /Voreinstellung im BIOS. Dieser Vorgang ist von PC zu PC verschieden.

Dual-Boot: Man kann auch Windows und Lubuntu auf der selben Festplatte in zwei nebeneinanderliegenden Partitionen installieren und beim booten dann Windows oder Lubuntu auswählen. https://wiki.ubuntuusers.de/Dualboot/

Ich habe gerade diesen Rechner hier (auf dem Lubuntu 1510 installiert ist) neu gestartet, hardinfo gestartet um die Systeminformationen anzuzeigen und dann mit Strg + Alt + Entf den Task-Manager gestartet um die CPU/RAM- Auslastung anzuzeigen: Das System läuft gerade im Leerlauf mit einer CPU-Auslastung von 2%, Speicher-Auslastung : 242MB von 1,5GB (=16%)


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zuletzt bearbeitet 26.01.2017 | Top

Free BSD ist in manchen Punkten besser als Linux

#14 von Roadrunner , 29.07.2016 23:41

Zitat
Free BSD ist in manchen Punkten besser als Linux, wir zeigen Ihnen wo
| David Wolski Artikel

Auch Apples Mac-OS und iOS BSD nutzen Free BSD als Basis.

Ein Blick auf das andere freie Unix-System: BSD hat mit seinen Varianten wie Free BSD nicht nur viele Anhänger und Anwender im professionellen Umfeld, sondern stellt Linux in einigen Aspekten sogar in den Schatten.
Das Betriebssystem BSD ist im Quellcode verfügbar, steht unter einer sehr freizügigen Lizenz und läuft dank beispielloser Portabilität auf höchst unterschiedlicher Hardware – vom Superrechner bis zum Smartphone. Das alles klingt bekannt, beschreibt aber nicht (nur) Linux. Gemeint ist hier BSD mit seinen Varianten. Und es handelt sich um keine Übertreibung: Tatsächlich sind BSD-Systeme heute auf mehr Plattformen zuhause als jedes andere Betriebssystem.

BSD-Systeme gehen auf die „Berkeley Software Distribution“ zurück. Dies war ein freier Unix-Klon, der Ende der 70er-Jahre als Abspaltung des kommerziellen Unix von AT&T an der Universität von Kalifornien in Berkeley entstand. Unter dem Begriff BSD ist heute eine ganze Klasse von Betriebssystemen zusammengefasst. Die wichtigsten sind Free BSD, Open BSD und Net BSD. Auch deren Quellcode steht unter einer Open-Source-Lizenz, der BSD-Lizenz.

Während die GNU Public License verlangt, dass auch die abgeleiteten Werke unter eben dieser Lizenz stehen, geht es bei BSD freizügig zu: Eine BSD-Lizenz erlaubt auch eine kommerzielle Lizenzierung der Software. Teile von BSD dienten Apples Mac-OS als Basis, und auch iOS von iPhone und iPad baut darauf auf. Sony setzt bei der Playstation 4 ebenfalls auf ein BSD-Betriebssystem.

Ausprobieren: BSD in virtuellen Maschinen

Niemand muss das System auf einem einen laufenden PC opfern, um BSD in seinen Varianten zu testen, eine virtuelle Maschine tut es auch. Sowohl Vmware als auch Virtualbox unterstützen BSD-Gastsysteme in 32 Bit und 64 Bit. Die Entwickler von Free BSD kommen Neugierigen ein Stück weit entgegen und stellen fertige Imagedateien mit vorinstallierten Systemen unter http://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/snapshots/VM-IMAGES zum Download in 32 Bit und 64 Bit bereit. Die Images liegen in den Formaten VMDK, VHD, RAW und QCOW2 vor.
Nach der Installation meldet sich Free BSD mit einer Befehlszeile (sh).

Gemeinsame Unix-Wurzeln

Als Torvalds 1991 die Entwicklung eines freien Unix-Systems ankündigte, gab es BSD bereits. Mit BSD Net 2 lag gerade die zweite Ausgabe vor, die keinen Code mehr von AT&T enthielt. Allerdings gab es für PC-Hardware wie dem damals neuen 386er noch keine benutzbare BSD-Ausgabe. Zudem hegte die Open-Source-Szene noch Zweifel, ob das BSD langfristig gegen die Urheberrechtsklagen der alten Unix-Rechteinhaber bestehen könnte. Ausgestanden waren diese Rechtsstreitigkeiten tatsächlich erst 1994.

Heute gilt BSD mit Free BSD als konsistenter als Linux, wenn auch langsamer in seiner Entwicklung, da das kleinere Kernteam zentral organisiert ist. Auf Servern werden BSD-Derivate gerne dort eingesetzt, wo Admins mit langer Erfahrung ihren Dienst tun. BSD-Systeme sind näher an den Unix-Wurzeln und in ihrem Aufbau konsistenter als die verschiedenen Linux-Distributionen. Der Netzwerkstapel, also die konzeptuelle Architektur der Netzwerkfunktionen vom Paket bis zur Netzwerkkarte, hat in Free BSD und Co. den Ruf, auch unter höchster Last nicht schlappzumachen. Deshalb verwenden beispielsweise Whatsapp, Net ix und die Apache Software Foundation auf den eigenen Servern und Load-Balancern bis heute lieber Free BSD als ein Linux-System. Mit ZFS gibt es unter BSD-Systemen ein optimales Dateisystem für NAS-Server und Rechenzentren. Für viele Admins der alten Schule ist es aber auch schlicht Glaubenssache, BSD-Systemen den Vortritt zu geben. Da sich Linux- und BSD-Systeme aber oft Seite an Seite finden und die Schwergewichte unter der Open-Source-Software auf beiden Systemen laufen, gibt es keine Rivalität zwischen den Systemen.

Unterschiede zwischen BSD und Linux

Programme, die für GNU/Linux, also für den Linux-Kernel und die damit einhergehenden GNU-Tools geschrieben sind, können ohne ganz großen Aufwand für BSD kompiliert werden und umgekehrt. Denn der gemeinsame Nenner beider Systeme sind die verwendeten C-Bibliotheken, die weitgehende Umsetzung des Standards Posix, der das Zusammenspiel zwischen Programmen und Betriebssystemkern regelt, sowie eine Kompatibilitätsschicht in den BSD-Varianten speziell für Linux. In vielen Fällen muss ein 32-Bit-Programm für Linux unter den BSD-Systemen gar nicht neu kompiliert werden. Eine Menge Linux-Software gibt es deshalb auch für die BSD-Konsorten. Deutlich ist das auf dem Desktop zu sehen, denn XFCE und KDE 4.x sind auch häufig als grafische Arbeitsumgebung auf Free BSD zu sehen.

In Aufbau und Organisation der Entwicklung gibt es dann aber doch gehörige Unterschiede: BSD-Systeme sind mehr als nur ein Kernel, bei dem es sich um Linux genau genommen handelt. Das ist keine Erbsenzählerei, denn tatsächlich gibt es strenge Vorgaben bei Linux nur bei der Kernel-Entwicklung. Linus Torvalds verbittet sich Modifikationen, die beispielsweise eine Kernel-API abändern.

Bei Bibliotheken und Programmen gibt es diese Regeln nicht, was zu Unterschieden zwischen Distributionen und sogar zwischen Versionen einer Linux-Distribution führt. Die BSD-Entwicklung ist zentraler aufgestellt und umfasst das gesamte Betriebssystem – also nicht nur Kernel, sondern auch die darauf laufenden Programme und sogar Bibliotheken wie die prominente C-Bibliothek – das „Userland“. BSD fasst alle Komponenten als Basissystem zusammen und legt größten Wert auf Konsistenz. Was nicht zum Basissystem gehört, ist in den „Ports“ organisiert, hinter welchen ebenfalls ein zentrales Team steht.

BSD-Systeme: Pro und Contra

Obwohl selbst Free BSD als bekanntestes BSD-System nie die Verbreitung von GNU/Linux erfahren hat, gibt es gute Gründe, auf BSD statt Linux zu setzen.

Konsistent: Das Basissystem von BSD wird zentral zusammengestellt und gepflegt. Damit gibt es weniger Abweichungen zwischen BSD-Ausgaben und deren Versionen als bei Linux-Distributionen.
Lizenz: Die freizügige BSD-Lizenz erlaubt die Weiterverwendung des Quellcodes in jeder Form, auch in kommerzieller Software, die nicht Open Source ist. Lediglich der Copyrighthinweis auf das Originalwerk muss erhalten bleiben.
Stark im Netz: BSD wurde von Anfang an für Serveraufgaben geschrieben und der Protokollstapel im Kernel ist extrem effizient. Linux entstand als Desktopsystem und lernte Netzwerkfähigkeiten später.
Einige Schwächen, die sich aus dem kleinen Entwicklerteam ergeben, machen die BSD-Systeme aber eher für Server und als Arbeitstiere im Netzwerk interessant:

Hardwareunterstützung: Während die Treibersituation unter Linux nicht optimal ist, so ist sie in BSD miserabel, zumal es etliche proprietäre Treiber für kommerzielle BSD-Varianten gibt, die nicht veröffentlicht werden.
Einstieg: Die Dokumentation zu BSD-System ist umfangreich ( www.freebsd.org/de/docs.html ) und leider ist deren Studium zumindest in Auszügen unumgänglich. Immerhin liegt viel in Deutsch vor.
Langsame Entwicklung: Die freien BSD-Varianten bewegen sich vergleichsweise langsam. Linux lässt BSD zumindest im Desktopbetrieb alt aussehen, da beispielsweise eine Implementierung für Systemd fehlt, welche moderne Desktopumgebungen wie Gnome 3 und KDE Plasma 5 benötigen.

Paketmanagement

BSD ist ein gebrauchsfertiges Betriebssystem, aber nicht mehr. Anwendungsprogramme fehlen, jedoch ist das Paketmanagement zur Nachinstallation von Software einheitlich gehalten: Es gibt Quellcodepakete, deren Installationsscripts (Makefiles) auf dem lokalen Rechner vorliegen und zur Installationszeit kompiliert werden. Eventuell benötigte Abhängigkeiten werden gleich mitkompiliert. Dank der konsistenten Umgebung ist das kein Problem und das Konzept wurde von Gentoo und Arch Linux kopiert. Weil eine Neukompilierung bei großen Programmen wie Libre Office, Firefox oder Apache nicht immer praktikabel ist, gibt es Ausgewähltes auch als fertiges Binärpaket.

BSD-Varianten: Server bis Desktop

Im Vergleich zu Linux-Systemen mit unzähligen Distributionen ist das Feld der offiziellen BSDs überschaubar. Zwar unterhält jedes Projekt seinen eigenen Quellcode, da aber alle aus der gleichen Quelle schöpfen, fallen die Unterschiede geringer aus als unter Linux-Distributionen. Die BSDs haben aber jeweils andere Zielsetzungen, etwa Server oder Universalsystem, und liefern damit ein unterschiedlich großes Angebot fertiger Pakete.

Open BSD: In Sachen Sicherheit ist Open BSD das Vorzeigesystem, denn der Quellcode unterliegt stets einer genauen Codeanalyse. Einige Entwicklungen von Open BSD haben Prominenz über dieses BSD hinaus erreicht, so etwa Open SSH als verbreiteter SSH-Server, den auch die meisten Linux-Distributionen verwenden. Trotz des Schwerpunkts auf sicheren Serverprozessen hat Open BSD ein grafisches X-Window-System mit Desktops wie XFCE und Anwendungen ( www.openbsd.org ).

Net BSD: Die Verfügbarkeit für möglichst viele Prozessorplattformen steht bei Net BSD im Vordergrund. Aktuell gibt es Net BSD für 57 verschiedene Architekturen und weil ein Basissystem mit grafischer Oberfläche mit rund 300 MB auch noch sehr kompakt ausfällt, ist Net BSD seit seiner Version 7 auch für Platinen wie den Raspberry Pi 2 und das Beagle Board verfügbar ( www.netbsd.org ).

Free BSD: Dies ist die bekannteste Variante mit der größten Entwicklerschar, einer stolzen Anwenderzahl und der umfangreichsten Softwareauswahl. Free BSD ist heute fast das Synonym für BSD. Das System ist nicht nur auf Servern zu Hause, sondern stellt über das X-Window-System auch zahlreiche Desktopumgebungen bereit. Es gibt für Free BSD alle relevanten Desktopprogramme wie unter Linux und sogar die proprietären Nvidia-Treiber. Über 21 000 Programmpakete stehen als „Ports“ für Free BSD zur Verfügung. Dennoch ist Free BSD mit seiner anspruchsvollen Installation, die schon mal einen zweiten PC mit Internetverbindung zum Nachlesen der Dokumentation erfordert, für Einsteiger eine harte Nuss. Auf Free BSD bauen aber auch einsteigerfreundliche BSD-Systeme auf ( www.freebsd.org/de ).

Der schnellste Weg zu einem Free-BSD-System ist PC-BSD für den Desktop.

PC-BSD: Für den Einsatz auf typischen Desktop-PCs ist PC-BSD geschaffen und bekommt finanzielle sowie technische Unterstützung vom Free-BSD-Mitbegründer Jordan Hubbard. Das System gibt sich zahm und will so einfach zu installieren sein wie eine Linux-Distribution neuerer Machart. Zwar liefert PC-BSD keine Livesysteme zum Ausprobieren, es bootet aber immerhin gleich in den grafischen Modus und startet ein unkompliziertes Installationsprogramm, das die Partitionierung mit ZFS erledigt und KDE 4.14 mit Firefox und einem grafischen Paketmanager vorinstalliert. PC-BSD, das nur in 64 Bit vorliegt, ist das System aus dem BSD-Umkreis, mit welchem Anfänger am schnellsten klarkommen dürften. Unter der Oberfläche ist PC-BSD ein vollwertiges Free BSD ( www.pcbsd.org ).

Das spezialisierte BSD-System verwandelt einen Rechner in einen NAS-Server.

Free NAS: Das Spezialsystem entstand aus NAS4Free und ist für den Aufbau eines NAS-Systems im Netzwerk geschaffen. Es wendet sich an fortgeschrittene Anwender und die Administration erfolgt über eine Weboberfläche. Die Installation ist kurz und knapp im Textmodus gehalten mit einer ungewöhnlichen Herangehensweise: Das System benötigt für sich eine komplette leere Festplatte, einen USB-Stick oder Speicherkarte und partitioniert diese automatisch. Die eigentlichen Daten des NAS müssen auf anderen Festplatten liegen, denn die Systempartition steht nicht als Datenspeicher für das NAS zur Verfügung. Free NAS verlangt nach 64-Bit-Hardware und nach acht GB Speicher, da auf den Datenträgern das ressourcenintensive Dateisystem ZFS zum Einsatz kommt ( www.freenas.org ).

Apple veröffentlicht das freie Basissystem seiner BSD-Variante.

Man vermutet es unter den Hochglanzoberflächen und kommerziellen Fassaden nicht, aber in Apple-Geräten steckt eine Menge BSD und alte Unix-Tradition. Mac-OS X nutzt zwar keinen Free-BSD-Kernel, sondern einen eigenen namens „XNU“, hat aber einige Subsysteme für Netzwerk, Dateisystemschnittstelle, Kryptographiemodule und Prozesskommunikation von Free BSD übernommen. Der XNU-Kernel ist aus dem ebenfalls Unix-ähnlichen Nextstep mit Mach-Micro-Kernel entstanden, das Steve Jobs vor seiner Rückkehr zu Apple Ende der 80er-Jahre seiner Firma Next entwickeln ließ. Apple holte sich wichtige Mitglieder des Free-BSD-Teams ins Haus, unter anderem den Free-BSD-Mitgründer Jordan Hubbard, der bis 2013 blieb. Apples Meisterstück war die Portierung des XNU-Kernels auf ARM-Prozessoren für das mobile Betriebssystem iOS, das die Smartphone-Revolution in Gang setzte.

Obwohl Systeme von Apple mit dem Gedanken von freier Software nicht vereinbar scheinen, gibt es einen Ideenaustausch mit der Free-BSD-Gemeinschaft. Apple veröffentlicht das freie Basissystem seit dem Jahr 2000 im Open-Source-Projekt „Darwin“ ( www.puredarwin.org ), das zu Free BSD kompatibel ist, aber keinen Desktop und keine der proprietären APIs von Mac-OS X und iOS bietet.

Ohne Linux: Ubuntu BSD

An modifizierten Linux-Distributionen mit BSD-Kernel versuchten sich bereits Gentoo, Debian und Arch, bekamen aber nie das nötige Interesse, um die Experimente am Leben zu erhalten. Jetzt ist mit Ubuntu BSD ( www.ubuntubsd.org ) eine inoffizielle Ubuntu-Variante erschienen, die den Kernel von Free BSD mit den GNU-Programmen und einem XFCE-Desktop kombiniert. Ubuntu BSD, das Ende Mai in der fünften Betaversion vorlag, nutzt den einfach gehaltenen Debian-Installer im Textmodus. Das System ist aber nicht nur ein Kuriosum, sondern will Ubuntu-Fans die Vorzüge von BSD näherbringen. Tatsächlich ist das System vergleichsweise einfach installiert und für eine erste Testfahrt mit BSD auf bekanntem Terrain keine schlechte Wahl.



© http://www.pcwelt.de/ratgeber/Free_BSD_i...554710&pm_ln=42


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RE: Free BSD ist in manchen Punkten besser als Linux

#15 von Motzgurke , 30.07.2016 18:14

Es ist geschafft - seit heute hat der Zwangs-Upgrade-Wahnsinn von Microsoft ein Ende. (hoffentlich...)


Es ist nicht schlimm, Fehler zu machen. Aus ihnen nicht zu lernen, ist dumm. Sie immer wieder zu machen, ist töricht.


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ich versuche es mal mit Linux

#16 von mopedopa , 31.08.2016 11:09

Ich werde das nun endlich mal machen. Habe allmählich von Win 10 und Co die Schnauze voll
Ich habe da noch einen alten XP Rechner da möchte ich es testen.
Habe eine Linux Mint DVD bekommen und frage hier mal die Experten ob die richtig ist.
Über ein paar Tipps wäre ich dankbar
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RE: ich versuche es mal mit Linux

#17 von Roadrunner , 31.08.2016 12:14

Zitat
Habe eine Linux Mint DVD bekommen und frage hier mal die Experten ob die richtig ist.



@mopedopa Einlegen und den Anweisungen folgen

Am Einfachsten ist wenn du die ganze Platte nutzen möchtest.

Vorher alle wichtigen Daten retten und sichern. Fotos, Filme, Dokumente etc.

Laß dich überraschen, Mint wird dir gefallen


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RE: ich versuche es mal mit Linux

#18 von mopedopa , 31.08.2016 13:24

Zitat von Roadrunner im Beitrag #17

Zitat
Habe eine Linux Mint DVD bekommen und frage hier mal die Experten ob die richtig ist.


@mopedopa Einlegen und den Anweisungen folgen

Am Einfachsten ist wenn du die ganze Platte nutzen möchtest.

Vorher alle wichtigen Daten retten und sichern. Fotos, Filme, Dokumente etc.

Laß dich überraschen, Mint wird dir gefallen



Da ist e nur Kacke drauf, wollte XP löschen , Daten werden nicht gebraucht e Schrott und wird nicht gelöscht


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zuletzt bearbeitet 31.08.2016 | Top

RE: ich versuche es mal mit Linux

#19 von schmubo , 31.08.2016 23:41

@mopedopa : Die DVD, die du gezeigt hast, ist nicht mehr aktuell - zurzeit ist Linux Mint 18 angesagt.

Und noch was: Dein verstaubter Rechner mit Windows XP zählt wahrscheinlich nicht zu den schnellsten und hat wohl auch nicht allzu viel RAM. Deshalb solltest du bei Linux Mint nicht unbedingt zum Cinnamon-Desktop greifen (der ist recht speicherhungrig), sondern ein Ressourcen schonendes Linux installieren. Diesen Voraussetzungen genügt der Xfce-Desktop, der, obwohl recht leichtgewichtig, auch nett anzusehen ist.

Ich empfehle dir, deine DVD als Live-System auf deinem XP-Rechner auszuprobieren, eventuell auch auf der Festplatte zu installieren - du wirst dich wundern, wie problemlos das geht. Wenn du dich danach dazu entschließen solltest, Linux Mint weiterhin zu nutzen, ziehst du dir die aktuelle Installationsdatei aus dem Netz (z.B. vom Server der FH Aachen) und brennst sie auf eine DVD. Links zu vertrauenswürdigen Downloadquellen findest du im deutschsprachigen Forum linuxmintusers.de und auf linuxmint.com.


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RE: ich versuche es mal mit Linux

#20 von if6was9 , 01.09.2016 07:17

Gerne möchte ich an dieser Stelle nochmal an Lubuntu erinnern.

Weiter oben gibt es diesen Beitrag: Linux Ecke- Lubuntu

https://wiki.ubuntuusers.de/Lubuntu/

Zitat
Lubuntu
Lubuntu {en} ist eine offizielle Variante von Ubuntu mit der Desktopumgebung LXDE und einem eigenen Lubuntu Software Center. Das Hauptaugenmerk der Entwickler richtet sich auf Schnelligkeit und Energieeffizienz, wodurch Lubuntu verhältnismäßig niedrige Anforderungen an die Hardware stellt. Damit eignet es sich insbesondere, aber nicht ausschließlich, auch für ältere oder leistungsschwächere Geräte oder solche, die auf eine lange Akkulaufzeit angewiesen sind.

Oder anders ausgedrückt: nicht nur Fortgeschrittene wissen das eher unauffällige LXDE zu schätzen, da hier die jeweils eingesetzten Anwendungen (wieder) die zentrale Rolle für den Benutzer spielen – und nicht das Bling-Bling einer Desktop-Umgebung.

Mit 14.04 besitzt Lubuntu erstmals einen LTS-Status und erhält drei Jahre Aktualisierungen ("updates") und Unterstützung durch die Entwickler.



https://de.wikipedia.org/wiki/Lubuntu

Zitat
Am 19. Juni 2013 beschloss die Stadt München auf Antrag[8] der ÖDP das Verteilen von 2000 Exemplaren kostenloser Lubuntu-Installations-CDs mit dem Ziel, Elektronikschrott zu vermeiden: Besitzer und Nutzer älterer Computer mit Windows XP (dessen Supportphase im Folgejahr auslaufen würde) sollten animiert werden, ihre Geräte nicht durch neuere mit XP-Nachfolgern zu ersetzen, sondern sie mit Lubuntu weiterhin zu verwenden.



Die derzeitige Version Lubuntu 16.04 mit Aktualisierungen für die nächsten 3 Jahre (wie alle anderen Ubuntuversionen auch) gibt es hier zum download (32Bit) : http://cdimage.ubuntu.com/lubuntu/releas...esktop-i386.iso Das Iso-Image hat eine Größe von 863MB und paßt somit nicht auf eine CD, es muß also auf eine DVD gebrannt werden.

Falls Dein PC kein DVD-Laufwerk hat sondern nur ein CD-Laufwerk kannst du zum testen auch erstmal die Version Lubuntu 14.04 herunterladen und auf CD brennen, denn das ISO-Image dafür hat nur 683MB, paßt somit auf einen normalen CD-Rohling und wird auch noch bis April nächsten Jahres mit updates versorgt. Hast du erstmal Lubuntu 14.04 auf deiner Festplatte installiert, kannst du über die integrierte Aktualisierungsverwaltung problemlos auf die aktuelle Version 16.04 upgraden. Download Lubuntu 14.04 (32 Bit): http://cdimages.ubuntu.com/lubuntu/relea...esktop-i386.iso

Lubuntu kommt erstmal mit einer Minimal-Ausstattung an Anwendungsprogrammen, es lassen sich aber sämtliche Programme die unter Ubuntu zur Verfügung stehen komfortabel über den integrierten Lubuntu Softwarecenter nachinstallieren.


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